Ein ja zum Schock

Abrahams Knecht schwieg still, bis er erkannt hätte, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht.
1. Mose 24,21

Führung von oben liegt nicht auf der Straße. Gnade erkennen wir, wenn wir Gottes Absichten erfassen. Zu schnell glauben wir in Ungnade gefallen zu sein, wenn einer mit 90 % Querschnittslähmung im Rollstuhl landet. Wir meinen, Gott ignoriert uns, wenn Beziehungen scheitern und liebe Menschen wegsterben. Die ganzen Attacken betrachten wir schnell als herausgefallen sein aus höchster Führung. Abrahams Knecht schwieg still. Er hält aus. Er lässt geschehen was geschieht, ohne anzuklagen. Er macht keinen Aufstand, wenn nicht sofort alle Wege wie eine Landkarte auf dem Tisch liegen. Er lässt Ungewissheit zu. Er lässt die Fragen zu, die keine Antwort erhalten. Er hält den Druck über ungelösten Problemen aus, ohne gleich durchzudrehen. Er schluckt die bitteren Pillen, die ihm serviert werden. In seiner Ohnmacht erkennt er Güte. Unter dem Stillhalten der offenen Fragen findet er Gott.

Der Rollifahrer sagte irgendwann, ich bin nicht an den Rollstuhl gefesselt, sondern erfahre darin die Gunst meines Lebens. Im still sein erkennen wir die Liebenswürdigkeit im Verhängnis. Es ist nicht das Wehren gegen die Ungerechtigkeiten, sondern das in sich gehen. Wenn ich das, was ich nicht verstehe zulasse, und darin in mich kehre, es verarbeite, geschieht Verwandlung. Wo ich mich frage, was hat meine augenblickliche Verstrickung mit mir zu tun, geschieht Heiligung. Nichts von dem was geschieht, kommt von ungefähr, wir können immer darin Gott erkennen. Diesen Gott gilt es zuzulassen. Wo wir uns unter dem still sein ihm öffnen, werden wir seine Verheißung empfangen.

Unter was müssen wir still werden, um Gnade zu finden?

Gott segne dich.

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