Wie Karfreitag dein Friede wird

Der Herr schafft deinen Grenzen Frieden.
Ps 147,14

Über vielen Betrieben hängt zur Zeit ein Damokles-Schwert. Umsatzrückgänge von 50% und mehr. Die Insolvenzen rollen wie eine drohende Lawine übers Land. Es ist die Stimmung des Panters im Käfig, den Rainer Maria Rilke beschreibt: „Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt. Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht.“ Oft kommen wir uns begrenzt, müde und erschlagen vor.

Doch an Karfreitag fällt in unsere Ohnmacht das Wort Frieden. Ein Friede, bei dem sich nicht die Umstände verändern, sondern der mich verändert. In meinen Grenzen, in meiner todgeweihten Welt, in meinen verkrachten Beziehungen und auf dem sinkenden Schiff entsteht Frieden. Das glatte Gegenteil von dem, wie es mir gerade zumute ist. In mir liegt eine tiefe Quelle, die unbeeindruckt Erneuerung schafft. Das Kreuz Christi an Karfreitag offenbart ein Lebensgeheimnis. Auch wenn alles um mich herum stirbt, die Erde bebt und die Welt unterzugehen droht, ruht Untergang in Frieden. Alles Zerbrechen, bleibt im eins sein mit Gott, das nie auseinandergerissen werden kann. Dieses im Frieden sein ist in uns.

Du kannst in all deiner Unruhe und Angst, die voll nach außen gerichtet ist, in diesen Frieden einkehren. Atme eine Weile tief ein. Ziehe ganz bewusst beim Einatmen Kraft ein und atme deinen Druck aus. Sei ganz bei dir und gebe dich ganz dem Atem hin. Du erlebst deinen Herzschlag und das Leben das in Frieden und Kraft pulsiert. Dieser Impuls will das Neue schaffen.

Welcher Friede könnte aufsteigen, wenn du dich deinem Karfreitag hingibst?

Gott segne dich.

Tägliches Vollwertfrühstück – ermutigend – frech – kraftvoll
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4 Gedanken zu „Wie Karfreitag dein Friede wird

  1. Wie wundervoll geschrieben, mein lieber Bruder.
    Doch es ist 14.48h und ich frage mich seit rund drei Stunden, wie es damals wohl Jesus erging – wie er sich gefühlt hat, als er rief Eli, Eli, lama asabtani. Und es drückt mir Tränen in die Augen, und noch viel mehr Hilfslosigkeit in mein Herz, weil ich weiss, dass der Mensch sich niemals ändern wird. 😥

  2. PS: Hoffe sehr, Dich jetzt nicht mit hinunter gezogen zu haben in die Welt der Verzweiflung und des inneren Schmerzes, aus der es offenbar für mich kein Entrinnen gibt, so sehr ich mich auch bemühe alles gut und positiv zu sehen, es will nicht gelingen. ❤ ❤ ❤

    • Ganz liebes Dankeschön. 💘

      Bestimmt hat Jesus unvorstellbar gelitten bevor es zu Ende ging. Doch wenn er uns jetzt so zuschaut, was glaubst du, was er von uns möchte? Möchte er Mitleid mit seinem tragischen Ende? Möchte er Bewunderung für seine Hingabe? Möchte er uns vielleicht zeigen, wie wir mit unseren Kreuzwegen, mit unserer Verzweiflung und den inneren Schmerzen umgehen können? Will er nicht viel mehr den Blick von seinem Kreuz auf unseres lenken? Hat die Kreuzigung nicht seinen eigentlichen Wert darin, dass sie den Weg zu unserer Erlösung auftut?

      Keine Sorge, dass mich deine Worte runterziehen. ❤ ❤ ❤
      Ich bin heute schon meinen persönlichen Kreuzweg gegangen und habe manches sterben lassen, damit Neues aufstehen kann. 😀

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