Gib dem ängstichen Herzen einen Stoß

Ach Herr, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine große Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und es ist kein Ding vor dir unmöglich.
Jer. 32, 17

Die letzten beiden Wochen verbrachte ich im Kloster Helfta, in der Lutherstadt Eisleben. Nach dem Gespräch mit einer Gründungsschwester, stand ein Buch vor meiner Zimmertüre: „Unmöglich“. Es war die Geschichte eines verkommenen Klosters aus dem 13. Jahrhundert, das zu DDR-Zeiten noch eine landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaft war. Nach der Wende war diese Anlage ein stinkendes Etwas, total verfallen und für die Sprengung vorgesehen. Doch ein paar einfache Leute vom Lande, wünschten, das ehemalige Kloster wieder aufzubauen. Egal ob es Bischöfe waren, Landesvertreter oder Ordensleute, da stand am Anfang nur das Wort: „Unmöglich“.

Heute steht dort eine riesige Klosteranlage. Der Geist der berühmten Mystiker-Schwestern aus dem Mittelalter, ist auf dem gesamten Gelände zu atmen. Noch gibt es ein paar sanierungsbedürftige Gebäude, doch was überwältigt ist diese Geschichte, die bereits Jeremia kannte – bei Gott ist nichts unmöglich. Eine zerfallene Kirche, bei der lediglich das Ostportal hinter dem Altar noch im Original stand, ist zur Anbetungsstätte geworden, an der Schwestern sechsmal täglich ihren Lobgesang aufsteigen lassen. Trümmerhaufen waren Samenkörner. Da ist große Kraft, da ist der ausgestreckte Arm, der immer über unser erschrockenes Herz greift.

Wo wir vor einem Unmöglich stehen, müssen wir viel mehr an das Verrückte glauben. Es geht nicht darum, was wir uns vorstellen können, es geht darum, dass wir dem Gott, dem nichts unmöglich ist vertrauen. Es wäre ein Frevel und ein Zeichen von Unglaube, die Worte auszusprechen: Das ist unmöglich.

Wo sollten wir unserem ängstlichen Herzen, einen ordentlichen Stoß geben?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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4 Gedanken zu „Gib dem ängstichen Herzen einen Stoß

  1. Wo sollten wir unserem ängstlichen Herzen, einen ordentlichen Stoß geben?
    Ich denke mal, dass zur Zeit kaum ein anderes Thema aktueller ist als Corona.
    Ich gebe ehrlich zu, dass die täglich wachsenden Zahlen der Neuinfizierten in mir Panik auslösen, die soweit geht, dass ich oft stundenlang innerlich wie gelähmt dasitze und dafür bete, dass alles bald wieder gut ist.
    Und das obwohl ich meinte schon kapiert zu haben, dass Gott nicht der Leiter eines Wunschkonzertes ist.
    Auch lehrt mich die Kabbalah, dass Gott Unangenehmes zulässt, um die Menschen dazu aufzufordern, den Sinn des Geschehenen zu erforschen. Wir sollen hinterfragen, was Gott uns sagen möchte, wenn er z.B. wie jetzt einen Virus um die ganze Welt schickt.
    Und obwohl ich das alles weiss, spüre ich Tag für Tag viel, viel mehr Verzagtheit und Traurigkeit in mir, als Kraft und Zuversicht, dass Gott genau weiss, was und warum das alles geschieht, was geschieht.
    Vertrauen scheint also das so schwierigste Unterfangen zu sein, das Gläubige bewältigen müssten, um diese so ersehnte Glückseligkeit zu finden, die Mose, die Propheten und Jesus versprechen, wenn wir auf Gott vertrauen.
    Auch Dir einen gesegneten Sonntag lieber Bruder ❤
    Doris Barbara

    • Wenn das mit dem Stoß geben eher ein bisschen heftig wirkt, dann versuche doch mal deine Angst liebevoll an die Hand zu nehmen. Die Angst meint es gut mit dir. Sie will dich vor einem Übel schützen. Ihr Einwand ist durchaus berechtigt. Dann betrachte sie wie ein kleines Kind, das man tröstet und aufmuntert.
      „Komm meine liebe Angst, ich weiß, dass du es gut mit mir meinst und mich beschützen möchtest, doch weißt du, ich bin inzwischen groß, du brauchst dich nicht zu fürchten. Komm lass dich an die Hand nehmen, gemeinsam schaffen wir das.“

      Wo sich die Angst ernst genommen fühlt und merkt, dass sie gehört wurde, dann lässt ihr Druck nach. Um so liebevoll mit ihr umzugehen, ist es natürlich gut einen verlässlichen Anker zu haben, was der Glaube ist.

      Grüßle liebe Doris Barbara

      • Mein lieber Bruder
        Bislang war mir nur das Annehmen eines jeglichen Leids geläufig, was zwar eine gewisse Erleichterung mit sich brachte, wenn auch nicht immer.
        Doch gerne will ich Deine Art der liebevollen Zuwendung ausprobieren, in der Hoffnung, dass dann nicht zwei Angsthasen übrig bleiben, und nicht wissen wohin sie sich flüchten sollen.
        Drück Dich ganz lieb im Gedanken
        Doris Barbara ❤

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