Schiffbrüchige fallen ins Erbarmen

Gerade die vom Leben Gezeichneten, sind von Gott gezeichnet worden.

_“Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?
Ps. 94, 9

Wer solch eine Frage an das Leben stellt, stellt sie mit großer Weisheit. Er entlarvt damit die menschliche Kurzsichtigkeit und Schwerhörigkeit. Wo der Mensch glaubt, Gott sieht und hört nichts, angesichts der Lasten die auf seinem Leben liegen, dreht der Psalmbeter der Spieß um. Wie sollte einer, der die Sinnesorgane für die Kommunikation geschaffen hat, genau diese ignorieren? Wo Gott äußersten Wert auf die Gemeinschaft mit Menschen legt, wo er alles dazugegeben hat, ihn wahrzunehmen, wo wir ihn schmecken und sehen sollen, wie freundlich er ist, da soll er einen Rückzieher machen? O Mensch, du hast doch etwas an den Augen und Ohren. Hier wird eine tiefe Tragik des Menschen angesprochen. Bei allem was geschieht wird zuerst Gott hinterfragt, bevor man sich selbst hinterfragt. Für die Krankheit, für das Unglück wird ein Schuldiger gesucht, ohne dabei zu sehen, dass eine starke Hand alles zum Besten führen will. Wenn wir Fallen, meinen wir schnell, wir wären aus dieser starken Hand gefallen. Der Mensch hat ein Sehproblem, mit allen dem Schweren, das sich in einem Leben ereignet. Da legt einer seine Hand an uns, um sein Meisterwerk zu gestalten, ein echtes Kunstwerk aus uns zu schaffen, mit einer großen Vision unser Leben in die Zukunft zu entwickeln, und wir klagen den Handwerker an, der mit Hammer und Meißel eine großartige Arbeit macht. Wir hören Gehämmer und meinen, Gott will Krieg mit uns. Wir sehen nur die Brocken wegfliegen und glauben an Zerstörung. Wir sind diejenigen, die ständig in der Gefahr stehen, Gottes Handeln an uns fehl zu interpretieren. Wir klagen den an, der das Heil für uns im Auge hat. Mit unserer Sichtweise wollen wir Gott vorschreiben, wie er sich zu verhalten hat. Warum lässt Gott es zu, dass Jan Hus als leidenschaftlicher Verkündiger und einer, der die Kirche erneuern wollte, heute vor 603 Jahren auf dem Konzil in Konstanz als Märtyrer stirbt? Nur weil wir nicht hinter Gottes Geheimnisse blicken können, schreiben wir ihm vor, was er hätte anders machen sollen. Unsere Zweifel an ihm sind unser Problem. Die Spannung, zu glauben, auch wenn wir nicht sehen.

Vor was sollte der Glaubende erschrecken, wenn die ganze Lebensgeschichte in Gottes Händen ruht? Wie sollten wir je unter den Eindruck kommen, Gott sieht und hört nicht, wo er selbst der Raum zum Atmen ist? Wie sollte uns einer verlassen, der uns Kinder nennt? Hören und sehen sind die Organe, aus denen Gott gemacht ist. Ihm entgeht nichts. Da gibt es keine Partitionen auf der Festplatte, die irgendwelche Lücken haben. Gott ist uns näher als jeder Herzschlag. Er leidet mit uns jeden Schlag durch, der zur Vollendung unseres Lebens dient. Wenn Gott das Meer ist, braucht kein Seemann einen Schiffbruch zu fürchten.

Warum sollten wir mit Gott hadern, wenn ihm nicht das Geringste aus dem Ruder läuft?

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Eine Glocke will wieder Danke sagen
http://www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Advertisements

Worte die beugen und bauen

Manchmal erfordert es Mut, klar zum Wort zu stehen.

„So wahr der Herr lebt: Was mein Gott sagen wird, das will ich reden.“
2.Chr. 18, 13

