Sommerfest

Jes. 62, 8-10 

Bratwurst, Bier und Blasmusik, als Zudröhnung des Alltagsfrust. Wein, Weib und Gesang tröstet für das, was einem das echte Leben raubt. Fest, weil das Leben Freitagabend ab 18 Uhr, besser zu ertragen ist, als die Woche davor. Da ist ständig etwas, was vom Eigentlichen abschneidet und aushungern lässt. Man schuftet wie ein Wilder und am Ende steht man mit leeren Händen da. Wie bitter ist das denn, wenn man sich unermüdlich in seiner Gemeinde und Bruderschaft einsetzt und es wird weniger statt mehr? Wenn sich bei einem selbst nicht viel bewegt, hilft vielleicht der straffe Zug einer Posaune, damit ein bisschen Leben in die Stube kommt.

Jesaja hat mit den Entzugserscheinungen des Gottesvolkes zu kämpfen.

1. Da haut einer auf die Pauke

Der HERR hat geschworen bei seiner Rechten und bei seinem starken Arm: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben noch deinen Wein, mit dem du so viel Arbeit hattest, die Fremden trinken lassen, …

Gott stößt zum Gegenzug ins Horn. Seinen Berufenen zeigt er die Faust. Jedoch gilt die Drohung nicht ihnen selbst, sondern denen die die Grundwerte des Lebens bedrohen. Der starke Arm sagt nein zum Mundraub am Leben. Mit dem, mit dem Gott das Leben erhalten und bereichern will, mit der Frucht seines Segens, soll kein Raubbau am Leben mehr getrieben werden. Mit seiner Rechten verteidigt er die Fruchtbarkeit alles Geschaffenen. Nichts und niemand kann mehr Segen verhindern. Wer erwählt ist, kann sich dem Segen nicht entziehen. Gott verbürgt sich für die Existenz des Glaubenden. Er schwört sich, dass Brot und Wein alles Leben erhält. An diese Selbstverpflichtung knüpft er die Berufenen.

Dieses kleine Heiligtum einer Ähre und Traube, wird zum größten Vermächtnis. Die Seinen erben sattes Leben und sind völlig versorgt. Der starke Arm ist der Trommelwirbel gegen leeres Korn und vertrocknete Beeren. Aller Unfruchtbarkeit wird der Marsch geblasen. Aller Anfechtung wird der Taktstock gesetzt. Die beschworene Rechte, garantiert die Ernte, auch bei überschwemmtem Kornfeld, sie verspricht Wein, auch bei größten Erdrutsch. Mit seinem starken Arm zieht er einen dicken Strich, gegen alles, was dem Leben den Gar ausmachen will.

Wenn er auf die Pauke haut…

2. Da verschlägt es anderen die Sprache.

Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben noch deinen Wein, die Fremden trinken lassen, 

Das Allerheiligste ist angefochten. Da löckt ständig einer gegen die Berufenen und will ihnen den letzten Nerv rauben. Nachfolge lohnt sich nicht, weil von der Ernte eh nichts übrig bleibt. Glaube ist am Boden der Realität angekommen, wo es doch nichts Großes zu erwarten gilt. Frommsein ist so schrecklich normal, so furchtbar ermüdend, dass man an die Grenzen kommt und glaubt: da draußen ist alles besser.

Wo die Wegfresser mit am Tisch sitzen, fängt die Not an zu vergleichen. Wo Menschen anfangen zu vergleichen, begeben sie sich auf Glatteis. Sie verlassen die eigene Grundlage und schielen auf das, was andere haben. Das Eigene erscheint zu wenig, das andere kommt einem mehr vor. Hier beginnt die Negativspirale des Glaubens. Man glaubt, das Brot und der Wein des anderen schmecken besser. Man steht auf dem eigenen Acker und denkt nur noch: „sollte Gott gesagt haben?“ Im Vergleichen, trennt man sich von dem Segen, der ihm eigentlich zugedacht ist. Man sieht nur noch Steine im Weg und verschlossene Türen. Glaube kann völlig an den Rand kommen, dass alles da ist und trotzdem keine Perspektive vor Augen steht. Da kann durch die Berufung ein großartiger Auftrag entstanden sein, mit Räumen und Einrichtungen vom Feinsten, da ist ein Feld vorbereitet für eine große Ernte und dennoch sind die Glaubenden darin ohne Hoffnung.

Genau darin steht Gottes ich will. Ich will unter der Frucht meines Ackers, allem Unmut, allem Unglauben, allem Vergleichen die Sprache verschlagen. Gerade dort, wo sich der Einsatz scheinbar nicht lohnt, die Ernte auf dem Spiel steht, wo es andere besser haben, will ich genau mit diesem Brot und diesem Wein das Leben durchsetzen.

