Nicht totzukriegen

Wer lebendig gemacht ist, hat einen unvorstellbaren Lebensauftrag.

Gott der Herr machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so war der Mensch ein lebendiges Wesen.“
1. Mose 2,7

Lebendiges Wesen kommt vom Odem des Lebens. Gottes Atem ist es, der lebendig macht. Gott hat sich Stammhalter geschaffen. Sie sollen sein angefangenes Werk fortsetzen. Mit dem Atem Gottes, ist der Mensch dazu gedacht, sich aus Staub und Erde zu erheben. Er steht in einer viel größeren Dimension als nur der Irdischen. Mit dem Odem trägt die Erde göttliche Spuren. Da kommt in das „nur“ Dasein auf der Erde, die Lebendigkeit aus dem Reichtum, der in Gott ist. Ein lebendiges Wesen ist ein vom Schöpfer durchdrungenes Wesen. Ein Mensch, der existiert und seine Jahre auf dieser Erde fristet, ist noch lange nicht lebendig. Wie viele Lebewesen sind traurige, hoffnungslose Gestalten. Lebendig ist, wenn der Lebendige in einem Wesen aktiv wird. Ein lebendiges Wesen, ist Gott in einem Häufchen Erde. Lebendig steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem, „ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Lebendig ist Realpräsenz, ist Christus-Gegenwart. Darin liegt die ganze schöpferische, dynamische Kraft, die in einem Menschen fließen kann. Da beginnt der Mensch über sich hinauszuwachsen und zu dem guten Werk zu werden, das Gott zuvor bereitet hat. Als Stammhalter, sind wir Kinder des Allmächtigen, die das Werk der Liebe, zum Lebenselixier auf der Erde machen. Lebendig Gemachte haben einen Auftrag. Sie bringen nicht ihr Schäfchen ins Trockene und schauen nur darauf, ihr Leben so gut wie möglich über die Runden zu bringen, sondern sie überziehen diese Welt mit Schaffenskraft und Werken der Barmherzigkeit. An ihnen wir sichtbar, das einer ein Wort spricht und es geschieht. Unter ihrem Wirken greifen heilende und belebende Hände in die Erde, die den Tod umschließt. Lebendige Wesen sind von dieser Erde nicht totzukriegen. Wer den Odem des Lebens in der Nase hat, dem kann es nicht so leicht die Luft abschnüren. Da wirkt das Lebendige, allem Sterben entgegen.

Wo bleibt diese Lebendigkeit in unseren Gemeinden, in den Familien, in unseren Betrieben? Wir sind lebendig gemacht und lassen uns doch von Staub und Erde erschlagen. Wir bleiben an unsern Grenzen stehen und lassen uns in irdische Schranken weisen. Wir klagen über das beschwerliche Miteinander und lassen uns mehr und mehr von der Trägheit gefangen nehmen. Die Menschen heutzutage können sich so vieles leisten, es liegt ihnen die Welt zu Füßen und doch ist so wenig lebendig und zutiefst erfüllt. Wir sind die Belebten. Im lebendigen Wesen liegt eine Durchsetzungskraft, gegen das müde gewordene. Wer den Odem des Lebens hat, hat eine permanent gestaltende Kraft in sich, die sich nicht von menschlichen Grenzen aufhalten lässt. Durch diesen Odem sind wir zu viel mehr in der Lage, als was wir selbst für möglich halten.

Wenn wir lebendige Wesen sind, wo wirkt dann diese Kraft in eine belastete Welt hinein?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Es muss Feuer sein

Wer davonläuft, kann nicht veredelt werden.

„Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören.“
Sach. 13, 9

Ein Bräutigam fragt den Standesbeamten: Kann ich die Stelle mit den bösen Tagen noch einmal hören, bevor ich mich endgültig entscheide? Keiner mag sie, doch alle müssen durch; gerade durch die ungemütlichen Tage des Lebens. Gold und Silber will jeder, doch den Weg dahin wollen wir vermeiden. Gott will durch Feuer läutern. Ihm schwebt das Edelste des Menschen im Sinn. Er will ein Qualitätsprodukt schaffen. Rein, schön, wertvoll. Der Mensch als Krone der Schöpfung, als Gottes Goldstück. Er soll einen Glanz erhalten, in dem sich die ganze Schönheit Gottes spiegelt. Ein Juwel mit göttlichen Umgangsformen. Das Beste vom Besten, das an Wert nicht zu übertreffen ist. Herrlichkeit im Menschen.

Feuer ist dafür ein Bearbeitungsschritt. Durchs Feuer gehen, verspricht uns richtig heiße Tage. Da haben wir Wege zu gehen, die wir niemand wünschen. Läutern tut weh. Läutern sind die Lebenserfahrungen, in denen wir fragen: Warum lässt Gott das zu? Läutern ist keine Strafe, sondern will etwas besser machen. Das Leben bestraft uns nicht, es erzieht uns. Wir können der Bearbeitung unseres Lebens nicht aus der Schule laufen. Wenn Gott Gold will, muss er mit Feuer reinigen. Läutern können wir nicht verhindern. Der Veredelung des Lebens können wir uns nicht entziehen. Das ganze Leben bleibt bis zum Schluss ein Läutern und Lernen. Wenn wir meinen, wir können uns von der Erziehung ausklammern, müssen wir immer wissen, der Reifungsprozess gilt immer uns. Wo wir aus der Lebensschule aussteigen und meinen, an einen neuen Platz, mit einem neuen Partner wird alles besser, betrügen wir uns, weil wir uns selbst mitnehmen. Wo wir wegen unserer Probleme nach China auswandern, werden wir dort mit der chinesischen Variante unserer Probleme konfrontiert. Läutern ist nicht das Böse, das es auf uns abgesehen hat, sondern Läutern ist auf uns bezogen, um unseren Wert zu steigern.

Hinter den harten Schlägen lässt sich eine Zielstrebigkeit erkennen. Paulus schreibt: Wir rühmen uns der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass sie Geduld, Bewährung und Hoffnung bringen. Bedrängnisse sind Goldwert. Wir brauchen den Druck, damit sich etwas verbessert. Damit wir Gott anrufen, müssen wir durchs Feuer gehen. Damit das Ursprüngliche zwischen Gott und Mensch wieder entstehen kann, muss der Dreck raus. Läuterung ist Reinigung und Heilung. Krisen müssen durchgestanden werden, dass wir daran gesund werden. Bedrängnis dient unserem Wachstum zur menschlichen Reife. Wo wir davonlaufen und hinschmeißen, werfen wir unsere eigene Entwicklung weg. Wo wir die konfliktfreien Wege suchen, zeigen wir kein Interesse an unserer eigenen Ausreifung. Wir bleiben Blech, wo wir hätten Gold und Silber werden sollen.

Warum machen wir oft so einen Aufstand, wenn uns das Leben veredeln will?

Gott segne dich,
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Kind sein dürfen

Wahre Größe liegt in einem kindlichen Vertrauen.

In deiner Hand, Herr, steht es, jedermann groß und stark zu machen.“1. Chr. 29, 12

