Trau dem roten Strick

Text: Jos. 2, 1-21  Die Israeliten waren bei Schittim. Von dort schickte Josua, heimlich zwei Männer los. Sie sollten das Land auskundschaften, besonders die Stadt Jericho. Auf der Suche nach einer Übernachtung kamen sie zu der Prostituierten Rahab. Späher meldeten dem König von Jericho: »es sind israelitische Männer eingetroffen, die unser Land erkunden sollen. Sie sind bei Rahab.« Der König schickte sofort Soldaten zu Rahab. Sie befahlen ihr: »Bring die Männer! Sie wollen unser Land ausspionieren.«  Rahab aber hatte die beiden versteckt und stellte sich ahnungslos: »Ja, diese Männer waren hier. Ich wusste aber nicht, wo sie herkamen.  Sie brachen wieder auf. Ich kann nicht sagen, wohin sie gegangen sind.« Bevor die beiden Israeliten sich schlafen legten, stieg Rahab zu ihrem Versteck auf das Dach und sagte: »Ich weiß, dass der HERR eurem Volk dieses Land geben wird. Wir haben große Angst. Jeder hier zittert vor euch. Wir haben gehört, dass der HERR euch einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat, als ihr aus Ägypten gekommen seid. Der HERR, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde. Deshalb flehe ich euch an: Schwört mir jetzt beim HERRN, dass ihr meine Familie und mich verschont, denn ich habe auch euch das Leben gerettet. Die Männer antworteten ihr: »Wenn der HERR uns dieses Land gibt, werden wir unser Versprechen einlösen und euch verschonen.«  Rahabs Haus lag direkt an der Stadtmauer. So konnte sie die Männer durch eines ihrer Fenster mit einem Seil hinunterlassen, um ihnen zur Flucht zu verhelfen. Die beiden Männer sagten zu ihr: Wenn unsere Soldaten hier eintreffen, musst du das rote Seil, an dem du uns jetzt hinablässt, an dein Fenster binden. Und deine Eltern, deine Geschwister und alle Verwandten müssen hier bei dir im Haus sein. Jeder, der nach draußen geht, ist selbst verantwortlich für seinen Tod. Wer aber bei dir im Haus bleibt und trotzdem angegriffen wird, für den stehen wir mit unserem Leben ein. »Einverstanden«, antwortete Rahab. Dann half sie ihnen, ins Freie zu gelangen. Als sie fort waren, band Rahab das rote Seil ans Fenster. 

Wer mit großen Firmen zu tun hat, hat nicht automatisch zu allen Räumen Zugang. Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem verteilt Zugangsrechte. Niemand kommt dorthin, wo er nicht hingehört. Eine kleine Scheck-Karte mit unsichtbarer Codierung bestimmt, wo man hindarf und wo nicht. Dieses kleine Plastikding entscheidet, welche Türe aufgeht und welche zu bleibt. Ohne Karte bist du machtlos. Selbst mit den besten Absichten und gutem Zureden, hast du keine Chance reinzukommen.

Auf dem Weg in das gelobte Land, der absoluten Erfüllung des Lebens, brauchen wir ein einzigartiges Sicherheitssystem, um in den Geschützen, die auf uns niederprasseln zu überleben,

1. Ein Freudenmädchen

Rahab lebt für die Leidenschaft ihres Lebens. Kein Kind von Traurigkeit; nein, sie schöpft das Leben in vollen Zügen aus. Man kennt sie als die Prostituierte von der Stadtmauer.  Rahab liebt Männerbesuche. Ihr Herz schlägt auch beispiellos für ihre Familie. Keineswegs will sie nur prickelnde Gefühle, sondern sieht sich voll verantwortlich, für die Menschen, mit denen sie lebt. Für einen lustvollen Lebemenschen hat sie etwas begriffen, das manche Gutmenschen übersehen. Gegenüber zwei israelischen Spionen, die das verheißene Land auskundschaften, offenbart sie, was in ihrem Herz brodelt. Diese Männer durchschaut sie sofort und serviert ihnen ihr Glaubensbekenntnis:

»Ich weiß, dass der HERR eurem Volk dieses Land geben wird. Wir haben gehört, dass der HERR euch einen Weg durch das Schilfmeer gebahnt hat, als ihr aus Ägypten gekommen seid. Der HERR, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde. 

