Gärtner von Eden

Wo der Mensch seinen Platz und seinen Auftrag auf dieser Erde erkennt, kann er allem Wildwuchs und Ausbeutung entgegentreten.

Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“
1. Mose 2, 15

Ein köstliches Bild, der Mensch als Chef vom Garten Eden. Parkwächter einer Blumeninsel. Verwalter eines fruchtbaren Landes, in dem Milch und Honig fließt. Adam, der für Wachsen und Gedeihen sorgt. Hüter des Segens der Schöpfung. Das ist der Lebensauftrag des Menschen. Ihm ist das größte Kapital an Grundstücksverwaltung, mit allen Bodenschätzen anvertraut. Nicht nur Hausherr über 5 Ar Garten hinterm Haus, sondern über ganz Eden, also allem was Gott gehört. Eigentlich schon eine märchenhafte Vorstellung, Gärtner eines Paradieses zu sein. Bauen und bewahren liegt schon ganz nahe an der Berufung zu einem Blumenmönch. 🙂 Bauen und bewahren sind zumindest die Anstellungsbedingungen in diesem Unternehmen Erde. Es sollen Lebensräume für Mensch, Tier und Pflanzen geschaffen werden. Alles soll gedeihen und bestens versorgt sein. So war es zumindest zur Zeit der Vertragsunterzeichnung gedacht. Wenn man allerdings betrachtet wie das Bebauen heutzutage aussieht, wo die Skylines in den Wirtschaftsmetropolen in den Himmel ragen, wo Betonpaläste die Industriezentren schmücken, fragt man sich, wo bei manchen Architekten die Liebe zu Eden geblieben ist. Wenn man weiß, dass das zehnfache der deutschen Bevölkerung auf dieser Welt unter Hunger leidet, muss mit dieser Beauftragung kräftig etwas schief gelaufen sein. Es ist offensichtlich, dass dort wo der Mensch seinen Adams-Auftrag verlässt, die Welt aus dem Gleichgewicht fällt. Die Wurzeln liegen im Garten Eden.
Wo das bauen und bewahren nicht zur persönlichen Verantwortung wird, blutet die Schöpfung. Es ist gut, dass z.B. durch die Klimaerwärmung, das Ozonloch und die Luftverschmutzung inzwischen mehr und mehr ein ökologisches Bewusstsein wächst, doch es liegt nicht in erster Linie an „denen da oben“, sondern an mir und dir.

Bauen und bewahren ist eine Gesinnungsfrage, sogar eine Glaubensfrage. Verunglückte Schöpfung beginnt mit einer Gier in mir. Dahinter steckt das immer mehr haben wollen, das in Macht und Ausbeutung endet. Jesus sagt: Selig sind die Sanftmütigen; sie werden die Erde besitzen. In sanftmütig liegt das sich unter den Schöpfungsauftrag Gottes stellen. Da ziehe ich nicht mehr alles bis zum geht nicht mehr für mich heraus, sondern fange an, der Schöpfung zu dienen. Ich bringe mich ein zum Wohl des Nächsten. Mit dem mir Anvertrauten, wirke ich aufbauendend in meinen Lebensraum hinein. Sanftmut ist die Gabe, die sich selbst als der Durchfluss für alles Empfangene betrachtet. Damit bleibt Schöpfung im Fluss, sogar im Überfluss, der für alle reicht. Mit den Sanftmütigen kann Gott sein Eden erhalten.

Wo saugen wir nur auf und verbrauchen für uns selbst; und wo werden wir zu Dienern, die den Segen austeilen?

Gott segne dich.
Blühende Grüße Theophilos 💐😇

Die Glocke sagt Danke für jede Unterstützung
www.betterplace.org/p64427
Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s