Ein Geist gegen alle Trägheit

Der Geist bestimmt die Materie, also das, was im wirklichen Leben ankommt.

Mein Geist soll unter euch bleiben. Fürchtet euch nicht!“
Hag. 2, 5

Wenn Gottes Geist bleibt, dann ist das eine alles bestimmende Macht. Das Volk Israel kam aus der babylonischen Gefangenschaft in die Heimat zurück. Da könnte man meinen, jetzt herrsche wieder Aufbruchstimmung. Doch das Gegenteil war der Fall. Statt neuer Frische herrschte ein Geist der Trägheit, der den Tempelwiederaufbau ins Stocken brachte. Obwohl sie wieder zuhause waren, war der Ofen aus. Ein Ungeist der Gottverlassenheit lähmte jegliche Aktivität. Wir kennen alle solche Situationen zu Genüge. Da fällt einem alles schwer, weil der Antrieb fehlt. Das Miteinander in der Gemeinde ist belastet, im Betrieb herrscht eine elektrische Stimmung, die jede positive Entwicklung im Keim erstickt. Unter solch einem Ungeist kann sich kein Mensch entfalten. Das ist der Beginn der inneren Kündigung, nach der man nur noch Dienst nach Vorschrift macht. Da ist die Freude verflogen, irgendetwas Neues zu entwickeln. Da lässt sich auch mit Motivation nichts machen. Da ist Schwermut die Triebfeder und die Hoffnungslosigkeit das begleitende Klavier.

In solch einer trägen und trostlosen Situation soll mein Geist bleiben, versichert der Prophet Haggai. Da kommt in den heruntergefrusteten Geist, der Gottes Geist. Da kommt Heiliger Geist, der wieder bewegt. Wir wissen ja, der Geist bestimmt die Materie. Alles was durch unsere Hände und Füße geht, alles was durch unser Tun geworden ist, ist Geist der sich materialisiert hat. Der Geist bestimmt unser Handlungen und unsere Ergebnisse. Am Anfang steht das durch den Geist inspirierte Wort. Dieses Wort wird zur Schöpfung. Ungeist kann nur Schwere und Belastung produzieren. Wo der Geist nicht stimmt, kann aus dem Miteinander nichts werden. An unseren Ergebnissen, an unserer Stimmung, kann man sehen, welcher Geist uns treibt. Wo Gottes Geist ist, ist das schöpferische Wort aktiv. Da brodelt Gottes Heilwille. Dieser Geist soll bleiben. Für die Israeliten hieß das, der Tempelbau bekam Aufwind. Wo der Geist Gottes Menschen durchdringt, multiplizieren sich schöpferische Kräfte. Da durchdringt der lebensschaffende Geist allen lähmenden Ungeist. Dieser Geist generiert Leben unter allen Umständen. Dieser Geist setzt sich gegen allen niederdrückenden Widerstand durch. Die Bewegung dieses Geistes lässt sich durch nichts aufhalten und abschrecken. Dieser Geist ist der Widerspruch zu allem was müde macht.

Paulus beschreibt, dass die Liebe Gottes, diesen Geist in unsere Herzen gießt. Damit ist alles da, was jeglicher Trägheit entgegenwirkt. Ungeist verfliegt nicht wenn sich die Umstände andern, sondern dort wo in uns dieser Geist hineingegossen wird. Es ist völlig verkehrt zu meinen, wir sind die dem Ungeist Ausgelieferten. Nein, wir sind die dem Ungeist Entgegenwirkenden. Durch unsere Bereitschaft, den Geist in uns fließen zu lassen geschieht der Tempelbau. Daher haben wir nichts zu fürchten und alles zu hoffen.

Wie lange wollen wir noch warten und die widrigen Umstände anklagen, wenn dieser Geist bereits unter uns ist?

Auslegungen für jeden Tag
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So herrlich klein sein

Gottes Erwählen ist keine Frage von Ansehen und menschlicher Größe.

„Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.“

5.Mose 7, 7-8
Gott sucht nicht die Platzhirsche, die Top Ten der Besten, Reichsten und Schönsten. Bei der Vorstellung, von dem was groß ist, gehen die Maßstäbe zwischen Gott und Mensch total auseinander. Für Gott ist das Größte Herrlichkeit. Die Gottesgegenwart, die Raum und Zeit mit Licht und Liebe füllt. Groß ist, wo Gott sich in seiner Schöpfermacht entfalten kann. Wo die ganze Dynamik des Lebens zu spielen beginnt und in einem Menschen Gestalt gewinnt. Groß ist wo Gott ist. Um diese Größe zu entfalten, braucht er ein Menschenmaterial, in das er sich hineininvestieren kann. Die besten Voraussetzungen sind dabei die Geringen, die Kleinen, die Leeren, die ihm nichts vorzuweisen haben. Er nimmt die Gescheiterten, die Zerbrochenen und die Bedeutungslosen. Er bedient sich dafür des Plebs von der Straße. In der Ohnmacht kann er sich als mächtig erweisen. Die Gernegroßen, Privilegierten und Selbermacher sind ihm bei diesem Projekt eher hinderlich. Bei menschlichen Größen ist oft das Gefäß zu voll, um noch mehr eingießen zu können. Gottes Größe beginnt nicht auf der Geburtsstation eines Könighauses. Sie beginnt in Stall und Krippe. Jesu Tod war kein Staatsbegräbnis, sondern die verachteste Hinrichtungsmetode. Gott liebt das Geringe, weil da für ihn der größte Gestaltungsraum ist. Er liebt das was nichts hat, damit er es füllen kann. Für sein Projekt braucht er keine menschliche Vorleistung. Er adelt die Sünder und offenbart, was er damit machen kann.
Das nimmt denen, die noch nicht auf der Titelseite der Bildzeitung abgedruckt waren den Stress. Gott erwählt und liebt, nicht weil wir etwas können oder leisten, sondern einfach weil wir sind. Er nimmt nicht die Perfekten, sondern die für ihn Offenen. Er wählt die unfähig Bereiten, um mit ihnen Großes zu vollbringen. Vor Gott können wir nie das Geringe verachten, weil darin das größte Potenzial liegt. Angesichts der Größe Gottes gibt es keinen menschlichen Ausschuss. Gott lehrt uns viel größer von dem Kleinen und Unwerten zu denken. Es ist nichts so gering, dass nicht daraus Herrlichkeit entstehen würde. Daher keine Angst vor Schwachheit.
Wo glauben wir noch, wir wären für die Sache Gottes nicht ausreichend qualifiziert?

So herrlich klein sein

Gottes Erwählen ist keine Frage von Ansehen und menschlicher Größe.

„Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.“

5.Mose 7, 7-8
Gott sucht nicht die Platzhirsche, die Top Ten der Besten, Reichsten und Schönsten. Bei der Vorstellung, von dem was groß ist, gehen die Maßstäbe zwischen Gott und Mensch total auseinander. Für Gott ist das Größte Herrlichkeit. Die Gottesgegenwart, die Raum und Zeit mit Licht und Liebe füllt. Groß ist, wo Gott sich in seiner Schöpfermacht entfalten kann. Wo die ganze Dynamik des Lebens zu spielen beginnt und in einem Menschen Gestalt gewinnt. Groß ist wo Gott ist. Um diese Größe zu entfalten, braucht er ein Menschenmaterial, in das er sich hineininvestieren kann. Die besten Voraussetzungen sind dabei die Geringen, die Kleinen, die Leeren, die ihm nichts vorzuweisen haben. Er nimmt die Gescheiterten, die Zerbrochenen und die Bedeutungslosen. Er bedient sich dafür des Plebs von der Straße. In der Ohnmacht kann er sich als mächtig erweisen. Die Gernegroßen, Privilegierten und Selbermacher sind ihm bei diesem Projekt eher hinderlich. Bei menschlichen Größen ist oft das Gefäß zu voll, um noch mehr eingießen zu können. Gottes Größe beginnt nicht auf der Geburtsstation eines Könighauses. Sie beginnt in Stall und Krippe. Jesu Tod war kein Staatsbegräbnis, sondern die verachteste Hinrichtungsmetode. Gott liebt das Geringe, weil da für ihn der größte Gestaltungsraum ist. Er liebt das was nichts hat, damit er es füllen kann. Für sein Projekt braucht er keine menschliche Vorleistung. Er adelt die Sünder und offenbart, was er damit machen kann.
Das nimmt denen, die noch nicht auf der Titelseite der Bildzeitung abgedruckt waren den Stress. Gott erwählt und liebt, nicht weil wir etwas können oder leisten, sondern einfach weil wir sind. Er nimmt nicht die Perfekten, sondern die für ihn Offenen. Er wählt die unfähig Bereiten, um mit ihnen Großes zu vollbringen. Vor Gott können wir nie das Geringe verachten, weil darin das größte Potenzial liegt. Angesichts der Größe Gottes gibt es keinen menschlichen Ausschuss. Gott lehrt uns viel größer von dem Kleinen und Unwerten zu denken. Es ist nichts so gering, dass nicht daraus Herrlichkeit entstehen würde. Daher keine Angst vor Schwachheit.
Wo glauben wir noch, wir wären für die Sache Gottes nicht ausreichend qualifiziert?