Ein starkes Bekenntnis, das hier der Prophet Micha von sich gibt. Das Wort Gottes ist sein unverrückbarer Maßstab. Das Wort ist verbindlich für all sein Reden und Tun. Da ist nicht wichtig, was weder König noch Volk hören möchte, sondern die einzige Wahrheit, die von Gott kommt. Diese Auseinandersetzung war damals nicht anders als dann später bei Paulus, der Timotheus anhielt, nur das Wort zu predigen, zur Zeit und zur Unzeit. Von Karl Barth kam der Satz: Nur die Predigt des Wortes Gottes ist Gottes Wort. Menschen stehen immer in der Gefahr, das Wort abzuschwächen, es an den Mainstream anzupassen. So dass es noch interessant klingt, aber niemand wehtut und vor allem nicht irgendwie herausfordert. Dabei ist das gerade die Botschaft des Wortes, dass es den Menschen mit einer Wahrheit konfrontiert, die nicht schmeckt, die ungemütlich ist, die sich gegen die eigenen Vorstellungen wendet. Gottes Wort will wachrütteln, will ermahnen, will aufwühlen, will sich dem Bösen widersetzen. Wo die Klarheit dieses Wortes in diese Welt dringt, soll ein Umdenken, soll eine Neuorientierung ausgelöst werden. Das Wort ist ein Umbruch der Schöpfung, um sie zur eigentlichen Schöpfung zu machen. Dazu muss das Wort tiefe Schollen graben, es muss gewaltige Erdhaufen bewegen, es muss dazu Menschen völlig umkrempeln. Das ist beileibe nicht angenehm. Das sind dann oft harte und bittere Worte. Es sind Worte, die Menschen in den Grundfesten ihrer Überzeugung ins Wanken bringen. Es sind Worte, die im Unheil immer unterwegs sind, das Heil zu schaffen. Da wird Menschen-Wahrheit mit Gottes-Wahrheit konfrontiert. Was Gott sagen wird ist das Beste, was einem Menschen passieren kann, auch wenn es ihm auf den Zahn fühlt. Daher braucht es Menschen, die das reden, was Gott sagen will.

Wir leben in einer Zeit, in der das Individuum seinen Triumph feiert. Alles soll dem entsprechen, was mich fördert und mir gut tut. Selbst die Glaubenden suchen „Ihren“ Prediger aus. „Genau nach meinem Geschmack.“ „In diesem Gottesdienst kann ich mich wiederfinden.“ „Das ist für mich passend und angenehm.“ Doch was ist, wenn Gott nicht in unser Konzept passt? Was, wenn er etwas sagt, was wir nicht hören wollen? Was, wenn der Pfarrer uns plötzlich einmal auf die Füße tritt? Wie gehen wir damit um, wenn ein vollmächtiger Verkündiger uns sagt: So kannst du nicht weitermachen! Da muss jetzt etwas Grundlegendes in deinem Leben passieren. Dieses Stehvermögen braucht jeder, der mit dem Wort umgeht. Das Wort von Gott bleibt ein, den Menschen konfrontierendes Wort. Wir dürfen es nicht weichspülen, damit es angenehmer wird. Wo das Wort seine Eindeutigkeit verliert, ist es nicht mehr die Wahrheit, die von Gott kommt und hat nicht mehr die erlösende Kraft, die von Grund auf etwas heil werden lässt. Wo wir das Wort weitergeben, darf sich nie das Wort verbiegen, sondern muss der Mensch sich beugen.

Wo stehen wir in der Gefahr, das Wort zu verwässern, um niemand zu nahe zu treten?

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Unterstützung für die Glocke
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Lob hinausläuten

Wo man singt, da lasst euch ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

„Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“
Ps. 103, 1

Beim Gott loben schwappt das Herz über. Da platzen vor Begeisterung alle Nähte. Gott zu loben ist das Markenzeichen der Christen. Wo ein Lob auf den Lippen steht, geht eine außergewöhnliche Erfahrung voraus. Gott in seinen mächtigen Taten zu erleben, wie redet, hört, liebt, schenkt, segnet, begnadet, heilt uns erlöst, wie es auf unserer schweren Gott-Vater-Glocke steht, kann keinen Menschen unberührt lassen. Er mischt sich ständig aufbauend in unser Leben und die Geschichte ein. Er mischt sich ein, er hat nicht resigniert, er lässt den Dingen nicht ihren Lauf. Gott ist da, ist anwesend, bei unserem Beten, bei unserem Stöhnen, bei unserem Leiden. Gott hört das Geschrei der Gefolterten, das Klagen der Hungernden, ihn schmerzt die gebeutelte Schöpfung, der stumme Schrei der abgetriebenen Kinder. Er hört die Anbetung der Glaubenden oft mitten in der Nacht. Nichts geht ihm verloren. Da ist kein Augenblick, der nicht seine Gegenwart atmet. Wer solch einen Gott erkennt, kann nur vor Dankbarkeit überlaufen. Da klingen innerlich alle Register. Da wird das Leben zum Klang, zum Flötenspiel, zu einem immerwährenden Gesang. Dankbarkeit wird zur Lebensmelodie. Ein Mensch, der Gott erfährt, kann nicht stumm bleiben. Bei den Jüngern heißt es: Sie lobten Gott mit Freuden und mit lauter Stimme, über alle Taten, die sie gesehen hatten.