Hammer, in ihrer tiefen Sehnsucht erkennt den wahren Gott. Rahab spürt, was in dieser Stunde ab geht. Ja, es werden die Fetzen fliegen, es wird drunter und drüber gehen, doch da ist Gott, vor dem alle Welt zittert. Ich will in kennenlernen. Sie ahnt, dass ihre Füße auf heiligem Land stehen. Bei dem Gedanken, diesem Gott zu begegnen, will sie nur noch Gnade finden. Sie sieht größte Erfüllung und größte Bedrohung, und sucht nach einem Hilfsmittel. Sie sucht nach einem Wanderstock, der das Schilfmeer teilte. Der Raum dieser Begegnung ist mit dem Ruf nach Erbarmen schwanger. Sie will aufatmen können, wenn alles neben ihr in Grund und Boden versinkt. Sie will zu den Erben gehören, die ins verheißene Land einziehen. Starke Sache – hohe Ziele!

Doch da liegen fette Brocken im Weg.

2. Sie steht mächtig unter Stress

Für Ihre geniale Erkenntnis bekommt sie von allen Seiten Druck. Ihr Weg ins gelobte Land ist zum Greifen nah, aber absolut lebensgefährlich. Wer glaubt, mit Gott wirds einfacher und problemloser, wird hier eines Besseren belehrt.

Da sind zuerst die eigenen Leute, die Soldaten, des Königs, die Druck machen. „Gib uns diese israelischen Stasileute, die bei dir sind.“ Ganz professionell gibt sie keine Auskunft über Männer, die bei ihr aus und eingehen. Ihr Betriebsgeheimnis geht selbst den König nichts an. Äußerste Diskretion gegen die Staatsmacht, die säbelrasselnd gegen die antritt, die dem ägyptischen Pharao entkommen sind. Unter höchstem Risiko hält sie diesem Druck stand. Das nächste Elend: wie schütze ich mich und meine Familie vor den Angreifern. Keiner kennt mich, keiner weiß, dass ich sogar an ihren Gott glaube. Die machen platt, was in die Quere kommt. Weiter ringt sie bei ihrem neuen Gott um Gnade und weiß nicht wie sie da drankommt. Sie kämpft damit, dass sie vor einem Gott auf die Knie geht, und nicht weiß, wie Erbarmen in der Praxis aussieht. Ein glaubender Mensch, der von größten Schwierigkeiten umzingelt ist. Stress ohne Ende.

Doch die beiden Boten haben nicht nur die Verheißung in der Tasche, sondern bringen die ganzen Eigenschaften Gottes mit. Sie ziehen einen Rettungsplan aus dem Handgepäck. Unser Gott ist Spezialist für Befreiungsaktionen. Vor kurzen waren wir noch Ausgebeutete des mächtigen Pharaos und jetzt sind wir hier. Wenn Gott befreit, ziehen Armeen den Kürzeren. Unser Gott ist ein Gott der Zeichen. Du brauchst nur einen roten Strick. Er wird dich und deine Familie retten. Halte dich eisern an diesen roten Strick. Er ist die Abschreckung für alle Angreifer und du wirst den Stress überstehen.

Mit dem roten Strick…

3. Bekommst du den Generalschlüssel

Der rote Strick hat die gleiche Wirkung, wie der Wanderstock von Mose. Auf den Boden geworfen, wurde er zur Giftschlange, die zehn schreckliche Plagen über Ägypten brachte und den Pharao zähneknirschend, seine Sklaven ziehen ließ. Der rote Strick hat die unerklärlichen Kräfte, der die Eroberer, wie traumwandelnd um das Haus herumführt.

Der rote Strick heißt Erlösung, heißt Schonung, heißt Glaube an Christus. Damit geht die Tür zum Paradies auf. Das Kreuz ist das Zeichen, das Angreifer umleitet. Dieses Symbol macht die Wohnung sicher. Die Christus-Beziehung ist die Sicherheitskarte fürs verheißene Land. Wir überleben allen Stress von innen und außen, wenn wir dem roten Strick trauen.