Die Größe eines Menschen, steht in unmittelbarer Beziehung mit Gottes Größe. Unter Gott entwickelt ein Mensch seine eigentliche Persönlichkeit. Die Potenziale die in ihm stecken, fördert am besten der, der sie in ihn hineingelegt hat. Das was ein Mensch darstellt, ist optimalerweise das, wo sich in ihm die Größe Gottes spiegelt. Wo an ihn sichtbar wird, wer der Lebendige ist. Groß ist der Mensch, wenn er seine Ebenbildlichkeit in Gott erkennt. Wahre Größe kommt nicht aus dem Mensch sein, sondern aus dem in Gott sein. Wir alle kennen den Ausspruch: Wenn ich mal groß bin, dann… werde ich euch zeigen wo´s lang geht, … werde ich nicht mehr alles mit mir machen lassen. Dahinter steckt der Gedanke, sich nicht mehr unter Erwachsene stellen zu müssen. Dann habe ich so viel Selbstbewusstsein, dass ich mir nicht mehr alles gefallen lassen brauche. Es steckt im Menschen drin, groß zu sein, andere zu überragen, durch besondere Leistungen hervorzustechen. Unter Firmen gibt es genügend Wettbewerbe, die herauskristallisieren, wer der beste Arbeitgeber im Bereich Dienstleistung bis 100 Personen ist. Menschen möchten sich gerne darstellen, wie gut sie sind. Sie wollen menschliche Größe zeigen, mit den Gaben, die in ihnen stecken, mit dem sozialen Engagement das sie erbringen. Dieses Wetteifern geht hinein bis in die frommen Kreise. Selbst unter den Jüngern kam der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte wäre. Jesus erkannte diese Gedanken und stellte ein Kind neben sich. Eine klasse Antwort. Tonlos demonstriert er damit, es geht nicht um Gerangel und Darstellung, sondern schlicht um kindliches Vertrauen. Christusvertrauen macht Menschen groß. Weg von allem Showbusiness entstehen die eigentlichen Werte des Menschen. Größe liegt nicht im Machen und Darstellen, sondern dort wo es gelingt Gott zu vertrauen. Da macht er Großes und lässt Menschen stark werden. Vertrauen ist groß. Sich loszulassen ist groß. Kind zu sein ist groß.

Wo ein Mensch seine Größe aus sich heraus definiert, kann er bestimmt damit Eindruck schinden, doch es bleibt die Frage, was trägt von dieser Größe, wenn das Leben zuschlägt. In der Krise zeigt sich der wahre Charakter des Menschen. In der Krise zeigt sich wirkliche Größe. Da braucht es eine Größe die Kraft hat, die den Widerständen trotzen kann. Wo das Vertrauen in die Menschheit und in sich selber zerbricht, ist plötzlich nicht mehr viel von Größe übrig. Da braucht es ein Vertrauen, das über mich hinausreicht. Es liegt erst wenige Jahre zurück, als der große, gefeierte Torwart Robert Enke, sein Leben schrecklich beendete. Er war groß und hat es nicht geschafft, in seinen dunklen Stunden zur eigentlichen Stärke durchzubrechen. Menschliche Größe erwächst im Vertrauen auf die göttliche Größe. Wo dieses Vertrauen stark wird, werden auch wir stark.

Ist das nicht groß, wenn es uns gelingt, in diesem kindlichen Vertrauen zu wachsen?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Bitte wenden

Es gibt keinen Augenblick im Leben, in dem wir nicht einen neue Weg einschlagen könnten. Charles de Foucauld

Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin euer Herr! Und ich will euch holen und will euch bringen nach Zion.“
Jer. 3, 14