Wenn wir oft in unsere Kirchen schauen, unsere Gemeinden betrachten, scheinen viele Glaubende nicht viel von den guten Taten gesehen zu haben. Wer nichts sieht, kann auch nicht jubeln. Wer nicht die guten Werke wahrnimmt, bleibt ein gefrusteter Trauerkloß. Unsere Gesichter verraten was wir gesehen haben. Wo das Lob und die Freude verschwunden ist, ging der Blick für Gottes Wunderwirken verloren. Wo die Anbetung schwach wird, ist der Kummer größer geworden. Wo der Klang unseres Lebens nachlässt, der Glanz in den Augen trübe wird, der fröhliche Gesang verstummt, sind die Sehgewohnheiten für die großen Taten Gottes eingeschränkt. Wo Gott alles und in allem ist, lobt die Schöpfung. Da freut sich die Schar der Erlösten. Da ist Lob nicht zurückzuhalten. Das berührt werden von Gott, entzündet das Lob, die Anbetung und Freude. Stumme sind demnach Unberührte.

Daher schmerzt es uns gerade als Bruderschaft, dass unsere große Gott-Vater-Glocke schweigt. Seit einem halben Jahr kann sie nicht mehr loben. Weil das Joch durch einen Materialfehler einen Riss aufweist, musste sie aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden. Jetzt haben wir eine Glocke, die dafür schwingen soll, Gottes Guttaten hinauszuläuten und sie gibt keinen Ton von sich. Wir wollen nun Leute gewinnen, denen es ein Anliegen ist, dass das Lob wieder erklingt. Die Glocke soll wieder ihren Auftrag wahrnehmen und das Handeln Gottes, über das ganze Tal hinweg in den Herzen der Menschen klingen lassen. Jeder kann dieses Loben und Danke sagen unterstützen.
Wo das Lob erklingt, sind wir im Einklang mit dem Wunderwirken Gottes.

Wie groß ist unsere Freude, wie laut unsere Stimme, wenn sie von den großen Taten Gottes berührt wurden?

Auslegungen für jeden Tag
Gott-Vater-Glocke der Blumenmönche
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Ein hoher Wechselkurs

Wer Erbarmen erfahren hat, kann selbst nicht mehr gnadenlos sein.

Wie soll ich dem Herrn vergelten all seine Wohltat, die er an mir tut?
Ps. 116, 12

Vergelten gebrauchen wir meist im negativen Sinne. Es geht um einen Vergeltungsschlag, um eine Antwort auf erfahrenes Unrecht. Der Beleidigung soll etwas entgegengesetzt werden, weil sie Grenzen überschritten und verletzt hat. Dem Herr seine Wohltat zu vergelten, zielt in die total entgegengesetzte Richtung. Da sucht ein Mensch an sich selbst eine Reaktion auf erfahrenes Wohlwollen. Er erkennt an sich keinen Gegenwert zu Gottes Erbarmen, das sich an ihm vollzieht. Das Gute von Gott ist eine Währung, für die es keine Gegenleistung gibt. Wo ein Mensch auf Wohlwollen reagieren will, erkennt er sein ganzes Defizit. Da ist nichts, was ich auch nur annähernd dem entgegensetzen kann. Bei diesem Wertevergleich, erkennt er wie groß die Gnade ist. Wohltat ist Gottes vergelten an den schuldig gewordenen Menschen. Auf Unrecht folgt nicht Verachtung, sondern Erbarmen. Gott rechnet nicht eins zu eins ab, sondern tausend zu eins. Wenn Gott nach unserer Leistung vergelten würde, wäre ein dickes Minus unter dem Strich; da wäre der Mensch ein hoffnungsloser Fall. Gott vergilt mit Mehrwert. Da wird das Konto satt aufgefüllt. Da steht unter dem Strich ein fettes Plus. Wohlwollen ist immer eine überdurchschnittliche Zugabe. Da fallen die Gewinne des Leben unproportional höher aus als die Investitionen. Wo Christus unser Bruder geworden ist, ist das Böse mit Gutem vergolten. Da gibt es in allem menschlichen Miteinander einen neuen Wechselkurs. Wer solch eine Gnade erfährt, kann nicht mit Ungnade vergelten.

