Ewig ist jetzt

Jeder Augenblick birgt einen Funken von Ewigkeit.
„Alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun.“

Pred. 3, 14
Wann beginnt die Ewigkeit? Eine Frage, die viele ins Jenseits datieren. Dabei ist ewig jetzt. Dort wo sich Zeit und Ewigkeit kreuzen ist in diesem Augenblick. Die Erfahrungen des Ewigen, dessen wo Gott Anfang und Ende ist, machen wir nicht gestern und nicht morgen, sondern in diesem augenblicklichen Moment. Das allumfassende, unvergängliche Reich Gottes begegnet uns nicht in der Vergangenheit, noch in der Zukunft, sondern in der Gegenwart. Die Gottesoffenbarung ist in diese Sekunde und Minute gelegt. Ewigkeit ist eine absolute Live-Erfahrung. „Alles, was Gott tut“ ist in der Sache, die Begegnung mit dem aktiven Ewigen. Auch wenn Gott in der Vergangenheit gehandelt hat und in der Zukunft handeln wird. Doch Gestern war und ist vorbei, da kann nachträglich keine Handlung mehr stattfinden. Morgen ist noch nicht, auch da finden jetzt noch keine Handlungen statt, das ist Zukunftsmusik. Die Aktivität des ewig handelnden Gottes ist jetzt. Der jetzige Augenblick ist die goldene Stunde, in der Gott mit uns und an uns etwas für die Ewigkeit schafft.
Was auf ewig besteht, ist unvergänglich. Viktor Frankl sagt: Was wir einmal gezeitigt haben, ist für immer verewigt. Das, was in diesem Augenblick geschieht, geht für alle Zeiten in die Geschichte ein. Wir kennen das von unvergesslichen Momenten, die wir voll ausgeschöpft haben und in ganzer Intensität in uns aufnahmen. Da sind Augenblicke zu einem unvergesslichen Wert geworden. Da haben wir intensiv gelebt und hatten erfüllende Erlebnisse mit lieben Menschen. Da begleiten uns Lebenserfahrungen im Guten wie im Schweren ein Leben lang. Es waren alles Jetzt-Erfahrungen. 
Gott will das Leben ewigkeitsträchtig machen. Er will mit seinem Tun unsere Tage satt machen. Er will sich in uns verewigen. Das geschieht einzig, wenn wir voll und ganz im Jetzt leben. Da dürfen wir nicht in den Geschichten unserer Vergangenheit leben, wie bei vielen alten Menschen, in denen immer noch die Erinnerung des letzten Krieges hochkommen. Genauso wenig ereignet sich das eigentliche Leben, wenn wir nur von den Planungen auf das Morgen getrieben sind. Wo die Tage nur mit der Sorge um die Zukunft angefüllt sind, kann sich im jetzigen Augenblick keine Ewigkeit ereignen. Wir betrügen uns um die wertvollste Gotteserfahrung und um das eigentliche Leben wo wir in unserer Zeit, dem Jetzt und Ewigen keinen Raum geben.
Wie wollen wir Gott erfahren, mit all dem, was er in uns verewigen will, wenn wir gar nicht in diesem Augenblick anwesend sind?

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Lieben statt hauchen

Schwergewichte gibt es in dieser Welt nicht.
„Nur Hauch sind die Menschen, Trug die Sterblichen. Auf der Waage schnellen sie empor, allesamt leichter als Hauch.“