Alles liegt in unserer Hand. Es ist völlig egal, was im Außen passiert. Da kann der König noch so viele Soldaten schicken, um einzuschüchtern, die Gefahr liegt nicht im Außen. Glaube wird nicht daran gehindert,

– ob Nachwuchs kommt oder nicht,

– ob wir zu viel Arbeit und keine Zeit haben

– ob wir die richtigen Mitarbeiter finden, oder wirtschaftlich kämpfen müssen

Du kannst noch so ein toller Mensch sein, noch so viel Wissen und Erkenntnisse haben, den größten Einsatz bringen, das nützt alles nichts. Was wir am meisten fürchten müssen, ist, dass wir dem Zeichen nicht vertrauen. Wir müssen uns vor unseren Händen fürchten, die voller Ausreden auf die bösen Umstände zeigen.

Wir haben alles, um unter katastrophalen Verhältnissen zu leben. Üble Verhältnisse sind die Tagesordnung, daher haben wir das Beste in der Hand, um überleben zu können, – Christus und das Kreuz. Unter diesem Zeichen werden uns die Umstände nicht schaden. Gerade unter dem Übel, unter dem wir am meisten stöhnen und leiden, wo wir das Schlimmste befürchten, werden wir mit diesem Zeichen durchkommen. Es wird und hart durchschütteln, die Wände werden wackeln, doch unser Überleben ist gesichert. Der Glaube an das Zeichen schafft eine neue Realität. Damit sind wir mächtig gegen alles anzutreten.

Wenn wir Rot sehen, dann wirklich nur auf den roten Strick. Trauen wir darauf!

Diene dich reich

Wehe den Hirten, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
Hes. 34, 2

In einer Gesellschaft des Verdrängungswettbewerbs, wirkt diese Aussage wie die Faust aufs Auge. Wir alle wissen, es überlebt der Platzhirsch, der, der mit seinem Angebot andere unter den Tisch fegt. Frei nach dem Motto: Wenn ich nicht selbst an mich denke, wer soll es denn sonst tun. Doch wahrer Überfluss liegt im Verschwenden.

Hirten dienen Schafen. Dahinter steckt die größte Weisheit aller Zeiten. Schafe brauchen Führung. Der Hirte hält ständig Ausschau nach bestem Weideland. Er hält die Herde zusammen und späht Gefahren und Angreifer aus. Seine Gedanken kreisen so, dass es den Schafen gut geht. Es ist so, als wäre die Herde seine Familie. Sind alle beieinander oder hat sich eines verlaufen? Der Hirte hat nur Schafe im Kopf und genau das sichert sein Überleben. Wenn die Schafe gut versorgt sind, ist er versorgt. Sein Augenmerk auf ihr Wohl, verschafft ihm Fleisch, Wolle und Milch. Er lebt davon, an andere zu denken. In dem Moment, wo er die Schafe laufen ließe, würde er sich selbst das Wasser abgraben.

Im Dienen liegt stärkste Lebenskraft. Darin zeigt sich Überfluss. Wahrer Überfluss liegt nicht im viel haben, sondern im viel Geben. Da ist Leben im Fluss. Im Hindurchfließen zeigen wir, dass wir Empfangende sind, die weitergeben. Wir sind angefüllt mit Gaben, mit Atem, der das Herz bewegt, das Blut durch die Adern pumpt und verschwenden uns damit in die Welt. Wir sind Durchlauf für die Gaben Gottes. Wir sind mit dem ausgefüllt, was Schöpfung ausmacht, nicht um es für uns zu behalten und zu verbrauchen, sondern es zu verschwenden und damit zu dienen. Zuhalten macht arm. Dienen macht reich, weil darin Gott überfließt.

Sollen Hirten nicht die Herde weiden?

Gott segne dich.

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Frisch verheiratet

Ich will einen ewigen Bund mit meinem Volk schließen, dass ich nicht ablassen will, ihnen Gutes zu tun.
Jer. 32, 40

Ich verspreche dir die Treue in guten und in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will Dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens. Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue. Auf dieses klassische Versprechen legt Gott noch eine Schippe drauf.

