Der Schreck ist weg

Es ist möglich, dass sich Schrecken in Frieden verwandelt.

„Du brauchst keine Angst mehr zu haben, denn Kummer und Not dürfen dich nicht mehr bedrücken; nichts wird dich mehr in Schrecken versetzen.“
Jes. 54, 14 (Hoffnung für alle)

Kaum vorstellbar, dass wir einmal nicht von Angst und Schrecken bestimmt werden. Doch was Jesaja hier ausdrückt, ist ein nicht vorstellbarer Umbruch. Eine Welt ohne Angst und Schrecken wird es nie geben, doch Gott nimmt den Druck raus. Kummer und Not bleiben, doch sie dürfen nicht mehr bedrücken. Die Angst wird immer da sein, doch ihr wird der Schrecken genommen. Die Spannungen des Lebens werden entspannt. Hier wird die Vision eines neuen Jerusalems aufgezeichnet, in dem die Trümmer wieder aufgebaut werden, doch damit geht der Prophet auf die Passion Jesu zu. Mit einem schrecklichen Tod, wird dieser Welt der Schrecken genommen. Am Kreuz entsteht eine neue Lebensperspektive. Da wird das was uns Angst macht überwunden.

Angst entsteht, wenn wir uns der Situation nicht gewachsen sehen, wenn Bedrohliches auf uns zukommt, dem wir hilflos gegenüberstehen. Ältere Menschen sind oft von Verlustängsten getrieben, weil ihre Kräfte nachlassen, sie nicht mehr so aktiv sein können und dann meinen, andere würden sich dadurch von ihnen zurückziehen. Angst entsteht, wenn bei einem Selbstständigen der Rentenbescheid eingeht, auf dem eine Rente von 123,25 € in Aussicht gestellt wird. Angst kann für einen Glaubenden wie Martin Luther auch sein, wie bekomme ich einen gnädigen Gott. Er litt darunter, dass er mit seinen Werken nie vor Gott gerecht werden kann, auch bei noch so viel Ablässen und Bußübungen. Sein Durchbruch war Christus. Da wird die innerer und äußere Not umgebrochen. Dem Bedrückenden, wird ein starkes Gegenüber gesetzt. Dem Angst Machenden, das die menschliche Ohnmacht offenbart, offenbart sich der mächtige Christus. Luther erfuhr darin eine fremde Gerechtigkeit, die seiner aufgescheuchten Seele Frieden verschaffte. Somit ändert sich, wenn wir keine Angst mehr haben brauchen, nicht die bedrückenden Umstände, sondern die Beziehung zu Christus. In dieser Beziehung, weicht das Bedrückende des Schreckens. Da können die Schüler des Amoklaufs in Florida wieder Lebenshoffnung entwickeln. Da können wir in den schrecklichsten Lebensszenen Frieden finden. Wenn Christus uns seinen Frieden lässt, kann er sagen: Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Somit können wir in allem Unfrieden in dieser Welt, in den Stürmen unseres eigenen Lebens, erst recht Frieden finden.

Wo suchen wir unsern Frieden, wenn die uns die schrecklichen Ereignisse aufwühlen und durchschütteln?

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Unverschämte Hoffung 

Es ist ein Traum, wenn alle guten Vorsätze in Erfüllung gehen.
„Der Herr wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen.“Jes. 25, 8
Was Gott sich vornimmt, das bringt er zu Ende. Allem Widerstand zum Trotz, stimmt bei ihm am Schluss das Ergebnis. Wenn wir uns z. B. für das neue Jahr gewisse Änderungen oder Erneuerungen vornehmen, fragen wir bereits nach 14 Tagen, wird sich da gegenüber dem alten Jahr vieles von dem bisherigen Trott verändern. Voller Hoffnung starten wir in der Silvesternacht ins Neue, verbunden mit allen guten Wünschen und sehen in den Tagen danach, wie Stück um Stück an den Alltäglichkeiten wieder aller Schwung ausgebremst wird. Auf dem Menschen mit seinen Plänen liegt viel Schmach und Schande. Aus anfänglich guter Hoffnung, stellt sich Normalität ein, also Hoffnungslosigkeit. 
Wenn Gott Schmach aufhebt, läuft da etwas grundsätzlich anders. Die Hoffnung, mit der er seine Sache beginnt bleibt. Er hat atemberaubende Pläne, will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen und das mit Menschen, die im dauernd querschießen. Zu all seinen großen Zielen, kommt eine gewaltige Widerstandskraft. Er lässt sich von nichts abhalten, auch wenn die Schuld der ganzen Welt dazwischen kommt. Er überwindet mit Christus die Absackermentalität des Menschen. Christus ist der Hoffnungsverstärker, dass das geschieht, was Gott sich vorgenommen hat. Gott erreicht dadurch alles, was er sich vorgenommen hat. Es steht außer Frage, dass Gottes Jahr gut enden wird.
Mit unserer Schmach zurechtzukommen ist eine Christusfrage. Wo der natürliche Mensch, an den Belastungen des Menschseins immer wieder die Segel streicht und in seiner Intension nachlässt, kommt für den Glaubenden durch Christus, ein immer neuer Hoffnungsimpuls. Da bleibt es nicht bei der anfänglich, einmaligen Hoffnung, die wieder schwächer wird, sondern da erhält Hoffnung einen dauernden Nachschlag. Wo die Widerstände und Lebensschläge kommen, ist dieser Hoffnungsträger in uns, der beatmet, wenn die Luft ausgeht. Wenn Paulus uns Mut macht: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet, dann wirkt hier genau der Hoffnungsträger. Mit Christus hat Gott den Trott der Hoffnungslosigkeit durchbrochen. Unsere Schmach ist weg. Wir können dadurch alles glauben und Unverschämtes hoffen. „Durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja, alles, was du tust ist gut.“
Was soll uns hindern, in dieser fröhlichen Hoffnung, alle Schwächen zu überwinden?