Ps. 62, 10
Ohne Gott verpufft Leben in der Bedeutungslosigkeit. Da ist nichts was trägt, und dem Dasein Gewicht gibt. Erschrecken wir nicht oft, über der Schattenhaftigkeit des Lebens? Was haben wir uns am Jahresanfang für diese Jahr vorgenommen und nun ist bereits das halbe Jahr vorbei. Ruckzuck vergehen die Jahre und wir haben den Eindruck, die Zeit läuft immer schneller. Von dem was wir anpacken wollten, ist so wenig geworden. Der Alltag frisst und belastet. Hauch, Schatten, Scheinblüten, Sterblichkeit. Was bleibt am Ende? 
Unser Wort heute ist auf der Suche nach Beständigkeit, nach etwas was bleibt. Am Ende steht die Sinnfrage. Die Waage zieht Bilanz. Im Rückblick erkennen wir, was hat´s gebracht. Gott richtet unseren Blick auf einen Schreckmoment – empor schnellen. Er will dem Jetzt Gewicht geben. Der heutige Tag soll nicht in der Bedeutunglosigkeit verschwinden. Jesus gegen das Emporschnellen. Dasein hat seinen Wert im Ewigen. Christus ist das Gegengewicht zur Sterblichkeit. Erlösung schafft Sinn. Wert bekommt ein Leben, wenn Christus mehr Raum einnimmt. Das Flüchtige, das sich ständig Auflösende bekommt durch Christus Bodenhaftung. 
Die nach oben schnellende Waage will Glauben wecken. Sie will uns Mut machen, unser Leben vom Ende her zu betrachten. Sie will der flüchtigen Zeit Tiefe geben. Wo wir die Bilanz vor Augen haben, wird Christus in der Zebrechlichkeit unserer Tage bedeutungsvoller. Dem dahinhauchenden Sterblichen, kann nur die Macht der Liebe etwas entgegensetzen. Wo die Christus-Liebe treibt, schnellt keine Waage hoch.
Hauchen wir noch, oder lieben wir schon?

Darf’s ein bisschen mehr sein?

und der Metzger fragt immer wieder: darfs ein bisschen mehr sein?
„Die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte.“

1. Mose 3, 6
Gleich auf den ersten Seiten der Bibel geht es um die alte Leier der Menschheit; die Versuchung. Der Mensch als Geschöpf will besser sein als sein Schöpfer. Es geht um das bisschen mehr sein als Gott. Er will selbst den Ruhm und die Ehre absahnen, die allein Gott gehört. Der Mensch aus Gott geschaffen, steht ständig in der Gefahr, seinen Erbauer zu hinterfragen und aus seiner Führung auszubixen. In uns liegt ein Widerstandsgen, das uns ständig gegen Gott ausspielen will. Gut zu essen, Lust für die Augen, verlockend intelligent, sind die prickelnden Reize, mit dem das Angenehme und Schöne unser Eigenes mehr in den Mittelpunkt stellt. Sowie der Mensch seine Lust und Interessen in den Vordergrund stellt, übernimmt er die Führungsrolle und lässt Gott einen guten, frommen Mann sein. An diesem Lustprinzip scheiden sich die Geister und fangen wir an unseren Lebenssinn zu verspielen. 
Es ist die Mehrwert-Frage, die alles entscheidet. Wo die Lust mehr auf das Eigene schaut, will Gott mehr Christus in uns verankern. Was nützt es die ganze Welt zu gewinnen, und sich selbst zu verlieren, heißt es im Lehrtext. Dem was uns das Lockende schmackhaft machen will, müssen wir mehr Christus entgegensetzen. Die Anfechtung will uns mit dem Vergänglichen verheiraten, Christus will das Bleibende ins Leben bringen. Alle Verlockungen wollen diese ewige Herrschaft madig machen. Wir sind für das Leben an Gottes Seite gedacht, daher brauchen wir mehr Christus. Wenn das, was vor unseren Augen schillert mehr zu Christus führt, ist es ein Gewinn, wenn es von ihm wegtreibt, ist es unser Untergang. Jede Anfechtung stellt uns vor die Entscheidung, mehr ich oder mehr Christus.
Wie sieht unsere Wahl aus? Wie stellen wir uns dem, was eine Lust für die Augen wäre? Von was, darf es ein bisschen mehr sein?

Bleibendes ist unkaputtbar

Was kümmert es eine deutsche Eiche, wenn ein Dackel an sie pullert?
„Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.“

Ps. 102, 28
Eine unvorstellbare Aussage, die uns da entgegen kommt. Gott bleibt! Gott wird nie alt! Das ist das krasse Gegenteil, von dem was wir tagtäglich erleben. Da ist etwas unverrückbar fest, das unzerstörbar ist. Unauslöschliches Leben, inmitten von Sterben. Standfestigkeit, wenn alles zwischen den Fingern zerrinnt. Das bleibt etwas ewig jung, wenn das Leben wie ein Schatten an uns vorüberhuscht. Gott steht wie eine Eiche, auch wenn die Stürme drum herum alles zu Kleinholz machen. Dass Gott bleibt, gibt brüchigem Leben Halt. Dass er kein Alter kennt, ist die ewige Lebendigkeit, wenn wir alt aussehen.
Das Wort stammt aus einem Bußpsalm, bei dem der Beter bald verzweifelt, an der Vergänglichkeit seiner Tage. Doch nur ein Blick auf Bleibendes kann hochzucken. Nur etwas Unvergängliches kann trösten, wenn alles verwelkt. Bleibendes kann nicht aus dieser Welt kommen. Bleibendens kommt von der anderen Seite des Lebens. Der Glaube greift auf die andere Seite.