Die Frucht der menschlichen Arbeit soll zur Eucharistie, zur Danksagung werden. Mit Christus will er allem Ungeist und Trostlosigkeit die Sprache verschlagen. Brot und Wein ist die die Trotz-Mahlzeit. Eucharistie ist der Widerspruch zum Frust.

Wo wir Brot und Wein, wo wir der Gabe Christi, eine zu geringe Bedeutung beimessen, haben wir nichts mehr in uns, was der Anfechtung die Sprache verschlagen kann.

3. Festzelt als Kathedrale

9 die es einsammeln, sollen’s auch essen und den HERRN rühmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Heiligtums. 10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

Essen, trinken und rühmen heißt das Motto zum Fest im Vorhof. Unser ganzes irdisches Dasein ist nicht nur ackern und rackern, sondern ein Durchbruch zum Essen, Trinken und Rühmen. Der Vorhof des Tempels ist nicht nur ein frommes Vorgärtchen, das etwas vom Allerheiligsten erahnen lässt, sondern hatte schon die Unmittelbarkeit der Realpräsenz Gottes. Der Ort, an dem ein Mensch lebendig wird. Der Vorhof ist Tuchfühlung mit Christus. Das Allerheiligste strahlt, verformt und verwandelt somit das irdische Leben. Das Essen von Leib und Blut Christi, heiligt die gefallene Schöpfung. In der Eucharistie ernährt Christus die wunde Welt. Brot und Wein lässt das schlafende und geschlagene Leben auferstehen. Eucharistie wandelt Frust zum Fest.

Damit sitzen wir mitten in aller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit am festlich gedeckten Tisch. Wer Brot und Wein zu essen bekommt, hat nichts mehr zu jammern. Mit Essen, Trinken und Rühmen beginnt ein Fest der Überwindung. Da lebt Glaube gegen allen Unglauben.

Diese Verwandlungskräfte haben eine gewaltige Wirkung. Im Vorhof liegt der Antrieb für alle Durststrecken. Da wird ein Frustgeprägter zum Segensträger. Die Art und Weise, wie wir mit Krisen und Schwierigkeiten umgehen, verrät, durch welche Türen wir gegangen sind. Unser alltägliches Leben ist die Visitenkarte darüber, ob wir im Vorhof des Heiligtums zuhause sind. Wo wir nur auf die Probleme sehen, haben wir nicht Brot und Wein auf dem Tisch. Da kann nichts lebendig werden, sondern nur beschwerlich, müde und hoffnungslos. Das was wir zu uns nehmen, zeigt wovon wir leben. Jemand, der nur die Last der vielen Arbeit vor Augen hat, verliert die Zukunftsperspektive. Wer durch die Türe des Vorhofs geht, hat Fest, hat Hoffnung und hat Perspektive. Er fängt an, das Leben in die Hand zu nehmen, macht Bahn und räumt Steine aus dem Weg.  Er beginnt, allem Widerstand zum Trotz, Lebens-Zeichen aufzurichten.

Das ist der heilige Auftrag der Glaubenden, dem Fest Bahn zu machen. Im Vorhof fallen alle Ausreden, dass das Leben so beschwerlich, die Umstände zu hart, die Widerstände zu groß, der Sommer zu heiß ist. Da kennen Menschen das Gegenrezept zu aller Ungerechtigkeit, zu aller Bitterkeit, zu allem Frust. Mit dieser Mahlzeit haben wir alles in der Hand, die größten Hindernisse und Anfechtungen zu überwinden. Niemand hat mehr einen Grund, irgendwelchen Mangel auf widrige Umstände zu schieben. Es liegt an uns, ob wir essen, trinken und rühmen. Wir haben alles, um mit Stress und Druck entspannt umzugehen. Im Vorhof wird das Festzelt zur Kathedrale.

Muss das nicht ein gewaltiges Sommerfest sein?

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Erinnern baut Brücken

Wo die Erinnerungen wegbrechen, bricht das Leben weg.

„Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr.“
Ps. 111, 4

Das Gedächtnis hält Erlebtes fest. Im Gedächtnis speichern sich starke Erinnerung. Es ist das Nachschlagewerk unseres Lebens. Darin ist verankert, was stattgefunden und unser Dasein geprägt hat. Selbst unsere Haut hat ein Gedächtnis und vergisst keinen Sonnenbrand. Wo Gott ein Gedächtnis stiftet, verwurzelt er den Menschen in seine Geschichte. Er lässt darin seine Wunder aufleben. Im Rückblick erkennen wir, wie er sein Volk aus der Wüste geführt hat, wie er Gefangenschaft und Unterdrückung beendet hat. Damit können wir die Geschichten der Wunderheilungen Jesu uns wieder ins Gedächtnis rufen. Mit den Erinnerungen lassen wir das Vergangene lebendig werden, um es in die Gegenwart zu stellen. Wir kramen in den Erfahrungen, um das Heute zu meistern. Die ganze Gottesgeschichte mit den Menschen, ist nicht nur geschehen und in Akten abgelegt, sondern man holt sie ständig in die Gegenwart, um sich daran zu erbauen. Dieses Gedächtnis hält uns lebendig. Die Geschichte gestaltet unser Heute. Wer eine starke Geschichte hat, kann sich fest im Heute bewegen. In der Geschichte bekommen wir Halt und Zukunft. Wo die Geschichte wegbricht, hört das Leben auf. Da kommt die Demenz, in der die Erinnerungen verblassen. Da sind wir nicht mehr manövrierfähig. Wo das Gedächtnis aussetzt, kommt das Leben durcheinander.

Daher hat Gott uns nicht nur die Erinnerung gegeben, an sein Führen mit seinem Volk, sondern er stiftet ein Gedächtnis. Das Gedächtnismal, die Eucharistie ist die stärkste Verwurzelung in die Gegenwart Gottes. In Brot und Wein vergegenwärtigt sich Christus. In allem, was in einem Leben durcheinander kommen kann, stellt dieses Gedächtnis uns auf festen Boden. Wenn wir die Orientierung in unseren Tagen verlieren, wenn wir alles vergessen, was wir an der Hand Gottes schon erlebt haben, das Abendmahl durchbricht die Verwirrung der Jünger. In aller Anfechtung, in allem wo wir Gott nicht verstehen und nicht erkennen, hält uns dieses Gedächtnis am Geheimnis Gottes fest. Darin liegt die Überbrückung zu allem, was zerbrochen ist. Damit finden wir in aller Demenz und Verwirrung zum Leben zurück. Das ist die Gnade, die Gott allem Gedächtnisverlust geschenkt hat. In dieser Erinnerung ist Gott gegenwärtig, auch wenn alles andere wegbricht.

Wie können wir diese Erinnerung stärken, um in schweren Tagen daraus zu leben?

Eucharistie-Geprägte

Am Umgang mit dem Nächsten, lässt sich erkennen, wo einer Zuhause ist.

„Bessert eurer Leben und Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort.“

Jer. 7, 3



Bei Gott wohnen, prägt einen Lebensstil. Die ersten Christen trafen sich täglich in ihren Häusern und feierten das Abendmahl. Gemeinschaft mit Gott, fördert die Gemeinschaft zwischen den Menschen. Gottesdienst hat soziale Auswirkungen. Wo Gott nahe ist, wird einem der andere näher. Wer Gemeinschaft mit Gott pflegt fällt durchaus angenehm unter den Menschen auf. Da wirkt sich etwas Gutes und Wohlwollendes auf den Nächsten aus, vor allem auf die Bedürftigen und Ausgegrenzten. 
Zu Jeremias Zeiten, war der Wurm in der Entwicklung des Volkes drin. Er mahnte an, dass sie fremden Göttern nachlaufen und die Witwen und Waisen vergessen haben. Ihr Gottverlassen hatte katastrophale Auswirkungen. Wo die Gemeinschaft mit Gott nicht mehr den grundlegenden Platz hat, wackelt das Sozialgefüge. Wo andere Themen wichtig werden, schwächelt die Liebe. Man erkennt darin den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Gottesbeziehung und dem Elend, das sich in der Welt ausbreitet. Wo der Prophet zur Besserung des Lebens und Tuns aufruft, ruft er in die umgehende Gottesgegenwart zurück. Glaubende stehen immer in der Gefahr, von den Grundlagen abzurücken und sich vom Alltäglichen oder anderen Schwerpunkten bestimmen zu lassen. Da kann die Sorge um die Zukunft, das Mühen um das tägliche Auskommen, oder gar die eigene Fitness zum Gott werden. Bessert euch heißt, sich selbst zu hinterfragen, was beschäftigt mich gerade und was treibt mich an, was füllt mich aus. Bessert euch heißt auch zu erkennen, wirkt mein Glaube noch in die Bedürftigen hinein. Es ist die Selbstprüfung meiner Gottesbeziehung. Es ist die Frage an sich selbst: Bin ich ein Eucharistie-Geprägter? 
Bei vielen Missständen in Gemeinden und Gemeinschaften lässt sich ganz schnell erkennen, dass viele Not aus Gottesentzug entsteht. Nicht mehr bei Gott wohnen macht krank. Da schneidet sich der Mensch vom Heil ab. Besserung tritt dort ein, wo Gott wieder reichlich wohnen kann. Daher können wir nur Platz schaffen, und gegen alles angehen, was  uns sonst beherrschen will.
Ist das nicht für alle eine Bereicherung, wenn wir wieder zuhause sind?

