Verlust macht reich

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Ps. 22, 2

WhatsApp eines Mannes an seine Frau: Willst du mich verlassen? Der Chef an einen wichtigen Mitarbeiter: Was, sie wollen uns verlassen? Wo diese Frage gestellt wird, ist die Sorge groß. Da sieht man bereits von weitem Häuser einstürzen. Da ist absolute Weltuntergangsstimmung. Da sieht man nur noch schwarz. Man stürzt in eine emotionale Krise, bei der man schnell unter den Eindruck kommt, der andere will mir übel.

Was bei dem Psalmbeter erstaunt ist, er klagt nicht nur sein Verlustgefühl heraus, er adressiert es. Er schmeißt es Gott vor die Füße. Er tickt in seiner Nacht nicht aus und macht sich zum Psychokrüppel, sondern macht seine Krise zum Gebet. Er glaubt auch dann noch an den versprochenen Bund, wo er nichts mehr davon sieht. Er hält an Gott fest, gegen alle erdrückenden Gefühle. Jesus hat genau dieses Gebet in seinen letzten Stunden am Kreuz in den Himmel geschleudert. Er ist durch die Hölle gegangen und hat damit den Auferstehungsweg in die Welt gebracht. Die größte Verlassenheit wird zur Geburtsstunde ewigen Lebens. Wo die ganze äußere Welt zusammenbricht, fängt Gottes Welt an aufzuleuchten. Alles um uns herum muss uns erst verlassen, um die eigentliche Gottesgegenwart zu erfahren.

In den Schuttbergen unserer abgebrannten Kirche machten wir genau diese Erfahrung. Wo wir uns von Gott und der Welt verlassen fühlten, erkannten wir, dass wir nicht aus dem leben, was wir im Äußeren haben, sondern in dem, was wir selbst in Gott sind. Der große Verlust war ein Erlösungserlebnis. Wo alles andere weg ist, konzentriert sich alles auf die Gottesbeziehung, die alles in allem ist.

Wo nimmt uns Gott etwas, dass wir viel näher an sein Herz rücken?

Gott segne dich.

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2 Gedanken zu „Verlust macht reich

  1. Danke für das Mut machende Wort. Und wie wichtig ist die Botschaft, dass ein Verlust eine riesige Chance beinhaltet.
    Wichtig ist aber zu wissen, dass im Hebräischen der Beter nicht fragt: Warum? Damit würde er in die Rückschau gehen. Welchen Grund gibt es? Habe ich versagt? Was ist schief gelaufen?
    Nein, im Hebräischen fragt er: Wozu hast du mich verlassen? Welches Ziel verfolgst du, großer Gott, damit, dass du mich in dieser Stunde verlässt, dass ich dieses Leid durchleben muss?
    Das ist genau die Aussage, dass der Beter nicht voller Verzweiflung steckt, Jesus im Übrigen auch nicht. In allem sieht der Beter des Psalms, sieht Jesus am Kreuz einen Plan, ein Ziel Gottes. Verlust wird zur Chance! Das Vertrauen ist da, dass nichts einfach blind passiert, sondern hinter allem Gottes gute und ordnende Hand steht.
    Gottes Segen

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