Zur Ruhe kommen ist schöpferisch

Gute Ordnungen wollen befreien, nicht eingrenzen.

„Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen.“

2. Mose 34, 21



Was sollen in einer pluralen Gesellschaft derartige Bestimmungen? Per Gesetz und Vorschrift die Tage zu zählen und festzulegen, was wann gemacht werden soll.
Mit der Regel von 6 Tagen Arbeit und 1 Tag ruhen, dient Gott dem Menschen. Menschen sind weder Maschinen noch für´s Nichtstun bestimmt. Arbeit und Ruhe ist ein Lebensrhythmus, wie einatmen und Ausatmen. Sieben ist in der Bibel eine heilige Zahl, die für Vollkommen und Vollendung steht. Somit sind sechs Tage Arbeit die Grundlage, dass wir am siebten Tag die Erfüllung finden. Eine Gott gegebene Einheit, in der Menschen ihre Bestimmung finden. Im siebten Tag liegt der Raum der Begegnung, mit Gott und den Menschen. Somit liegt wahrer Gottesdienst, in der Ausgewogenheit von Arbeit und Ruhe, zwischen Kontemplation und Aktion.
Wo solche Ordnungen durchbrochen werden, werden Menschen zu Sklaven der Arbeit oder der Freizeit. Wer keine Unterbrechungen und Erholungsphasen bei seiner Arbeit mehr kennt, wird zum Getriebenen seiner Geschäfte. Wer nur noch Ruhe kennt, nicht mehr arbeitet oder arbeiten kann, kommt sich schnell überflüssig vor und findet keine Erfüllung.
Nicht eines ohne das andere. Gott schenkt dem Menschen Freiheit, durch klare Maßstäbe und und gute Ordnungen. Gute Arbeit darf in Gott zu Ruhe kommen und in ihm neue Kraft schöpfen. Gute Arbeit lebt vom siebten Tag, bei dem wir bei Gott zuhause sind. Gott baut uns durch einen schöpferischen Rhythmus auf.
Tun wir uns wirklich etwas Gutes, wenn wir diese Ordnungen durchbrechen?

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