Behalten hält frisch

Mit der Demenz fängt das Elend an.
„Versiegen die laufenden Wasser aus den sprudelnden Quellen? Mein Volk jedoch hat mich vergessen.“

Jer. 18, 14-15
Mit dem Vergessen fängt jede Beziehungskrise an. Wer vergisst, hat etwas aus dem Speicher verloren. Da fehlt etwas, was da sein müsste. Da ist ein Vakuum. Gott vergessen heißt, dass ein Leben aus dem Ruder läuft. Sein Wort nicht mehr präsent zu haben, heißt, Christus versiegt. Wer vergisst, trocknet aus. 
Es war ein Jammer, wenn wir in den heißen Sommertagen sehen mussten, wie manche unserer Pflanzen trotz gießen, schlapp machten. Manche waren nicht mehr zu retten, weil sie bei der Hitze kein Wasser mehr aufnehmen konnten. Diesen Zustand beschreibt Jesaja von denen die zu Gott gehören. Sie verdorren, weil sie hören und vergessen. Sie nehmen nichts mehr auf. Sie hören noch das Wort, doch sie speichern es nicht mehr. Die gestaltgebende und lebendig machende Kraft geht verloren. Vergessen und versiegen bedingen sich. 
Hören ist das offen sein für Christus. Es ist das an der Quelle bleiben. Es ist Mahlgemeinschaft. Hören und behalten, ist den Christus in mir abspeichern. Ich lasse gerade das nicht los, was mich am Leben erhält. Mit der Eucharistie wirke ich der Demenz entgegen. An Christus bleiben, ist das Gott nicht vergessen. Wo Christus an Bedeutung verliert, werden wir zur verwelkenden Blume. Christus können wir nicht locker nehmen, weil darin das Blühen unserer Existenz liegt. Hören und behalten machen uns zu Tätern. Damit begießt Gott die Menschen. Damit zieht das wieder Aufblühen seine Kreise. Als die von der Quelle Kommenden, werden wir zu Frischzellen für die Welt.
Sind wir noch an der Quelle, oder hat uns die Demenz schon ausgetrocknet?  

Guten Appetit 

Gaube hat etwas von einem 5 Sterne Menu.
„Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn traut!“

Ps. 34, 9
Gott ist zum Verkosten. Glauben hat mit Essen zu tun. Gottes Güte erfährt man bei der Nahrungsaufnahme. 
Beim Schmecken zergeht uns etwas im Mund, das in uns eingeht und uns im Stoffwechsel zu Kraft und Energie wird. Christus sagt: Ich bin das lebendige Brot. Nahrung ist nicht nur ein Beispiel für den Glauben; im Glauben nehmen wir Christus auf, der satt macht. Im Schmecken liegt ein Genußfaktor. Wir genießen und schlemmen den Christus. Das hat etwas von Lieblingsessen. Wir werden an Leib und Seele satt. Wir befriedigen den Hunger, der Zeichen dafür ist, dass wir nicht aus uns selbst leben.

Lebensenergie kommt nicht aus uns selbst.
Ohne Nahrung hungern wir und der Hunger wehrt sich gegen das Sterben. Wir sind auf nicht in uns liegende Lebensmittel angewiesen. Es müssen sogar Tiere und Früchte sterben, damit wir leben können. Selbst ein Apfel hat in sich die Bestimmung auf den Boden zu fallen um sich dort zu vermehren. Alles, was wir zu uns nehmen muss sterben, dass es uns zum Leben wird.
Wo Christus zum Brot wird, muss er sterben, dass wir nie mehr hungern. Das ewige Leben wird aus diesem Tod geboren. Wo wir den Herrn schmecken, sättigen wir unseren Lebenshunger. Glauben heißt, in der Eucharistie leben. Daraus entfaltet sich das Leben Gottes in dieser Welt. Glauben ist Nahrungsaufnahme ist Brotverzehr. Im Brot essen verstoffwechselt sich Christus in uns, zu einem geheiligten Leben in Gott. Daraus wachsen die Früchte der Barmherzigkeit und Freundlichkeit. 
Gott ist beileibe kein Kostverächter und verachtet gutes Essen für den Leib. Im Gegenteil sollen wir alles was uns auf den Tisch kommt, genüsslich verzehren, weil ihm an unserem Wohlergehen liegt. Er will jedoch noch mehr, als nur den irdischen Hunger stillen, er will uns mit dem Brot des Lebens satt machen. Unser Glaube ist weit mehr, als unser Bio-Rythmus. Der Glaube pflanzt die Freundlichkeiten Gottes unter die Menschen.
Wollen wir uns da nicht dieses Brot reichlich schmecken lassen? 