Wo wir Antworten auf unser christliches Verhalten suchen, finden wir in diesem Wort einen Maßstab. Wo wir um das „Wie“ unserer Vergeltungsschläge ringen, kann nur das christusgemäß die Antwort sein. Unser eigenes Leben wird dann zu einer heilsamen Investition für das Leben anderer. Da können scharfe Worte auch leiser fallen und vor Wohlwollen strotzen. Da kann die Vergebung einen neuen Versuch wagen, wo sonst nur die Trennung das passende Zukunftsmodell war. Da schonen wir die Schwächen der anderen und nutzen sie nicht gnadenlos aus. Wo wir uns fragen, wie wir vergelten, fängt in uns eine Umgestaltung an. Da entsteht eine Verhaltensänderung, die von Wohlwollen geprägt ist. Wo wir diese Frage zulassen, distanzieren wir uns mehr und mehr von dem Vergelten, das gegenseitig erniedrigt. Da legen sich die aufbrausenden Wellen, die vor den Untaten anderer, eiserne Konsequenzen ziehen und alle Schotten dicht machen. Unter solch einem Vergelten ist es undenkbar, dass man endgültige Striche zieht.

Wie können unsere Handlungen noch viel mehr zu Vergeltungsschlägen der Wohltat werden?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

In der schlimmsten Krise kreativ

Im Atmen liegt das Geheimnis des Lebens.

„Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.“
Hiob 10, 12

Da ist dem Hiob durch all das, was in seinem Leben weggebrochen ist, regelrecht die Luft ausgegangen, und dann spricht er davon, dass Gott seinen Odem bewahrt. Solange wir atmen, kann kommen was will, wir sind noch am Leben. Wenn wir atmen schlägt das Herz. Nirgends erfahren wir stärker, wie das Leben in Gottes Hand liegt, als beim Ein- und Ausatmen. „Gott blies ihnen seinen Odem ein,“ heißt es bei Adam und Eva. Der erste eigene Atemzug ist bei der Geburt das Zeichen, dass die Nabelschnur getrennt werden kann. Atmen ist die Gnade des Lebens. Da hält Gott seine Hände auf. Das war für uns die ganz starke Erfahrung nach dem Brand. Nichts mehr zu haben, doch im eigenen Leben alles zu haben. Da war das Haus weg, mein schönes kleines Zimmer, die Kleider und meine geliebte Kamera, doch ich war da. Ich stand da und atmete und hatte somit alles. Solange der Atem nicht wegbricht ist alles da. Wir sind in den Lebensraum Gottes eingehüllt, das ist das Allergrößte. Solange ein Atemzug die Lunge aufbläst, pulsiert das Leben. Atmen ist in Gott sein. Mit jedem Zug saugen wir die Gnade ein. Wir können das Heben und Senken des Brustkorbes nicht beeinflussen, es bleibt unser Lebensgeschenk. Darin zeigt sich das Wohlwollen, in das wir eingehüllt sind. Gott bewahrt, er ist der Erhalter des Atems. So dicht ist jeder Augenblick mit dem Schöpfer verbunden. Zwischen seinem Bewahren und uns liegt nichts dazwischen. Daher kann Hiob dieses starke Bekenntnis abgeben. Solange der Atem nicht wegbricht, bricht Gott nicht weg, auch wenn um mich herum alles in Schutt und Asche liegt.

Wenn Atmen solch ein großes Geschenk ist, worüber muss sich dann ein Mensch noch sorgen? Mit jedem Atemzug, der uns geschenkt ist, setzt sich das Leben gegen allen Widerwärtigkeiten durch. Solange Atem da ist, gibt es keine stärkere Macht, die dem Leben zu schaffen machen kann. Egal wie schwer manche Wege sind, wer atmet hat nicht verloren. Solange wir Atem holen, geht die Hoffnung nicht aus. Weil wir diese Gnade haben, haben wir viel mehr in der Hand, als wir in schweren Stunden vermuten. Wo Gott den Odem bewahrt, stehen uns all seine Heilsmittel zur Verfügung. Wir können Trost schöpfen, Vergebung in Anspruch nehmen und gewähren. Wir können Mut fassen und über Trümmer lachen. Wir können Freude entwickeln, wenn wir die verkohlten Balken des Kirchendaches entsorgen und die geschmolzenen Orgelpfeifen zu Kunstwerken zusammenstellen. Wo der Atem bewahrt ist, bleibt das Leben in der schlimmsten Krise kreativ. Der Atem ist das Trotzdem Gottes, wo außer Scherben nichts mehr übrig geblieben ist.