Gottes Heiratsabsichten sind umwerfend. Er wirbt um einen Bund für immer und ewig. Den Tod gibt es bei dieser Trauversion gar nicht. Einmal verheiratet, immer verheiratet. Gott hat zeitlebens Glücksgefühle, wenn er an uns denkt. Wenn Gott uns heiratet, knüpft das Liebesband Himmel und Erde zusammen. Beileibe keine abstrakte Fernbeziehung; da ist mit Christus der Bräutigam mitten in der Welt. Erbarmen umarmt uns, Heil streichelt uns. Unser Lebenspartner ist der, der Stürme stillt, dessen Stimme Wälder kahl reißt und die Erde beben lässt. Wir sind auf du und du mit dem, der Gefängnisgitter sprengt und gefräßigen Löwen das Maul verbindet. Neben uns geht der, der mit seinem Stock das Meer teilt und andere im Feuerofen nicht verbrennen lässt. Eine absolute Liebesheirat.

Dieses Treueversprechen gilt gerade für die Tage nach dem Brautwalzer. Genau wenn das Kleingedruckte des Lebens beginnt. Dort wo uns das Leben eiskalt erwischt, wo wir vor lauter Pflichten nichts mehr von einem Traum spüren. Dort wo die Kerzen ausgeblasen und die Musik verstummt ist, beginnt die Qualität der Treue. Jeden Sonntag, feiern wir Auferstehung, und lassen diesen ewigen Bund aufleuchten. Mit Brot und Wein vergegenwärtigen wir dieses Vermächtnis. Wir sind glücklich verheiratet, das können wir glauben.

Was hält uns ab, jeden Morgen neu diesen Ring anzuziehen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Sei wortmächtig

Herr, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Ps. 9, 20

Welch Elend entsteht, wenn Menschen die Oberhand gewinnen, erleidet gerade die Zivilbevölkerung in Syrien. Da werden offene Hände nicht zum Erschaffen ausgestreckt, sondern geballte Fäuste, um zu erniedrigen. Um Einfluss auf das Denken und die Gesinnung von Menschen zu nehmen, braucht es wesentlich stärkere Kräfte als Waffen.

Die Hand über uns, kann entweder segnen oder erdrücken. Alles Darüber ist mächtiger als wir. Daher gilt es scharf zu prüfen, wer die Macht über uns ausüben darf. Der Psalmbeter macht hier einen klaren Schnitt. Oberhand kann nur der haben, der wirklich oben ist. Herr, steh auf! Gott, nur wenn deine Hand über mir steht, kann ein Darunter gelingen. Die Einflussnahme aus deinem Darüber kann mich retten. Wo Menschen in meinem Leben anfangen zu bestimmen, ist das nicht gut. Die Oberhand kann nur die Schöpferhand sein. Wenn Gott aufsteht, steht das Wort auf, das gesagt hat: Es werde! Es steht der Christus aus dem Sterben auf. Da kommt die ganze schöpferische Überwindungskraft in Bewegung. Diese Kraft will die Oberhand gewinnen.

Jeden Tag neu geht es um die Frage: Von wem oder was lasse ich mich beeinflussen? Damit entscheidet sich vom ersten Augenblick, wie der Tag wird. Unser Glaube und unsere Gedanken gestalten das, was uns ausmacht. Wenn die Angst die Oberhand gewinnt, wird der Tag ängstlich verlaufen. Wo Sorgen uns bestimmen, werden wir die Sorgen nicht mehr los. Der Ärger, der uns beeinflusst, wird uns auffressen. Was die Oberhand hat, bestimmt uns. Wir haben es in der Hand, was uns bestimmt. Wo wir dem Wort Raum geben, werden Schöpferkräfte in uns mächtig. Unter diesem Wort, werden unterdrückende Hände zu segnenden Händen.

Wem geben wir die Macht, über uns zu herrschen?

Gott segne dich.

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Sei leidenschaftlich

Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.
Spr. 21, 21

Sommermärchen 2006; die ganze Nation hats gepackt. Weltmeisterschaft in Deutschland, und selbst ein Fußballmuffel war in das Meer der schwarz-rot-goldenen Fahnen und hupenden Autocorsos getaucht. Keiner konnte sich dem Rausch entziehen. Die Leidenschaft der deutschen Mannschaft ist auf das Land übergeschwappt. Ein kollektives Glücksgefühl.

