Wenn Blicke heilen

Wer die DNA eines Menschen kennt, kann zu ihm alle Türen aufmachen, weil er weiß, ob er drücken oder ziehen muss, um mit ihm zu kommunizieren.

„Der Herr erforscht alle Herzen und kennt alles Sinnen und Trachten der Gedanken.“1.Chr. 28,9

Das ist fast schon ein wenig unheimlich, wenn jemand solch einen Durchblick hat. Gott kennt die kleinste Regung eines Herzens, die kein Mensch wahrnimmt, er durchschaut alle Gedanken, die wir selbst nicht einmal unter Kontrolle haben. Hinter solch einer Wahrnehmung steckt höchste Sensibilität. Ihm geht da nicht das Geringste durch. Er erfasst den Menschen in seiner ureigensten Art. Welch ein Durchblick, welch ein Verstehen. Wir können es daran einmessen, wenn wir Jahrzehnte mit Menschen zusammenleben, selbst mit einem ganz eng verbundenen Partner, wie wir immer wieder entdecken, wie wenig wir den anderen kennen und wie schwer es ist, innerste Vollzüge zu verstehen. So etwas kann man durchaus lernen, wenn man bereit ist sehr viel Geld für die entsprechenden Seminare in die Hand zu nehmen. Man lernt dabei die DNA eines Menschen kennen und kann feststellen, wie er tickt. Wenn man das versteht, kann man sein Gegenüber so erfassen, dass man sich in der Kommunikation voll auf seine Art einstellt und weiß, wie ich ihm begegnen muss, dass wir uns verstehen. Missverständnisse werden reduziert, Aggressionen abgebaut, und die Verständigung ist möglich, wo man bisher vor verschlossenen Türen stand. Das was wir mühsam erlernen müssen, ist für Gott alltäglich und normal. Er kann jedem so begegnen, wie er es braucht. Dem forschen, leidenschaftlichen, kämpferischen Petrus, der an seinem Eifer keinen Zweifel lässt, begegnet Jesus mit der demütigenden Aussage: Ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Ein Tiefschlag für einen, der es absolut ernst meint mit seiner Hingabe für den Herrn. Dem jahrelang Gelähmten, der unter seinem Schicksal müde geworden ist sagt er: Steh auf, nimm dein Bett und gehe heim. Haarschaf erkennt Gott, wer ermutigt werden muss und wem in seiner Fehleinschätzung zur Landung geholfen werden muss. Mit solch einer treffenden Einschätzung beginnt großartige Führung. Gott weiß, wie er uns nehmen muss.

Die Fehleinschätzung eines Menschen, kann ihn nicht dorthin entwickeln, wozu er seine eigentliche Veranlagung hat. Wir Menschen reiben uns oft an unserer gegenseitigen Andersartigkeit. Der Mangel an Verständigung produziert immer mehr Stress, bis es irgendwann zum Bruch kommt. Wo Gott Herzen erforscht und die Gedanken kennt, dient dieser Durchblick uns zum Besten. Darin liegt unser ganze Entwicklung und Genesung. Darin liegt das Heil werden der Welt. Wo wir in der Tiefe so erfasst sind, wird uns das größte Vertrauen entgegengebracht. Wir können uns voll jemand öffnen, der uns total versteht. Wir können Vertrauen fassen und am Glauben festhalten, weil wir in unserer ganzen Existenz wahrgenommen sind. Es muss uns regelrecht zu dem hinziehen, der uns in unserer Einzigartigkeit erfasst hat. Darin liegt unsere ganze Hingabe an Christus und sein Wort. Wo uns so viel Vertrauen hingestreckt wird, können unser Herz und Hände zu zupacken.

Ist es nicht ein halb Himmelreich, wo solch eine Menschenkenntnis auf uns fällt?

Auslegungen für jeden Tag
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Leuchtender Dauerbrenner 

Schwarzseher können nicht hoffen.
„Du, Herr, bist meine Leuchte; der Herr macht meine Finsternis licht.“

2. Sam. 22, 29
Finsternis ist in der Bibel immer das abgeschnitten sein von Gott. Dabei sind die Menschen darauf angelegt nach Licht und Glanz zu streben. Sie sind wie die Fliegen, die in der Nacht vom Licht angezogen werden. Wir entdecken ständig wie lichthungrig wir sind, weil so vieles um uns Nacht ist. Es gibt so viele Situationen, die völlig ohne Glanz sind, Augenblicke in denen uns die Nacht auffressen will. Es ist wie in einem Tunnel, wo alles schwarz ist und ein Ende mit  dem erhofften Licht nicht in in Sicht ist. Finsternis sind die Momente in denen alles hoffnungslos scheint. Finsternis kann auch sein, wo wir mit vollem Eifer einem Irrtum nachlaufen. Wie Paulus vor Damaskus, der aus einem Verfolger zum Nachfolger wird. Für ihn war Finsternis sein Verfolgungswahn. Aus diesem Schwarzsehen und diesem Irrtum, kann kein Mensch aus sich heraus flüchten. Da braucht es die Erkenntnis, wenn es hell werden soll, geht das nicht aus mir heraus.
Finsternis kann nur Gott durchbrechen. Die Nacht wir hell, wenn man ein Licht anmacht. Gott hat Christus angemacht. Für meine verzweifelten Situationen gibt es einen Finsterniskiller. Wo alle mein Verusche ins Leere gelaufen sind, wo ich an menschlichen Grenzen auflaufe, reißt mich Christus raus. Dort wo in mir nichts mehr leuchtet, wo ich unter dem Zustand leide, dass Gott so weit weg ist, ist Christus der Lichtpunkt. An ihm entscheidet sich, ob wir wieder zum strahlen kommen. Das was wir aus uns heraus nie schaffen werden, dass wir ein leuchtender Dauerbrenner sind, das haben wir in ihm. 
Wo es bei uns finster ist, gibt es nur die eine Frage, holen wir uns Licht von diesem Licht?