Lerne von der Sonne der Gerechtigkeit

Ihr sollt beim Richten nicht die Person ansehen, sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes.
5. Mose 1, 17

Scharfes Urteilen liegt uns in den Genen. Früher entschied in Bruchteilen von Sekunden, Angreifen oder Flüchten das Überleben. Und auch heute kennt die Verhaltensforschung, dass wenn zwei Menschen von Weitem aufeinander zugehen, der Kopf rattert, – gefährlich oder harmlos, – Mann oder Frau, – sympathisch oder unsympathisch. Blitzschnell haben wir ein Bild vom anderen, das in der Gefahr steht, für alle Zeiten in einer Schublade archiviert und bei Bedarf herausgezogen zu werden.

Jahrzehnte klösterliche Gemeinschaft heißt, jede Menge Bilder über andere im Kopf haben. Wir sind voller Urteile über Bruder und Schwester. Wenn wir mit jemand unser Problem haben, erleben wir an seinem Geburtstag einen AHA-Effekt. Da steht neben Blumen und Süßigkeiten noch ein Gotteswort an seinem Platz im Speisesaal. Ich habe vielleicht einen Groll im Bauch und aus dem Wort kommt das totale Wohlwollen. Gott sieht meine Einschätzung ganz anders. Mein und Gottes Richten ist ein himmelweiter Unterschied. Mein Urteil ist schnell von meinem Denken und meiner Sichtweise eingeschränkt und verliert leicht den Überblick.

Richten braucht die Gottesperspektive. Wenn Gott richtet, geht die Sonne der Gerechtigkeit auf. Seine Antwort auf Unrecht der Welt heißt: Christus. Das Urteil ist gesprochen und vollzogen. Er hat die Gnade geschaffen, dass er ohne Ansehen der Person, ohne irgendwelche alte Schubladen aufzumachen, jeden Morgen neu anfangen kann. Eine revolutionäre Rechtsprechung. Das ist der Maßstab für unser Richten. Wo wir bei unserem Urteil bleiben, sprechen wir es in erster Linie über uns selbst aus.

Wie können wir die Sonne der Gerechtigkeit zu unsrem Maßstab machen?

Gott segne dich.

Gib der Glocke den Rest
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