Reiße die Zukunft an dich

Siehe, ich, der Herr, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?
Jer. 32, 27

Am Jahresanfang 1989 sprachen viele unserer Freunde in der ehemaligen DDR noch: Die Stimmung des Volkes gegen die Regierung kocht, doch die Mauer wird bleiben. Die Wenigsten hielten für möglich, dass ein halbes Jahr später, Trabbi-Kolonnen gen Westen rollen und aufgefahrene sowjetische Panzer in der Leipziger Innenstadt vor Kerzen und Gebeten in die Knie gehen. Ein unmöglicher Traum liegt nun bereits 30 Jahre zurück.

Jeremia steckt in einem Schlammloch. Er sollte mundtot gemacht werden, weil seine Worte gestochen haben. Er sah den Untergang Jerusalems, durch die Eroberung der Babylonier und riet mutigen und selbstbewussten Kriegern, sich zu ergeben, wenn sie überleben wollten. Doch wer will das schon? Für ihn wurde es lebensbedrohlich in dieser engen Zisterne, mit den Füßen im Schlamm. In der Paniksituation streiften ihn die Strahlen der Sonne. Er schloss die Augen und dachte an die Zukunft. Sein Glaube, seine Gedanken malten sich die tollsten Bilder aus, von dem, was einmal kommen wird. Er öffnete seine Augen wieder und war immer noch in seiner eiskalten, klammen Realität, jedoch als ganz anderer Mensch.

Dietrich Bonhoeffer sagt: „Der Christ lebt aus den Zeiten Gottes und nicht aus seinem eigenen Begriff von Leben.“ Die christliche Hoffnung ergreift die Realität Gottes. So real, wie jetzt meine widrigen Umstände sind, so real ist die Realität Gottes, die nichts mit meinen Umständen zu tun hat. Wo ich hoffe, greife ich den Raum der Möglichkeiten Gottes. Ich wage den Übergriff in die Welt, in der alles möglich ist. Im Glauben verwirklicht sich das, was Gott erschaffen kann und dem sind keine Grenzen gesetzt. Damit bauen wir durch Hoffen unsere eigene Zukunft, in allen Unmöglichkeiten.

Wer erlaubt sich da, das Wort „unmöglich“ in den Mund zu nehmen?

Gott segne dich.

Ermutige einen Kraftlosen
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http://www.ebk-Blumenmönche.de Das baut mich auf Jeden Morgen schreibt Br. Theophilos frisch für dich.
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