Herzlich willkommen 

An Gottes Einladung kommt niemand vorbei.
„Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!“

Jes. 65, 1
Gott lässt sich von keiner Ignoranz abschütteln. Wo Menschen miteinander fertig sind und Striche ziehen, zieht Gott nie einen Strich. Gott ist unschockierbar. Gott ist enttäuschungsresitent. Egal, wie weit die Menschen von ihm abrücken, er bleibt. Gott will unter allen Umständen die Gemeinschaft mit Menschen. Gott ist ein einziges Du zu Nächsten. Seine Existenz ist eine premanente Einladung. Er hält unablässig nach Davongelaufenen Auschau. Er ist mit niemand fertig, auch wenn der nichts von ihm wissen will. Gott lässt sich nicht abschütteln. Er ist ungebrochene Liebe in Person. Ein lebenslänglicher Liebhaber, den keiner mehr losbekommt.
Die Lebenwege der Menschen halten ihn nicht auf. Er will die Frommen und die Sünder. Er hält Ausschau nach den psychisch Kranken und die im Leben Gestrandeten. Er will die Gestressten und die Verzweifelten. Er sucht, die die andere übers Ohr hauen, die Gammler und Taugenichtse. Alle die uns längst nicht mehr interessieren, wecken sein Interesse. Egal woher einer stammt, wieviel Körbe er von Einzelnen einstecken musste, er will sie an seinen Tisch zu Brot und Wein einladen. Lieben und mit seinen Geliebten feiern ist seine Vission. Er bohrt sein Heil regelrecht in diese Welt. Er pflanzt Christus wie eine Osase in die Wüste. Die ganze Welt ist mit diesem Erbe schwanger.
Hier bin ich heißt; Ich will dich! Er will jeden! Hier bin ich ist die Realpräsenz des Christus. Somit ist Leben, ist Lebensgestaltung eine einzige Einladung in die Gottesgegenwart. Das ist der eigentliche Sinn unserer Existenz. Wir sind die Eingeladenen und sind gleichzeitig die Einladenden.  Unser Arbeiten, Tanzen und Singen ist eine einzige Einladung zum Tisch des Herrn. Wenn Gott hier ist, sind wir die zum Leben Befreiten, die andere frei machen. Das ist die Hoffnung, die eine gottabgewandte Welt braucht.
Sehen wir unser Dasein, als eine persönliche Einladung zum Mahl?

Tragende Glücksmomente 

Freude sind die Perlen, die wie Glücksmomente der Unendlichkeit in unser Leben fallen.
„Es freue sich das Herz derer, die den Herrn suchen!“

Sp. 105, 3
Sich tiefgründig freuen, hängt unmittelbar mit der Suche des Herrn zusammen. Freude fällt nicht einfach zu, sondern ist an eine Bewegung geknüpft. Freude ist ein Schatz, der entdeckt werden will. Dieses befreiende Glücksgefühl, in dem die Dankbarkeit in uns überschäumt, liegt nicht einfach auf der Straße. Diese Momente in denen ein Mensch mit sich im Reinen ist, in denen alles passt, wo wir von der Ewigkeit geküsst werden, liegen in unserer Gott-Suche. Freude ist die Ernte der Aufbruchstimmung. 
Suchen kann der Mensch, wenn er etwas vermisst, wenn er einen Mangel verspürt. Dass ein Mensch Gott sucht, hängt mit seiner Sehnsucht nach Erfüllung zusammen. Gott selbst hat in den Menschen den Wunsch nach mehr gelegt.  In uns liegt das Bedürfnis, über uns selbst hinauszuwachsen. Es ist das ursprüngliche Bedürfnis, in all unserer Unruhe,  in Gott zur Ruhe zu kommen. Wenn wir uns zu Gott auf den Weg machen, anfangen ihn zu suchen, dann ist das bereits die Antwort auf die Sehnsucht, die er in uns gelegt hat. Gott zu suchen ist das Echo, dass seine Liebe bei uns angekommen ist. Es ist unsere Gückmeldung; Gott ich habe deine Gegenwart vernommen. Die Suche ist der Drang nach noch mehr Gemeinschaft mit Gott. Es ist der Moment, an dem sich der Mensch an Gott verliert.
Heute ist Sonntag; der Tag, der ganz besonders für die Gott-Suche bestimmt ist. Um Gott nahe zu sein, suchen wir das Wort, suchen wir Christus, suchen wir das Mahl in der  Gemeinschaft der Erlösten. Hier hat der Gottesdienst, hat die Gemeinde  ihre zentrale Bedeutung. Gottesnähe erfahren wir sicher auch in der Schönheit der Natur, doch wo Christus in Brot und Wein in den Menschen eingeht, ist die unmittelbare Berührung mit der Ewigkeit. Wo wir zielstrebig auf diesen heiligen Moment zugehen, hat die Freude ihren Ursprung. Da entfaltet sich genau die Freude, die auch die harten Schläge des Lebens überdauert. Das ist die Freude, die wie ein nie endender Sonnenaufgang über dem ganzen Tag steht. Egal, was an diesem Tag passieren wird, es trägt  die Energie des goldenen Tagesanfangs.
Was suchen wir sonst noch, wenn in dieser Begegnung alles zum Freuen liegt?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Vom anderen Ufer