Was haben wir zu befürchten, wenn wir noch atmen und das ganze Leben in unseren Adern pulsiert?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Liebe kann knallhart sein

Es münden alle Pfade durch Schicksal, Schuld und Tod doch ein in Gottes Gnade trotz aller unserer Not. Arno Pötzsch

„In meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich.“
Jes. 60, 10

Wenn Gott zornig ist und schlägt, denken wir oft, Gott wäre launisch. Es gäbe auch bei ihm Phasen, in denen er sich nicht unter Kontrolle hat und auch ihm mal die Hand ausrutscht. Doch in der Kombination des heutigen Wortes bekommen wir darüber ein völlig anderes Verständnis. Zorn steht im Zusammenhang mit Gnade. Schlagen hat mit Erbarmen zu tun. In Gottes Zorn liegt die ganze Leidenschaft zum Guten. Wenn er schlägt, bebt er für das Beste, das verlorengegangen ist. Es ist der leidenschaftliche Kampf gegen das Böse, gegen alles was Menschen herabsetzt und kleiner macht als er sie sich gedacht hat. Er weiß in seiner Menschenführung, dass er viel mehr durch Schmerz die Menschen zum Umdenken bringen kann als mit vielen guten Worten. Da wird das Unglück, dem die OP-Schläuche auf der Intensivstation folgen, zum eigentlichen Wendepunkt in einem Leben. Da verhilft die Bauchlandung zu einem Sinneswandel. Wie viele Menschen haben solch harte Schläge als das zur Besinnung kommen ihres Lebens empfunden. Erst nach einem harten Eingriff, erkannte manch einer, jetzt muss in meinem Leben etwas radikal anders werden. Ohne den Schmerz, wäre alles ganz normal weitergelaufen. Wenn nicht manches Mal gesundheitliche Einschränkungen uns ausbremsen würden als die Warnsignale, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann, würden wir heillos in unser Elend rennen, bis alles zu spät ist. Schläge sind Gnade. Dahinter steht der sich erbarmende Gott, der es nicht mit ansehen kann, wie Menschen das Gute verwirtschaften. Im Zorn liegt sein ganzer Heilswille, der vor dem Abgrund bewahren will. Dieser Zorn ist prallvoll mit Liebe, die alles einsetzt, um ein Leben aus der Belanglosigkeit und Mittelmäßigkeit herauszuführen. Dahinter steckt eine Pädagogik, die heutzutage nicht sehr viel Anklang findet. Doch Gottes Schläge führen zum Guten. Eine straffe Hand will nicht zerstören, sondern vor der Zerstörung retten. Wenn der liebe Gott nicht auch knallhart wäre, würde er sich mit dem Bösen arrangieren. In den Schlägen ringt die Gnade für das Gute.

Es wäre fatal, all die Lebensschläge als ein Abwenden Gottes zu sehen. Es liegt viel mehr seine ganze Zuwendung darin. Wenn ein Kind unverhofft auf eine vielbefahrene Straße rennt, liegt die Rettung darin, ihm hinterher zu rennen und es so hart zu packen, dass wir ihm vielleicht wehtun, um ein Unglück zu verhindern. Unser Rettungswille entscheidet über die Maßnahmen. Würden wir aus Angst, dem Kind wehe zu tun nicht zupacken, hätten wir keine Liebe und würden es in sein Unglück rennen lassen. Hinter Gottes Zupacken steckt keine Strafe und keine Ablehnung. Er will uns vielmehr unter allen Härten unserer Tage einen Zugang zu seiner Gnade verschaffen. Die ganze Not und alles was wir nicht verstehen, will uns in seine Nähe ziehen. Alle Schläge wollen Gott groß machen, seine Liebe und seinen Rettungswillen offenbaren.

Warum sollten wir uns dann noch gegen die Härten in unserem Leben wehren?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Verlässlichkeit schnappen

Wer von Treue umschlossen ist, den kann nichts umhauen.

„Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich Herr suchen.“
Ps. 9,11

Da ist jemand hocherfreut und überglücklich. Und das, weil er kein Verlassenheitsgefühl mehr kennt. Du verlässt nicht, ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Jemand an der Seite zu haben, dem mit einem durch dick und dünn geht, ist mehr als beruhigend. Das ist das Große an Gott, dass er erst recht zu denen steht, die einen Bock geschossen haben, die ihm gegenüber mit Untreue glänzen. Dort wo wir uns vom anderen zurückziehen, wenn das Miteinander nicht mehr funktioniert, bleibt Gott unbeirrt. Wo wir meinen, das wird nichts mehr, das hat sowieso keinen Wert weiter zu hoffen und sich Mühe zu machen, da muss eine Trennung her, ist Gott nicht abzuschütteln. Du verlässt nicht, ist ein Ja-Wort in Stein gemeißelt. An ein Abrücken ist nicht zu denken. Gott ist mit einem Menschen verheiratet; und einmal verheiratet ist immer verheiratet. Wer nicht verlässt, auf den ist tausendprozentig Verlass. Gott hat sich zu diesem Ja verpflichtet und somit gilt es für alle Zeit. Die wahre Liebe kann nicht untreu sein. Ich bin dein, ist die Liebeserklärung, die über jedem Leben steht. Geliebte haben eine Rückendeckung vom Feinsten. Darin liegt alles, was das Leben aufbaut. Wer nirgends verlassen ist, hat nicht mehr zu befürchten. Wo zwei wie Pech und Schwefel zusammenhalten, hat die Angst keinen Platz mehr. Wo Gott nicht verlässt, gibt es keine Situation, der wir nicht gewachsen wären. Da steht keiner neben mir, der einem ständig das Gefühl gibt, du bist nicht gut genug, das muss man besser machen, wenn sich das nicht ändert, dann trenne ich mich von dir, sondern da liebt einer trotz Schuld. Wo Gott nicht verlässt, da verlässt uns gerade auch die Vergebung, die Erlösung und das heil machen nicht. Da ist konstant alles da, was ein Mensch in all seiner Schwachheit braucht.

Diese Verlässlichkeit gilt jedem Menschen, sie steht allen ohne Ausnahme allen zur Verfügung, jedoch erfährt sie der Suchende. Nicht verlassen ist derjenige, der sich auf den Namen verlässt. Dieser Name ist Christus. Christus verwandelt das Verlassenheitsgefühl, das jeden Menschen aushöhlt, der seine Ängste mit sich ausmacht. Der Treue müssen wir einfach trauen. Der Glaube beißt sich an dem „nicht verlassen“ Gottes fest. Wenn Gott derart treu und zuverlässig ist, liegt es einzig an uns, wenn wir uns verlassen vorkommen. Wo der Mensch seine Hilflosigkeit beklagt, beklagt er in der Tiefe seinen Unglauben. Wo er sich ausgeliefert vorkommt, hat er sich nicht an den Namen ausgeliefert. Wo alles hoffnungslos erscheint, hat nicht Gott uns verlassen, sondern eher umgekehrt. Was die Treue Gottes auslöst, wie fest sie macht, wie sie den Mut in den Krisen nicht sinken lässt, erfährt der, der sie ergreift. Es ist genügend Verlässlichkeit da, wir brauchen sie nur zu schnappen.

Warum suchen wir nicht gerade dort, wo es uns ans Eingemachte geht, diese Verlässlichkeit?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Schämen ist heilsam

Wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über.

„Du wirst an deine Wege denken und dich schämen, wenn ich dir alles vergeben werde, was du getan hast, spricht Gott der Herr.“
Hes. 16, 61. 63

Haut uns das Erbarmen Gottes noch um? Wenn Gott alles vergibt herrscht Ausnahmezustand. Da ist die Front bereinigt, da herrschen klare Verhältnisse, da hat Gott den Menschen in seinen ursprünglichen Status zurückversetzt. Da ist der Mensch voll auf Schöpferkurs. Das Abartige, das aus dem nicht klar kommen mit Gott, das Leben heruntergewirtschaftet, gedämpft und eingeschränkt hat, ist weg. Im Vergeben gibt sich Gott ganz dem Menschen zurück. Es ist die höchste Form des Gebens, die alles gibt, was sie hat. Im Vergeben hält Gott nichts mehr zurück, was ihm von dem Menschen abschrecken könnte. Er gibt sein ganzes Ja in alles Nein. Vergeben überstülpt den andern mit grenzenloser Liebe. Vergeben hat aufgehört zu rechnen und anzuklagen. Sein Vergeben gibt sein Bestes – Christus. Christus ist die Liebe ohne Gegenleistung. Sie ist in sich die Leistung die Gott erbringt, um sich nicht mit verkrachten Tatsachen abzufinden. In der Vergebung liegt die völlige Unabhängigkeit von aller Schuld der Welt. Die Vergebung entmachtet das Böse. Allem Unguten wird damit die Luft abgelassen. Wo das weite Herz vergibt, schlagen Angriffe ins Leere. Vergebung entwaffnet alles Säbelrasseln. Sie ist die stärkste Macht, gegen allen Unfrieden in der Welt. Durch Vergeben stehen wir an dem Schöpfungsmorgen, bei dem alles sehr gut war. Sie schafft den Ursprung, mit dem Gott dort beginnt, als wäre nie etwas gewesen. Gott bewahrt sich dadurch sein kindliches, unbefangenes, offenes Herz. Wer vergeben kann, ist das freieste Geschöpf der Welt.