Er schafft aus verzweifelden Umständen, tragfähige Umstände. Wer an dem Bleibenden hängt, ist nicht dem Untergang ausgeliefert. Der Glaubende geht auf dem Wasser, indem normalerweise jeder ertrinkt. Wo der Glaube sich dem bleibenden Gott öffnet, verliert das Vergängliche seine bestimmende Macht.
Was hält uns noch auf, gerade wenn uns alle Felle davon schwimmen, zu glauben und zu stehen wie eine deutsche Eiche?

Worte die glühen 

wie wir im Vergänglichen das Bleibende gewinnen.
„Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.“

Ps. 119, 116
In unserem Gottesdienst verwenden wir Weihrauch. Für die Anbetung löst sich wertvolles Harz auf und steigt im Rauch mit unserem Lob zu Gott. Das geschieht mit einer glühenden Kohle. Erst wenn diese Kohle durch und durch Glut ist, kann sich der Weihrauch entfalten und das zum Ausdruck bringen, was Worte nicht sagen können.
Durch und durch leben und hoffen können liegt im Glühen. Hoffnung und Leben geschieht in einem durchdrungen sein. Das was uns erhält und glühen lässt ist das Wort. Es ist nicht die Kraft, die wir aus uns selbst entwickeln, es ist das Feuer, das die Kohle zum Glühen bringt. Das Wort ist die Macht die lebendig macht. Im Wort entfaltet sich Christus, der uns feurig in die Zukunft blicken lässt. Durch das Wort sehen wir weit über unser Dasein hinaus. Wir stehen im Horizont des Ewigkeitssonntags. Unser Hoffnung ist nicht Weltuntergang, sondern die Vollendung in Christus. Alles Unvollendete, was uns jetzt zu schaffen macht, ist nie das Ende. Das Ende ist, dass Unvollkommenheit nicht mehr sein wird. Das Wort gibt immer neu Anlass zu solch unverschämter Hoffnung. Das Wort hält uns lebendig, weil wir dadurch immer das Bleibende in aller Vergänglichkeit gewinnen. Wo wir im Wort bleiben, kann das Glühen nicht ausgelöscht werden. Im Wort bleibt in uns der Ewigkeitssonntag lebendig.
Wie sehr lassen wir uns durch das Wort immer neu entzünden?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Es gibt nicht verwelkende Werte

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setzen wir auf das was bleibt!

„Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
Jes. 40, 6.8

Ein starker Vergleich. Unser Leben ein Komposthaufen, das Wort Gottes, wie in Stein gemeiselt. Das einzig Beständige, das über allem dahinwelkenden Dasein steht ist das Wort. Es ist Christus in der Macht seiner Auferstehung, gegen das Sterben. Dieser ewig gültige Wert, kann allein dem Werteverfall etwas Tragfähiges entgegensetzen. Bei allem Ringen um Werte, können wir nie auf Dinge bauen, die zwar jetzt schön blühen, doch das Abblühen bereits in sich tragen. Irdisches Leben ist brüchig, es ist wie verfließender Sand, auf den man kein Hochhaus bauen kann. Selbst das Gute, das Gott in alle Schöpfung hineingelegt hat, ist für den Übergang bestimmt. Wir können keinen Halt in irgendwelchen verwelkenden Dingen finden.

Die einzige Sicherheit, die uns das Leben bietet, ist das was bleibt. Das ewige Wort. Statik gibt´s ausschließlich in Christus. Mit diesem Wert, können wir in  Zerbrüchen hoffen, in Ausweglosigkeiten einen frohen Mut entwickeln. Wir können wie ein Vogel am Morgen singen, wenn die Nacht noch dunkel ist. Der Glaube umschließt dieses ewige Gut. Wir sind nicht mehr geschockt, wenn die Blumen um uns herum verwelken, wenn Vertrauen enttäuscht wird, wenn wir den Eindruck haben, alles zerrinnt zwischen den Fingern. Wir definieren uns nicht über das Verwelkende, sondern über das was bleibt.