Text: Johannes 21, 1-14

Vom anderen Ufer

Desaster Woche mit Karfreitag liegt hinter Menschen, die an eine gewaltige neue Idee glaubten.  Schwarze Wolken über der Auslöschung des Hoffnungsträgers lähmten die Gläubigen.  Schlagartig alles am Nullpunkt. Gott ist tot, jetzt ist alles aus. Alltagstrott, du hast uns wieder. Doch selbst der ist erfolglos. Alle Arbeit für die Katz´. Eine volle Nachtschicht umsonst. Einige Jünger am See, ein Pleiteunternehmen. Gleichgestellt mit denen die gearbeitet haben und dennoch am Ende die Lohntüte leer bleibt.

Urgemeinde, – gerade dabei in Schall und Rauch zu verpuffen. Das war´s dann mal Petrus, wenn da nicht im Morgengrauen, der am anderen Ufer stehen würde.

 

  • Christus verbindet

 

Im Morgengrauen stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger erkannten ihn nicht.

Das Unscheinbare, die Dämmerung sind die Plätze an denen sich der auferstandene Christus zeigt. Jesus durchdringt Gewohntes. Ungefragt und unerwartet knüpft er Kontakt zu den Seinen und mischt sich in ihr Programm ein. In die Sinnlosigkeit, kommt durch die Begegnung im Morgengrauen eine eigenartige Bewegung. Bei der Arbeit kommt es zu einer Begegnung mit einer anderen Welt. Dem Auferstandenen begegnen, ist zugleich real und doch geheimnisvoll. Die Jünger erfahren Gott in der Nüchternheit einer vergeblich durchgearbeiteten Nacht. Der Herr macht den Anfang. Es gibt keine andere Gotteserfahrung, als dass Gott kommt und sich zeigt. Die Begegnung mit dem Auferstandenen passt meistens nicht in unser Konzept und kommt dort, wo man nicht damit rechnet. Sie wird nie passen, sie wird immer unerwartet auf uns treffen.

Hier kommt der lebendige Gott, nicht der gnädiger Weise fragende Mensch. Christus legt sein erkannt werden in einfach verständliche Zeichen. Dass „er es ist“, zeigt er im gemeinsamen Essen. Tischgemeinschaft ist für Jesus Lebensgemeinschaft. Eine Einladung zum Essen ist nicht in erster Linie die Geste mit einem anderen meine und seine Hungergefühle zu stillen. Es ist das tiefe Anliegen nach Gemeinschaft. Benedikt betrachtet die Mahlzeit im Kloster als einen Liebesakt. Es ist Gottes Art in der Eucharistie gegenwärtig zu sein. Durch die Einladung zu Tisch, durchbricht Christus das verleugnet und verlassen werden, das seinen Jüngern noch von den Tagen zuvor in den Knochen steckt. Genau wo der Bruch das Miteinander mit Christus für immer hätte beenden können, knüpft er zusammen. Er stellt klar, wir stehen wieder am Anfang der Berufung, wo wir schon einmal begonnen haben. Bei der Mahlgemeinschaft hat Christus immer das ganze Gottes Reich vor Augen. Gemeinschaft mit Gott wird nicht gemacht, sondern liegt allein in der Selbstoffenbarung des auferstandenen Christus.

Glaube beginnt dort, wo wir uns bedenkenlos auf den Andersartigen einlassen; dort, wo er sich zu erkennen gibt.

 

  • Christus bricht auf

 

Wenn Christus die Gemeinschaft zu den Menschen sucht, hat er immer ein Programm. Sein Befehl „werft das Netz aus“ ist die eigentliche Bestimmung der Christus Jünger, – Menschen zu gewinnen. Ich will euch, für das, was ich mit der Welt vorhabe. Durch die Ereignisse stellt Jesus klar – fischen „auf eigene Faust“ ist vergeblich. Doch fischen „auf sein Wort“ macht den Ertrag kaum fassbar. Dieses Wort ist Dynamik, ist Aufbruch. In diesem Wort ist die explosive Gottesenergie. Es übersteigt alles Fachwissen und lebenslange Erfahrung. Dieses Wort ist die Gabe Christi, die die Kirche in die Weite aufbrechen lässt.