Es muss uns heiß und kalt werden, wenn solch ein Erbarmen aufleuchtet, angesichts unseres Festhaltens an alten Zöpfen. Wie verkrampft ist oft unser Denken, wie belastet unser Miteinander. Wenn wir sehen, wie die Probleme unserer Tage uns gefangen nehmen, fragt man sich, wo bleibt diese königliche Freiheit eines Herzens, dem die Lasten abgenommen wurden. Wo lebt denn die Vergebung, wenn jeder Fehltritt aufgestapelt wird, damit dicke Mauern wachsen? Wo uns dieses Wunderwerk der Vergebung aufgeht, werden wir an die vielen Wege denken, die wir verbaut haben und uns schämen, wie uns unsere Hartherzigkeit klein gehalten und gefangen genommen hat. Wir müssen in der Tiefe unseres Lebens erschrecken, wie viel wir von unserm kostbaren Dasein verschleudern, wenn wir nicht aus der Vergebung leben. Wir betrügen uns um unsere Unbefangenheit, und dass wir jeden Morgen, ungeachtet was gestern war, frisch beginnen können. Wir müssen uns schämen, welchen Ballast wir unnötigerweise mit uns herumschleppen. Wo Gott vergibt, liegt die Seligkeit auf unserem Tag. Da ist das Miteinander von Barmherzigkeit schwanger. Wer die Vergebung in den Händen hält, spielt mit einem Instrument, das zu einem unbestechlichen Jubel ansteckt. Wessen Herz mit Barmherzigkeit überfüllt ist, dessen Mund kann nur überlaufen.

Dürfen wir uns angesichts solchen Erbarmens, nicht immer wieder schämen, was wir für ein erbärmliches Dasein führen?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Kehrtwende der Gedanken

Das sind Umbrüche, wenn die Kleingläubigen wie Zachäus auf die Bäume steigen, um ihren Horizont aufzubrechen zu lassen und den Meister ihres Lebens sehen.

„Der Übeltäter lasse von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, denn bei ihm ist viel Vergebung.“
Jes. 55, 7

Der Mensch hat etwas in sich, von dem die Wenigsten Gebrauch machen; Umdenken und Umkehr. Es ist etwas möglich, was kaum einer glauben kann, dass von heute auf morgen, sich etwas radikal verändern kann. Ein Mensch kann schlagartig seine Richtung ändern. Ein Halsabschneider wie der Zöllner Zachäus, der heimlich auf einen Baum steigt um Jesus zu erleben, erlebt einen völligen Umbruch seiner Persönlichkeit. Dort wo wir oft meinen, manche Menschen ändern sich nie, oder es ist ein langer Prozess für eine Entwicklung zum Besseren nötig, werden wir hier eines besseren belehrt. In einer Gottesbegegnung ist ein Umbruch von jetzt auf sofort möglich. Alles beginnt im Kopf. Dort wo ein Mensch, seine bisherigen Gedanken lässt und neue Gedanken zulässt, kommt es zu völlig neuen Handlungen. In der Gotteserkenntnis wird der Mensch anders gestrickt. Wo ein Mensch sich selbst und Gott erkennt, geschieht die größte Veränderung. Der Abzocker Zachäus erkennt, wie tief er den Leuten in die Tasche gegriffen hat, wie schamlos er seine Position ausgenützt hat und auf welch wackeligen Füßen sein Ergaunertes steht. Diese Erkenntnis schafft den Durchbruch, die Hälfte seines Vermögens, den wirklich Bedürftigen zu geben, und den bewusst Betrogenen ihr Geld zu 400% zurückzuzahlen. Tiefgreifender und radikaler kann ein Umbruch kaum mehr sein. Da ist die bisherige Persönlichkeitsstruktur nicht wieder zu erkennen. Und das lediglich dadurch, dass er von seinen Gedanken lässt und sie anders ausrichtet. In den Gedanken sitzt der Butzen für Veränderung. Was in unserer Grundeinstellung ab geht, prägt das Ergebnis, das hinten herauskommt. Wo Übel herauskommt, sitzt das Problem in den Gedanken. Missstände sind nicht das Problem der Umstände, sondern des Knoten im Kopf. Wo sich Gedanken verändern, verändert sich die Welt. Daher legt die Bibel so massiv den Finger auf Umkehr. Wo die innere Ausrichtung, die im Kern unsere Person liegt, einen Umbruch erfährt, werden schlagartig die Ergebnisse allen Tun anders. Mit umgebrochenen Menschen entsteht Reich Gottes, entstehen die genialen Gedanken die Gott mit den Menschen hat. Da kann Jesus nur noch zu Zachäus sagen: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.

