Den Himmel gibt’s geschenkt

Was habe ich dir getan, mein Volk, und womit habe ich dich beschwert? Das sage mir!
Micha 6, 3

Oft haben wir das Problem des großen Bruders, vom verlorenen Sohn. Wir verstehen nicht, warum der Vater solch ein Aufsehen für einen Davongelaufenen macht. Wir haben treu und brav unseren Dienst erledigt, die Lasten gebuckelt, dass der Betrieb läuft und dann kommt der, der alles verjubelt hat und wird noch gefeiert. Wie kann Gott so gütig sein? Hat er denn kein Auge für die, die treu zur Stange gehalten haben? Ist dieser Lump mehr wert als ich, der alles gegeben hat? Ist deine Barmherzigkeit nicht ungerecht und ein Schlag ins Gesicht für die, die es ernst gemeint haben? Lohnt es sich überhaupt fromm zu sein, wenn die, die ein ganzes Leben verbockt haben, selbst am Kreuz noch im Paradies landen? Wie schnell fängt der Gutmensch in uns das Kochen an und bildet sich etwas darauf ein, wie rechtschaffen er ist. Gott fragt: warum hast du ein Problem damit, wenn ich barmherzig bin? Warum willst du den verdammen, über den ich mich erbarmen will? Ich sage: Ich gebe dir Christus, dass für alle der Himmel offen steht!

Den Himmel kann sich keiner verdienen. Das hat selbst Hiob erfahren, der alles richtig gemacht und doch alles verloren hat. Das Fest beginnt, wo die Barmherzigkeit über einen Menschen hereinbricht. Gottes Erbarmen ist unser Glück. Das Eigentliche des Lebens bekommen wir geschenkt. Die Wertschätzung Gottes bekommen wir nicht für Leistung und Gehorsam. Der Himmel beginnt nicht dort wo wir gut sind, sondern wo unsere Erbärmlichkeit gen Himmel schreit. Dort bricht Jubel aus, wo unser Versagen in die offenen Arme läuft. Dort, wo wir uns nicht mehr krampfhaft etwas vormachen und gut dastehen wollen. Den Himmel bekommt der geschenkt, der sich in seiner dunklen Stunde umarmen lässt.

Verkrampfen wir uns, oder lassen wir uns lieber beschenken?

Gott segne dich.

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http://www.ebk-Blumenmönche.de Das baut mich auf Jeden Morgen schreibt Br. Theophilos frisch für dich.
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