Hier rekrutiert der Chef 

„Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.“

Hes. 34, 11
Wer sich mit Personalangelegenheiten beschäftigt kennt die Problematik von Neueinstellungen. Wie kommt eine Firma an die die richten Mitarbeiter? Da hat sich das Blatt in den letzten Jahren völlig gewandelt. Es bewirbt sich nicht mehr der Mitarbeiter bei seiner heiß ersehnten Stelle, sondern die Firma muss sich bei ihrem zukünftigen Mitarbeiter bewerben. Die wenigsten kommen noch von alleine.
Gott sucht sich seine Leute zusammen. Reich Gottes entsteht nicht weil Menschen auf der Suche sind, sondern weil Gott auf die Menschen zugeht. Gott ist der Kümmerer. Er spricht Menschen an. Das Netzwerk, das er aufbaut, knüpft er selbst. Wenn wir uns überlegen wie Gemeinde entsteht, dann nicht in erster Linie, dass wir unser Ding machen und irgendwann jemand dazustößt. Wo wir warten und über Nachwuchsmangel klagen, können wir sicher viele Erklärungen finden, warum wir in solch einem Dilemma stecken, doch suchen wir? Gott sucht, er nimmt sich der Menschen ganz konkret an. Jesus spricht die Fischer bei der Arbeit an und zieht sie für seine Sache ab. Heute würde man Headhunter sagen, also ein Abwerber. Reich Gottes geschieht durch Direktkontakt, durch Netzwerk, durch das auf die Leute zugehen. Gott überlässt nichts dem Zufall. Für seine gute Sache geht er auf richtig gute Leute zu und fischt sie heraus. Reich Gottes ist nicht das, man muss halt nehmen, was man kriegt, sondern aktives Kümmern um andere. Man muss Menschen kennenlernen und ihre Begabungen erforschen, und sie dann gezielt für einen Beruf oder genau ihre Berufung ansprechen. Von dem wie Gott rekrutiert, können wir uns eine ordentliche Scheibe abschneiden. Sucht die Menschen, nehmt sie an, und bindet sie ein in das große, umfassende Netzwerk.
Ist Gemeindebau nicht gerade das Netzwerk zwischen unserem Gebet und unserer Aktion? Müssen wir nicht viel offensiver auf die Menschen zugehen?