Klang hört nie auf

Hörgeräte sind eine geniale Erfindung, doch wenn der Lautsprecher im Ohr mit Ohrschmalz verstopft ist, da pfeift plötzlich kein Vogel mehr.

Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. Unser Gott kommt uns schweigt nicht.“
Ps. 50, 2-3

Wenn Gott kommt und nicht schweigt, ist der Sound offen. Sein Reden funktioniert. Die Musik spielt, der Vogel pfeift, die Räume sind mit Akustik gefüllt. Großes und kleines Klingen wird von der Luft hinausgetragen. Da hängt keine tote Glocke im Turm, die keinen Mucks von sich gibt, da überschlagen sich die Töne bei jedem Anschlag. Gott ist wie klingendes Erz, mit einem Nachhall, der nicht zum Schweigen gebracht werden kann. Er ist die Geige, die mit jedem Bogenstrich, seine Lebendigkeit verstrahlt und seinem Gegenüber durch Mark und Bein fährt. Worte von Gott durchdringen und beleben die Schöpfung. Leben an sich ist Klang, ist Wiederhall des nie verklingenden Wortes. Kommunikation ist die Atmosphäre in die wir eingehüllt sind. Eine Blume kann nicht, nicht kommunizieren. Sie redet, sie lobt und dankt und erzählt unendliche Geschichten. Ein Wasserfall ist nicht nur faszinierend anzuschauen, er redet in dem er in die Tiefe stürzt, auf Steinen aufprallt und dadurch neu energetisiert und lebendig wird. Jeder Atemzug, jeder Sonnenstrahl ist Reden. Gott schweigt nicht. Dort wo die Menschen unablässiges Reden nicht mehr gehört haben, hat er in einem Stall, in einer Krippe das Schweigen gebrochen. Größer und sichtbarer kann Reden Gottes nicht mehr sein, als in seinem Wort, das lebendig geworden ist. In Christus wird die ganze Schönheit Gottes, sein weltdurchdringendes Klingen sichtbar, hörbar und erfahrbar.

Wo nichts mehr klingt, sind die Ohren verstopft. Wenn Gott nicht schweigt, hat der Mensch ein Hörproblem. Beim Umgang mit einem Hörgerät, erfährt man wie sensibel das mit dem Hören ist. Da sind es winzige Kleinigkeiten, wie Feuchtigkeit im Mikrofon und man versteht die Artikulation des anderen nicht mehr. Da beginnt das große Rätselraten, was könnte er gemeint haben. Da beginnt eine große Verunsicherung, die bis zu Selbstzweifeln führt. Töne die da sind, kann man einfach nicht mehr wahrnehmen. Ganz automatisch wird die Umgebung stiller, man selbst wird lebloser, bis man sich auf einer einsamen Insel wieder findet. Nicht richtig hören schneidet vom Leben ab. Es liegt einzig an uns, dagegen etwas zu unternehmen. Das einzige Ziel kann nur sein, nicht schuldige zu suchen und die Technik zu verfluchen, sondern so schnell wie möglich die Hörstörung zu beseitigen. Mit Christus und dem Wort brechen wir das Schweigen. Wo wir nichts mehr wahrnehmen von Gottes Reden, ist Christus uns Zion. Wir brauchen nicht für das Reden sorgen, das ist immer da, wir brauchen nur für das Hören sorgen.

Wo ist unser Aufnahmevermögen blockiert, dass wir den Klang des Lebens nicht mehr wahrnehmen und in dem Glauben erstarren, um uns herum wäre alles stumm?

Gott segne dich.
Blühende Grüße Theophilos 💐😇

Wandere für die Gott-Vater-Glocke. Spendenlauf – du läufst, die Sparkasse RT zahlt
https://www.ksk-reutlingen.de/spendenwanderung
Auslegungen für jeden Tag
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