So geht Kirche. Das Leben ist prallvoll mit heiligen Momenten, die das Herz ausfüllen und das Gemüt auf den Kopf stellen. Gott hat Wahnsinns Vorstellungen, wie erfüllt Leben geht. Leben als Ausnahmezustand von Liebe, Friede und Gerechtigkeit. Da läuft nichts normal ab. Da hängen Fahnen aus den Fenstern, da ist Musik und Lebensfreude. Fremde sind Freunde, mit denen man auf der Straße tanzt. Erfüllung und Glück fliegt durch die Luft. Welch sonnige Ideen, die sich nur die Werbeabteilung einer anderen Welt ausgedacht haben kann. Die Realität ernüchtert. Was als jugendlicher Aufbruch einmal begonnen hat, kämpft ums Überleben. Kirchen schließen, Gottesdienste zusammengelegt und Leidenschaft weit weg. Dabei zeigt unser Wort wie Leben, wie Reich Gottes geht.

Da jagt der Hund dem Hasen nach. Da quillt die Leidenschaft über. Im Spaziergang erwischt der Hund den Hasen nicht. Wo wir Gerechtigkeit und Güte nachjagen, sind wir leidenschaftlich für Christus. Da saugen wir das Wort in uns auf, das uns heiß macht. Unser Geist überschlägt sich nach dem Heiligen Geist. Das ist der Lebensstil des Glaubens, der Wellen schlägt. Hier entsteht Zivilcourage, die mit ganzer Entschlossenheit der Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus begegnet. Reich Gottes ist der Sog mutiger Glaubender, die mit den Emotionen Gottes die Welt bewegen.

Glüht die Leidenschaft des Heiligen Geistes, oder jagen wir nicht mehr?

Gott segne dich.

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Du erntest was du säst

Wenn du deinem Nächsten etwas verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen Bruder übervorteilen.
3. Mose 25, 14

Bei Konflikten, sehen wir das Problem meistens beim anderen. Er ist lieblos, aggressiv, zurückhaltend, fordernd, über den Tisch ziehend. Dabei hat Konflikt sehr stark mit uns zu tun. Was hier mit ungerecht oder übervorteilen angesprochen ist, dahinter steht das mächtige Gesetz von Saat und Ernte. Wo wir das verstehen, können wir in unseren Beziehungen großartige Ernten einfahren.

Wir verkaufen Blumen, um davon zu leben. Der Kunde bekommt eine traumhaft, großblütige Ecuador Rose für 3,50 €. Er vertraut mir, dass ihm danach seine Liebste buchstäblich um den Hals fällt. Ich verkaufe ihm somit einen Glücksmoment. Sein investiertes Vertrauen an uns, macht sich bezahlt und er wird wiederkommen. Wenn ich ihm aber eine überständige Rose andrehe, die noch gut aussieht, doch nach einem Tag den Kopf hängt, geht der Schuss nach hinten los. Da ist nicht nur der Verkauf missglückt, sondern er hat Stress mit seiner Angebeteten. Hinter allem was wir tun steht eine Absicht. Wir säen Absichten und Glauben. Weil wir Spiegelbild Gottes sind, müssen wir damit rechnen, dass unsere Saat aufgeht. Wo wir Wohlwollen und Liebe säen, werden wir das auch ernten. Wo wir Angst, Bedenken oder das merkt doch keiner säen, wird auch das aufgehen.

An unseren Ergebnissen sehen wir, was wir ausgesät haben. Wo die Früchte nicht die sind, die wir uns wünschen, müssen wir unser Saatgut überprüfen. Um Frieden zu ernten, muss ich Frieden auswerfen. Um geliebt zu werden, muss ich Liebe verströmen. Glaubensmenschen greifen dazu in die Saatgutkiste des Wortes. Daraus schöpfen sie das, was sie säen.

Was säen wir, wenn um uns alles zum Verzweifeln ist?

Gott segne dich.

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Frisch auf und dran

Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade zu meiner Reise gegeben.
1. Mose 24, 56

Nichts ist stärker als gut funktionierende Routinen. Alles ist exakt geregelt und läuft ohne groß nachzudenken. In solchen strukturierten Abläufen fühlen wir uns sicher und bringen beste Ergebnisse. Nicht nur Klöster kennen das, auch die Schöpfung hat ihre geregelten vier Jahreszeiten. Doch Leben ist nicht nur Routine, sondern auch überraschender Aufbruch.