Wo enden denn die vielen „Gemeindeaktivprogramme“ die auf „wir sollten mal“ und nicht auf sein Wort aufgebaut sind? Christliche Gemeinde kann nicht gemanagt werden. Es geht nicht um menschliche Bedürfnisse, die irgendwie fromm gestillt werden müssen. Kirche als Dienstleister, die ihre Sache ohne ihren Herrn versucht. Das Wort des Christus, ist die Autorität der Kirche. Die Kirche hat keine Lehrmeinung zu vertreten, keine Vorbilder zu verteilen, oder klassische Lebensmuster zu propagieren. Sie hat einen durch sein Wort an ihr handelnden Christus. Ohne Auferstehung ist jede Predigt vergeblich.

In der Auferstehung liegt die ganze Willenskraft Gottes, seinen Acker nochmals komplett neu zu bebauen. Es ist die nicht zu bändigende göttliche Energie, die Menschen zum Außergewöhnlichem befähigt. Hier ereignen sich Dinge, die selbst den Beteiligten Augen und Ohren schlackern lassen. Das Wort besitzt die Macht, dass Fachleuten, die sich eine Nacht in ihrem Spezialgebiet umsonst mühten, wie durch einen Spuk, das Netz überquillt. Das Wort handelt immer gegen bestehende Denksysteme. Deshalb muss Verkündigung Ereignischarakter besitzen, weil sie den aktiven Gott enthält. „Wann immer die Kirche sich auf anderes verlassen hat, als auf den lebendigen Christus, war sie kraftlos und unglaubwürdig,“ sagt Gottfried Voigt.

Auch wenn Gemeindebau mühsam scheint, Diakonissen und Orden vom Aussterben bedroht sind, Kirchen immer leerer werden, zeigt uns dieses Wort, dass aus ein paar resignierten und frustrierten Jüngern, ein unübersehbares Gottesvolk geworden ist. Keinem noch so verbogenen Regime oder Ideologie ist es gelungen, dieses Gotteshandeln auszuradieren. Das Wirken Jesu ist konstant und lebt von permanentem Aufbruch. Es ist geprägt von dem „an Land ziehen“, aus gottfernen, Gott nahe Menschen zu machen. Er hat die Vision von einem farbenprächtigen ökumenischen zukünftigen Jerusalem, wie der Maler Sieger Köder eindrücklich in der St. Josephs Kirche in Bad Urach in sein Altarbild gebannt hat. Ökumene ist nicht eine Frage von Kirchendiplomatie, sondern ist in der Auferstehung Christi verankert.

Die Konfrontation mit dem Auferstandenen trifft auf gegensätzliche Temperamente.

 

  • Christus vereint

 

Nebenbei erhalten wir das Psychoprofil von 2 Jüngern in einem Boot. Es heißt zwar Gegensätze ziehen sich an, doch liegt in der Regel in der Andersartigkeit meines Nächsten die Problematik. Es begegnet uns der forsch zupackende Aktionsmensch Petrus und der vorsichtig zurückhaltende Erkenntnismensch Lieblingsjünger, ohne dass darüber eine Qualitätsbewertung aufgestellt wird. Da wo wir Menschen uns durch die Andersartigkeit des Anderen oft auseinanderdividieren und gegenseitig die jeweiligen Unmöglichkeiten vorhalten, nimmt Jesus die Gegensätze als Grundlage für seinen Gemeindebau. Es gibt keine Erörterung von Frömmigkeitsformen, oder eine Diskussion über Kontemplation und Aktion, sondern Christus bringt Extreme unter einen Hut. Jede einzelne Persönlichkeit ist durch den einen Christus gemeint, der die Gemeinde zusammenhält. Durch Christus wird die Kirche zum Raum größter Verschiedenartigkeit, die doch die größte Einheit darstellt. Christus uniformiert nicht, presst nicht in einen frommen Klassiker, sondern vereint den Sturm und Drang Petrus mit dem stillen zaghaften, wahrnehmungsstarken Lieblingsjünger. Gemeinde Christi ist ein Verein von Extremikern, die durch Christus verwandelt wurden. Über Christus klappt etwas, was sonst zu Mord und Todschlag führen würde und mit keiner noch so großen Toleranz zusammengehalten werden könnte. Die Eintracht der Verschiedenartigkeit der Glaubenden, wirkt der vom anderen Ufer.

„Sieh, wie fein und lieblich ist´s, wenn Brüder friedlich beieinander wohnen.“ Der auferstandene Christus vereint die Vielfalt der Kirche zu dem einen ewigen Gottes Reich. Und das geschieht mitten im Alltäglichen, in dem er sich unverhofft zu erkennen gibt. Unser täglicher Trott ist genau der Ort, an dem sich der Auferstandene vergegenwärtigt. Daher sollten wir gerade im Morgengrauen, im Frust und aller Verbitterung hellwach sein, damit wir auf sein Wort, die Netze auswerfen.