Wer nicht von seinen Gedanken lässt, braucht auch nicht auf irgendwelche Veränderungen hoffen. Verändere deine Gedanken und du wirst sehen, dass sich das Miteinander verändert. Die Kehrtwende der Gedanken, setzt das Potenzial frei, das Gott für alle Erneuerung in den Menschen gelegt hat. Die Christusbegegnung kann nichts lassen wie es ist.

Warum tun wir uns oft so schwer, in unseren Gedanken umzukehren?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Worte, die Licht anmachen

Für Gott ist es völlig normal, den Schuldigen zurechtzulieben.

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“
2.Mose 20, 16

Gott arbeitet tagtäglich mit Abweichlern. Gott kennt keine anderen Menschen als solche, die nach dem Apfel greifen. Er arbeitet an denen, die ihren Bruder erschlagen, mit anderen, die ihn verschachern und zum Sklaven machen, oder solchen, die den Vater ums Erbe betrügen. Er macht Geschichte mit denen die ihn verspotten und verlachen und mit denen, die ihn ans Kreuz nageln. Er pflegt einen völlig anderen Umgang mit den Widerspenstigen, mit den Trixern und Mördern. Er bleibt sich selbst treu und lässt sich nicht von Schuld prägen, lässt sich nicht vom Spott zum Spötter machen. Liebe lässt sich nicht abschrecken und bleibt dem Sünder zugewandt. Die umwerfende Art der Liebe ist aufzurichten statt zu verdammen. Jede Verfehlung zeigt ihm nur noch mehr wieviel Hilfe nötig ist. Schuldig werden heißt für ihn nicht, die Liebe zu entziehen. Im Gegenteil, das sieht er sich richtig gefordert. Versagen braucht die Handreichung nicht die Verurteilung. Gott will das geknickte Rohr nicht zerbrechen. Er hat in der Tiefe des Abgrundes noch immer Versöhnung vor Augen. Er will im Unfrieden Frieden schaffen, im Irrtum die Wahrheit aufleuchten lassen, im Hass die Liebe verschwenden.

Das ist der Auftrag der Glaubenden, Werkzeuge des Friedens zu sein. Somit ist der Umgang mit den Verfehlungen des Nächsten sogar in den zehn Geboten geregelt. Wo Menschen leben gibt es genügend Zündstoff, bei dem man sich ständig in die Haare kriegen kann. Es funkt und scheppert, es wird beleidigt und missachtet, man selbst ist verletzt und gekränkt und schon ist das schönste Feuer unter dem Dach. Dieses persönliche beleidigt sein, treibt dann herrliche Blüten. Die Zunge weiß dann sehr schnell, wie unerträglich und ungemütlich der andere ist. Paulus dreht hier den Spieß um: Wenn ein Mensch von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist. Nicht zuschlagen, sondern zurechthelfen. Das falsche Zeugnis macht den andern kleiner, die Liebe macht ihn größer. Die Liebe entwickelt Phantasie und Gespür, was in einer verfahrenen Situation die Hilfe sein kann. Manchmal schweigt die Liebe einfach und erträgt geduldig die Schläge, wie ein Amboss viele Hämmer zerbricht, weil er willig ihre Schläge erträgt. Wenn wir über andere reden, ist es hilfreicher nur das Gute weiterzugeben und wenn wir im Augenblick nichts Gutes sehen, einfach zu schweigen. Andere verbal in die Pfanne hauen, kann niemals Hilfe sein. In allen mitmenschlichen Spannungen kann das Franziskus-Gebet Hilfe sein. Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe übe, wo man sich hasst, dass ich Licht anzünde, wo die Finsternis regiert. Dann haben wir das richtige Zeugnis auf unseren Lippen.

Wo sind unsere subtilen, oft fein versteckten Worte, die Lichter ausgehen lassen, statt anzünden?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/