Wir haben tragfähige Werte. Worin liegt unsere Angst, dass wir unter Vergänglichem so leicht verzweifeln?   

Feste Schritte im Treibsand

zum Glück ist nicht alles brüchig.

„Wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der Herr, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben.“
Jes. 66, 22

Gott schafft Beständiges. Eine starke Sache, für Menschen, die tagtäglich von zerbrechenden Beziehungen, zerfallenden Werten, Schmerz und Tod umgeben sind. Alles, was wir in die Hände nehmen, wird uns auf kurz oder lang zwischen den Fingern zerinnen. Jedes Haus das wir bauen, braucht nach einiger Zeit wieder eine Sanierung. Jeder Garten wird zur Wildnis, wenn man nicht nicht in ihm arbeitet. Nichts von dem was wir in die Hand nehmen ist dauerhaft. Menschsschein unterliegt dem Kommen und Gehen der Schöpfung und das kann keiner aufhalten.

Wo der Mensch Beständigkeit und Sicherheit sucht, kann er sie sich mit keinen Mitteln dieser Welt schaffen. Bestand hat nur Gott, der nicht unter dem Sterbensprozess dieser Erde steht. Er schafft etwas Neues, etwas, was anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Der neue Himmel und die neue Erde sind die Welt Gottes, die durch nichts Böses zerstört werden kann. Es ist der Raum seiner Gegenwart, der ewig Bleibendes atmet.

Diesen Raum will er auch in unserem gebrechlichen Dasein einrichten. Etwas Bleibendes, wo alles dahinfließt. Gott will uns auf ein tragfähiges Fundament stellen, das unsere heißen Zeiten und Lebenstürme überdauert. Mit Christus will er uns zerfallsresistent machen. Er gibt uns durch den Glauben eine Bodenständigkeit, wo wir uns im Treibsand unserer Tage bewegen. Wir sind nicht ausgeliefert, wir werden nicht irgendwann vergessen sein, sondern durch Christus stehen wir unverrückbar fest, in einer Welt, die keinen Halt bieten kann.
In dieser neuen Welt liegt unsere Tragkraft, mit der diese unbestängige Welt überhaupt einen Halt haben kann.

Wieso sollten wir auf Menschen und Dinge hoffen,  wenn in der neuen Welt unsere Stabilität liegt?

Hingabe heißt loslassen

Hingabe, Gebeit, Reichtum, Fülle, sakrale Fotografie

in der Hingabe landen wir in der Fülle

Hochgebet – durchdringende Welten

Hingabe heißt,
allen geschenkten Reichtum
loslassen
und dem dankbar hinhalten,
der sowieso Grund
aller Fülle ist.

 

Sakrale Fotografie
Gedanke:
Bei unserem feiern vor dem Altar,

jubeln gleichzeitig die Irisblüten
auf dem Feld ihrem Schöpfer zu.
Anbetung findet immer und überall statt.
Gotteslob ist allgegenwärtig
und durchdringt alles
.

Zukunft wird gegenwärtig

Eucharistie, Christus im Heute, Anbetung, Lob der Natur

Zukunft beginnt jetzt

Hochgebet – durchdringende Welten

– sakrale Fotografie –

Zukunft wird gegenwärtig.
Vergangenes geheiligt.

In Christus vergeht nichts,
sondern strahlt auf
als allzeit bleibender Wert.

.

Gedanke:
Bei unserem feiern vor dem Altar,

jubeln gleichzeitig die Irisblüten
auf dem Feld ihrem Schöpfer zu.
Anbetung findet immer und überall statt.
Gotteslob ist allgegenwärtig
und durchdringt alles
.

Unlösbar verbunden

Vergängliches, Bleibendes Eucharistie, Abendmahl, Leib Christi

unlösbar verbunden

Hochgebet – durchdringende Welten

Vergängliches
wird durchdrungen von Bleibendem.

Der Leib Christi
verankert unsere Vergänglichkeit
in Räume,
die kein Vergehen kennen.

Gedanke:
Wenn wir vor dem Altar feiern,

jubeln gleichzeitig die Irisblüten
auf dem Feld ihrem Schöpfer zu.
Anbetung findet immer und überall statt.
Gotteslob ist allgegenwärtig
und durchdringt alles
.