Die rechte Erkenntnis macht’s

wer den richtigen Schrei los lässt, kann mit Angst fertig werden.
„Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete mir.“

Jona 2, 3
Das sagt ein Prophet, der vor Gott geflüchtet ist. Gott aus der Schule laufen ist eine Spezialität des Menschen. Das Ende ist, dass es im Rachen eines großen Fisches finster wird, und wir im Meer des Vergessens untertauchen. Doch Flucht ist kein Weg, um mit Angst fertig zu werden; sie wird noch verstärkt. Wer in der Verzweiflung alles hinschmeißt, wird dadurch nicht erfahren, dass es wieder hell wird.
Was Jona in seinen dunklen Stunden in den Tiefen des Meeres rettet, ist der Blick auf den Herrn. Er schaut auf den, vor dem er davongelaufen ist. In der Angst hilft nicht die Flucht vor Gott, sondern die Flucht zu Gott. Gerade wenn die Wellen hochschlagen und keine Auswege zu sehen sind, hilft nur der Schrei zum Herrn. Wenn die Abwesenheit von Gott Finsternis ist, kann es nur die Hinwendung zu ihm hell werden.
Oft ist es so, dass gerade in den Krisen von Gott nichts wissen wollen, dass wir mit ihm und aller Welt fertig sind, doch gerade hier braucht es den Schrei nach ihm. In Bauch des Fisches, in der dunkelsten Stunde des Lebens, kommt es zur Gotteserkenntnis. Wo nichts mehr ist, wo ich mich selbst in meiner Nacht erkenne, kann nur das Christus-Licht hell machen. Wo diese Erkenntnis stattfindet, spuckt uns die Nacht aus und wir bekommen wieder Boden unter die Füße. Die Angst braucht die Gotteserkenntnis, dass es wieder Tag wird. Das ist die Türe, die uns ins Leben zurückwirft.
Die Angst lehrt uns schreien. Wollen wir verzweifelt über die Nacht schreien, oder zu dem schreien, des selbst das Licht ist?

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