Die Frage nach einem sinnvollen Leben, war zu Jeremias Zeiten so aktuell wie heute. Immer waren Menschen unterwegs, die Werte hatten, Orientierung suchten und sich nach tragfähigen Lösungen für ihr Leben umschauten. Keiner will in der Tiefe sein Leben irgendwie nur vergammeln. Allein bei der Berufswahl, ringt ein junger Mensch um den richtigen und besten Weg für sich. Da sagt das heutige Wort: ich will euch nach Zion bringen, also genau zu der Erfüllung, die deinem Leben entspricht. Gott hat die Absicht, aus jedem Leben das Beste herauszuholen. Genau das, wozu er es gedacht und geschaffen hat. Wenn er Herr ist, kommt die beste Antwort in allen Fragen von ihm. Zion ist Leben satt. Das ist alles da, da ist alles ausgeschöpft, da bleiben keine Wünsche offen. Genau das, wonach sich ein jeder Mensch in seiner Sehnsucht ausstreckt. Zur Zeit Jeremias, waren es Götter und der Einfluss fremder Religionen, die diese Erfüllung versprachen, heute heißen die Religionen oft Fitness, Erfolg, Familie, Reisen, die das Zion ausmachen sollen. Viele haben mit einer Karriere in der Wirtschaft begonnen, bis sie dann bei der Sinnfrage alles auf den Kopf stellten und als Heilerzieher oder Musiker weitermachten. Wenn Gott uns nach Zion bringen will, gibt es einen markanten Punkt im Leben – bitte wenden! Umdrehen ist der Schlüssel zum Sinn und zur Erfüllung. Gott will uns alles geben, doch das liegt an einem kleinen Schalter im Kopf. Umkehren ist die wichtigste Voraussetzung, wenn wir uns verfranzt haben. Wer sich verfahren hat, kennt den Punkt, an dem das Navi diesen eindringlichen Satz ausspricht: bei der nächsten Gelegenheit wenden. Wer Zion will, muss stopp und kehrt sagen. Darin liegt das Geheimnis von Erfüllung. Gott legt es konstant darauf an, uns aus der Belanglosigkeit und Ziellosigkeit herauszuführen, doch das macht das Abweichen vom Bisherigen nötig. Neues und großes beginnt mit Umkehr. Wo Gott uns nach Zion bringen will, ist es möglich, von jetzt auf sofort alles anders zu machen.

Darin liegt eine der größten Herausforderungen im Leben. Zu gerne schießen wir uns auf unsere gewohnten Wege ein, und wollen uns ungerne unterbrechen lassen. Viele sind in ihrem Berufsleben nicht glücklich, nehmen viel Frust in Kauf, nur weil sie ein geregeltes Einkommen haben, mit dem sie ihre Verpflichtungen abdecken können. Sie scheuen das Risiko neu anzufangen, weil es nicht abzusehen ist, ob danach tatsächlich die Existenz noch gesichert ist. Sie glauben nicht, das Umdenken die Rettung ist. Gerade an solchen Punkten, an denen wir Jahrzehnte einen Weg gegangen sind, der für uns richtig und gut war, doch jetzt nicht mehr zielstrebig ist, braucht es die innere Wendigkeit. Es gibt keinen guten oder schlechten Zeitpunkt das Ruder herumzureißen, der jetzige Augenblick ist der richtige. Umdenken ist groß, weil er den Weg nach Zion öffnet.

Wenn solch eine Verheißung unser ganzes Leben erfüllen kann, warum lassen wir da unser Herz und Verstand nicht viel schneller und geschmeidiger umkehren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Wenn sich ein Löwe spiegelt

Das Leben der Glaubenden hat einen hohen Auftrag.

„Der Herr spricht: Ihr sollt ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“
2. Mose, 19, 6

Wenn der Herr spricht, was unser Leben sein soll, steht dahinter ein große Bestimmung. Soll sein, ist weit mehr als nur Vater oder Mutter zu sein, Handwerker oder Ingenieur, Musiker oder Politiker. Über unserer Tages- und Lebensrolle liegt eine Beauftragung, die alles bestimmt. Wir haben von Gott eine Rolle zugewiesen bekommen, die nicht nur unsere normalen Tätigkeiten bezuckern soll. Das was uns zugedacht ist, sprengt unseren üblichen Lebensrahmen. Wir sind nicht auf der Welt, damit wir unsere siebzig, achtzig Jahre, mehr oder weniger erfolgreich über die Runden bekommen und auf ein glückliches, erfülltes Leben zurückschauen können, wir sind Priester und Heilige. Wir sind Stellvertreter Gottes auf Erden. Wir sind Veredler, die in einer gefallene Schöpfung göttliche Werke schaffen. Wir bauen an einem Herrschaftsbereich, mit allem was wir sind und haben. Ein Königreich von Priestern ist nicht das Privileg von besonders Auserwählten, sondern von Menschen, die im Dienste des Höchsten unterwegs sind. Gott nimmt sich die Freiheit uns zu seinen Delegierten zu machen. Das heilige Volk hat nichts mit der menschlichen Qualität zu tun, sondern mit den Besitzverhältnissen. Es sind die Menschen, die dem Heiligen gehören. Wo wir Priester uns heiliges Volk sein sollen, liegt unsere Lebensbestimmung außerhalb von uns. Das was wir sind, legt ein anderer fest. Wir sind nicht das, was wir von uns denken können, und das, worauf wir Lust haben, oder wo wir uns verwirklicht sehen; wir sind zu etwas bestimmt. Hinter uns steht ein atemberaubendes Konzept, eine hohe Mission, ein göttlicher Auftrag. Wir sind diejenigen, die eine andere Welt in diese Welt hineintragen. An uns soll sichtbar werden wer und wie Gott ist. Priester sind die Verwalter der Realpräsenz Gottes. Durch ihr Handeln erfahren die Kranken das Heil, die Müden Kraft, die schuldig Gewordenen Erlösung. Durch sie wird ein neuer Geist auf die Erde gelegt. An ihnen wird eine wunde Welt genesen.