Fremdgehen in einer anderen Welt

frisch Verliebte leben wie in einem Ausnahmezustand.
„Die dein Heil lieben, lass allewege sagen: Der Herr sei hoch gelobt!“

Ps. 40, 17
Liebe verändert zwei Menschen, den, der geliebt wird und den der liebt. Bei der Liebe könnte man sagen, da geht es nicht mit rechten Dingen zu. Liebe durchbricht das rationale Denken und steigt bei sachlichen Fakten einfach über den Gartenzaun. Daher hängt für frisch Verliebte der Himmel voller Geigen, wo andere nicht mal einen Ton wahrnehmen. 
Wo jemand das Heil liebt, steigert sich die „Verrücktheit“ der Liebe. Da ist ihm Christus zum Lebenspartner geworden. Da geht das Wort aus und ein, da zergeht die Hostie auf der Zunge. Der Leib Christi verkörperlicht sich im Liebhaber. Das Heil lieben, ist das fremdgehen in einer anderen Welt. Es ist das Umarmen von allem, was Gott ausmacht. Das Heil lieben, ist in die völlige Hingabe zu verfallen. Es ist die Ganzhingabe an seinen Schöpfer. Gott erhält dabei die Freiheit, sich voll und ganz in einem Menschen auszutoben und sich zu verewigen. Das geschieht auch, als Jesus den Zachäus vom Baum herunterrief, und bei ihm einkehrte. Wo ein Mensch das Heil liebt, hat lange vorher Gott die Sehnsucht geweckt. Dieses Verlangen trieb Zachäus überhaupt auf den Baum. 
Wo Christus eingeht, geht er durch und durch. Da verwandelt sich das Wort, die Eucharistie in Lob. Da wird das Leben zur Anbetung. Da sind alle Handlungen eine Verherrlichung Gottes. Da jubelt die ganze Schöpfung. Da schwingen nicht nur die Lippen ein paar große Worte, da ist jeder Handgriff von Liebe infiziert. Wo das Heil geliebt wird, kann ein Mensch nicht mehr lau, träge oder schlampig seine Arbeit verrichten. Da erhalten die Beziehungen zu Menschen ein neue Qualität. Wer das Heil liebt, wird selbst zum Heil für die Welt.
Spüren wir da nicht den Drang, uns ganz neu in das Heil zu verlieben?

Unvermutete Nähe 

manch einer ist mit seinen Schmerzen verheiratet.
„Er wird mich ans Licht bringen, dass ich seine Gnade schaue.“

Mich. 7, 9
Jeder kennt die düsteren und schweren Tage. Da sind Zeiten, in denen man im eigenen Saft schmort und keinen Ausweg sieht. Dauerstress und Probleme, die sich einfach nicht regeln lassen. Das ist wie bei den Jüngern, die sich nach Ostern nur noch in einem Loch verkrümeln wollten, um mit dem ganzen Erlebten fertig zu werden. Ihr Meister ist am Kreuz geendet und somit hat für sie nach verheißungsvollen Zeiten ebenso ein Kreuzweg begonnen. Überall nur Klage, Ach und Weh.
Unbemerkt begegnet ihnen Jesus auf diesem Rückzugsweg in die eigenen vier Wände. Sie nehmen ihn mit und laden ihn zum Essen ein. Beim Brotbrechen, o welch ein Wunder. Sie erkennen den Auferstandenen. Mitten in ihrer verzweifelten Situation ist Christus gegenwärtig. Da geht in der Nacht ein Licht auf. Da werden sie vom Erbarmen Gottes umschlossen. Mitten in aller Hoffnungslosigkeit feiert Christus mit den Seinen Eucharistie. Gerade wenn uns alle Lichter ausgehen, geht sein Licht an. Christus ist viel näher an unserer Not, als wir je wahr haben. Wir erfahren Gnade mitten in den beklagenswerten Umständen unseres Daseins. Dort wo menschlich der Ofen aus ist, ist schon längst die Wärme Christi da. Dort wo wir anfangen, uns mit unserem Elend zu arrangieren, feiert Christus seine Gegenwart. 
Wir trauern über dem Schicksal. Wir suchen Jesus im Grab, das er längst verlassen hat. Wir wundern uns immer neu, das er Tod, Grab und Nacht hinter sich lies und bleiben in unserem Trauer stecken. Wir müssen vergegenwärtigen, dass er gerade in unserem Jammer gegenwärtig ist. Somit ist genau dort, wo wir es nie vermuten, das Licht und die Gnade.

Christus lässt sich in seiner Fremdheit erkennen, wo wir mehr mit dem Schmerz vertraut sind.
Warum sollten wir in unserer Verzweiflung stecken bleiben, wenn bereits so viel Licht unter uns ist?