Wir können alles ertragen

Als die drei Freunde Hiobs all das Unglück hörten, das über ihn gekommen war, kamen sie und saßen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.
Hiob 2, 11.13

Bei Hiob sind die Fetzen geflogen. Äußerlich und innerlich zerbrochen will er nur noch seine Ruhe haben. Er hat sich selbst noch und sonst nichts mehr. Trauer total. Er wünscht sich nichts anderes als Hände, die ihn im freien Fall auffangen. Dabei begegnet er der stärksten Statik, die das Universum zusammenhält. Tragende Stille gibt ihm den Glauben wieder.

Krieg kann nicht schlimmer sein, als was Hiob durch hat. Mit reichlich Ländereien und stattlicher Viehzucht, hat er mitsamt seiner Familie alles verloren. Sinnlosigkeit pur. Schmerz, der alle Adern beben lässt. Was soll das, Gott? Da bleibt nur der Strick. Doch da geschieht Einzigartiges. Starke Seile werden miteinander verknüpft, um schwerste Lasten abfangen. Drei Freunde werden zur stillen Kraft. Das ist Reich-Gottes-Statik. Hier fängt die schweigende Liebe an, sich der Belastungsprobe des Lebens zu stellen. Kein Wort, keine Geste, kein tröstendes Mitseufzen, nur stilles Aushalten von Schmerz. Diese Form von Erbarmen umhüllt alle Sprachlosigkeit. Wortlos ruht die Erde in den Händen dessen, der selbst unsägliches Leid erlitten hat. Die Liebe trägt das Sterben wieder zum Leben.

Die Liebe trägt alles, heißt es in 1. Kor. 13. Damit geht eine hochemotionale Kraft in Vorleistung. Was das Leben wirklich trägt, sind nicht das gute Zureden oder Überschütten mit besten Ratschlägen, sondern die Zuneigung im Unglück. Mittragen, wo nichts mehr stimmt. Das ist Gottes Art, Leben zu erhalten. Wo die unendliche Liebe einen ergreift, fängt Leben wieder an aufzuatmen.

Können wir lieben und alles ertragen, weil wir getragen sind?

Gott segne dich.

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