Jeder kennt Glücksmomente im Leben. Eine Begegnung mit einem Menschen, die wir nie vergessen werden. Eine Lichtstimmung für den Fotografen, die diesen Ort und diesen Augenblick für immer verewigt. Stunden oder Minuten, die sich nicht planen lassen, die man nur ergreifen kann. Die alten Griechen kannten diese magischen Augenblicke als Kairos, als einen Zeitpunkt, den es jetzt oder nie gibt. Dieses Jetzt ist die Stunde Gottes, es ist die Berührung mit der Ewigkeit. Es sind oft die Stunden der Berufung wie bei Matthäus. Eine schlichte, klare Aufforderung von Jesus an einen Zollbeamten: Folge mir! In diesen Moment rotiert alle Routine. Mitarbeiter-Rekrutierung auf ungewöhnlichste Weise. Da wird ein Mensch von der Gnade getroffen. Da heißt es blitzartig reagieren.

Wenn Gott Gnade zum Aufbruch schenkt, trifft er meist eine empfindliche Stelle. Lieber Gott, siehst du denn nicht, ich muss doch noch… Ich habe noch jede Menge andere Verpflichtungen, das geht jetzt nicht. Wir stehen in der Gefahr, heilige Momente zu verpassen. Wir wissen genau, was zu tun wäre, aber da ist noch so vieles anderes, das auch sein muss. Wir verheddern uns im Tagesgestrüpp und versäumen die Gnadenmomente, wenn wir nicht bereit sind, uns unterbrechen zu lassen.

Woher wollen wir wissen, ob sich in solch einem Moment, in dem wir aufbrechen, nicht die Probleme lösen, die wir gerade selbst regeln wollen?

Gott segne dich.

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Wir sind mächtiger als wir glauben

Der Herr spricht: Zum Licht für die Nationen werde ich dich machen, damit mein Heil bis ans Ende der Erde reicht.
Jes. 49, 6

Gott ist in keiner Weise zimperlich, wenn er bei seinen Leuten die Wucht des Glaubens aufmalt. Er holt mächtig groß aus, um die Wirkung aufzuzeigen, die er weltweit auf der Erde auslöst. Menschen des Glaubens retten die Welt. Das ist abenteuerlicher als James Bond. Die Sonder-Ausstattung dafür gibt Gott selbst mit.

Um die Mission, im Auftrag seiner Majestät des Schöpfers zu verstehen, brauchen wir zuerst ein fettes Problem. Eine traumhafte Welt, die jedoch nicht rund läuft. Da fliegen in Syrien die Fetzen, in Halle wird die Synagoge attackiert und im normalen Leben sind Menschen wie Hund und Katz´. Alles zur Schönheit erschaffen, doch zum Jammer heruntergewirtschaftet. Was als Glück gedacht war, ist im Unglück geendet. Gott holt zur Offensive aus. Licht und Heil für diese Welt. Gott greift sich Leute heraus, die er zum Licht für Staaten und Völker macht. Er ruft Menschen und macht er das, was er immer macht. Er schafft aus Chaos blühende Landschaften. Der Schöpfer schöpft und löst das Gesetz vom Sterben der Erde auf.

Im größten Unheil erschafft er das größte Heil – Christus. Das ist die Geheimwaffe der Glaubenden, um die Hölle der Erde außer Kraft zu setzen. Schon Albert Einstein sagte: Man kann die Probleme nicht auf der Ebene lösen, auf der sie entstanden sind. Man löst sie nur auf einer höheren Ebene. Daher lösen wir die Probleme der Welt nicht mit den Waffen der Menschen, sondern aus der Ebene, des Lichtes und des Heiles. Wir dürfen nie zu klein von uns denken, – was kann ich schon in dieser Welt auslösen? Wir sind zum Licht der Nationen gesetzt. Durch uns fließt Heil in die Welt. Durch Christus sind wir mächtiger als wir glauben.

Was hält uns zurück, als der aufzutreten, zu dem wir gemacht sind?

Gott segne dich.

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Wir sind vollkommen

Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen.
Hes. 36, 29

Die Überangepassten unter uns kennen die Stimme, die sagt: Duck dich, halte dich da raus, riskiere ja kein offenes Wort, sonst geht der andere zum Dach hinaus. Schließlich gibt doch der Klügeren nach. Dabei merken wir gar nicht, dass wir gerade in unserem Schattenkind gefangen sind. Doch sind wir dazu geschaffen, zur vollkommenen Freiheit durchzubrechen.

Das Schattenkind beschreibt unsere Prägung, die wir als Kind im Elternhaus mitbekommen haben. Wir lernten dabei ungute Mechanismen, die uns ein Leben lang nachschleichen. Mich hat lange eine Autoritätsangst zurückgehalten, mich zu einer eigenen Persönlichkeit zu entwickeln. Der Respekt vor einer Führungskraft, hat eine selbstverständliche, unnatürliche Unterwürfigkeit geschaffen. Als Kind mag das in Ordnung sein, doch wenn man erwachsen ist, bremst dieses Schattenkind aus, Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und seinen Mann zu stehen. Wir sind dann nicht das Sonnenkind voller Licht, das herrlichste Gaben in die Welt strahlt und ganze Schönheit entfaltet. Leben mit angezogener Bremse nennt die Bibel Sünde. Das was Gott eigentlich mit uns wollte, kommt zu kurz.

Unsere schlechtesten Taten sind, dass auf einem großen weißen Papier, unser Leben in der Mitte darauf nur ein kleiner schwarzer Punkt ist. Wir bleiben stehen und füllen das Blatt nicht aus, des wir geschenkt bekamen. Das ist unsere Verdammnis. Damit sich dennoch Gottes Herrlichkeit in uns entfaltet, zieht er mit Christus den Stöpsel. Christus wird in uns der Umbruch zur Freiheit. Wir werden erlöst von den Bremsklötzen, die uns in dieser Unreinheit halten. Christus füllt den Raum in uns, den wir verspielt haben. Damit macht der Unvollkommenes vollkommen. Es soll das in uns heil werden, was zerbrochen war. In das sollen wir hineinwachsen.

Wo braucht mein Schattenkind viel mehr den Christus, um frei zu werden?

Gott segne dich.

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Bitte um höchste Autorität

Gib den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand.
Dan. 2, 21

1950 verdoppelte sich das Wissen der Menschheit in 50 Jahren. 2020 soll dies innerhalb von 73 Tagen geschehen. Obwohl sich Wissen explosionsartig vermehrt, bittet Daniel um mehr Weisheit und Verstand.

Wir sind verwöhnt von schneller Rechenleistung und der Bewältigung großer Datenmengen. Wissen ist allgegenwärtig verfügbar und nur ein Wikipedia-Klick weit entfernt. Wenn auch Informationen in unüberschaubaren Mengen vorhanden sind, gibt es eine Form von Wissen, die aus keiner Datenbank abgerufen werden kann. Sehr intelligente Menschen sagen: Je mehr Wissen ich mir aneigne, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß. Das heißt, da gibt es unendlich viel mehr, was ich nie erfassen kann. Weisheit ist ein Wissen, das weder mit Logik noch mit Fleiß erarbeitet werden kann. Weisheit ist die Zugabe der anderen Welt. Weisheit entsteht auf der Ebene, wo sich Gott in ein Leben einmischt. Es sind für uns die Momente, in denen sich ein Vorhang öffnet. Weisheit ist ein himmlisches Navi, das Irdisches koordiniert. In der Weisheit offenbart sich ein Durchblick der von Gott kommt.

Für uns ist das die Feinjustierung durch den Geist Gottes. Wir empfangen Impulse, die aus der Stille, die Steuerung übernehmen. In der Weisheit fangen die Gaben Gottes an, in uns zu handeln. Die Christus-Gesinnung durchströmt uns. Durch diesen heißen Draht nach oben, können wir Entscheidungen treffen, die menschlich überfordern würden. Die Weisheit gibt uns allerhöchste Autorität, die sich nicht unter menschliche Systeme duckt. Sie ist es, die einen Paul Schneider aus der Todeszelle auf den Appellplatz rufen lässt: Trotzdem ist Christus auferstanden.

Sollte uns der Mut verlassen, was hindert uns um diese Weisheit zu bitten?

Gott segne dich an diesem Sonntag

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