Jesus spricht: Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch. Wir haben eine Sendung. Wir sollen etwas sein das viel größer ist als wir selbst. Wir sollen über unsere Alltäglichkeiten hinauswachsen. Wir sind nicht dazu bestimmt, dort stehen zu bleiben wo wir sind. Wenn wir wie eine Katze in das Spiegelbild einer Pfütze schauen, blickt ihr ein Löwe ins Gesicht. Wir sind viel mehr, als der Eindruck, den wir von uns selbst haben. Was verspielen wir in unserem Leben, wenn wir nicht das sind, was wir sein sollen? Priester gehen hinaus, vom Geist getrieben und einer heiligen Botschaft in der Tasche. Sie leben nicht mehr nur für das Eigene, sondern für einen großen Auftrag.

Wie sollte Gott ein Königreich aufrichten, wenn seine Heiligen mit sich selbst beschäftigt sind?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Was zählt, steht unterm Strich

Phil 2, 1-4 (Luther 2017) 1 

Im unserem Blumenhaus machen wir normalerweise regelmäßige Mitarbeiterabende. Wir besprechen: Was läuft gut? Was läuft schlecht? Wo geht´s hin? Nach längerer, krisenbedingter Pause, hatten wir vor kurzem wieder einen solchen Abend – eine Standortbestimmung. Wenn man ständig vom Tagesgeschäft überrollt wird, ist die Wahrnehmung meist problemorientiert. Man sieht in erster Linie, das was nichts taugt, dass wir nur der Arbeit hinterherhinken und unter dem lästigen Anderen leiden. Dieser Abend war anders. Es sollten nicht die Probleme aufleuchten, sondern das, was sich in den letzten 10 Wochen zum Guten entwickelt hat. Alleine durch eine Mitarbeiterin, die sich zwei Ziele gesetzt hat, kamen für alle sichtbare Wellen entgegen.

Sie sagte sich: bis zum Jahresende

  • findet im Laden jeder das was er braucht
  • möchte ich Traumsträuße binden bis 50,- €

Das Ergebnis in solch kurzer Zeit war für manch einen unfassbar. Lächelnd motivierte sie ihre Kolleginnen: Nicht weinen, wir schaffen das! Die einzelnen Punkte auszuführen, wäre zwar spannend, jedoch heute nicht unser Thema.

Paulus zieht bei der Gemeinde in Philippi auch eine Bilanz, die die Gangart für ein weiteres Vorankommen bestimmt.

1. Was haben wir erreicht?

1  Bei euch ist nun Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit 

Wo etwas ist, liegen Ergebnisse auf dem Tisch. Da wird nicht mehr von wollen und soll sein spekuliert, sondern da gibt es effektive Fakten. Da stehen irgendwelchen Absichtserklärungen, handfeste Tatsachen gegenüber. In vier Aufzählungen, von dem was ist, zeigt sich, was durch Gottes Handeln, bei Menschen sichtbar geworden ist.

Gott hat Spuren hinterlassen, die sich auswirken. Da ist aus frommem Reden ein Trösten geworden. Da hat der Geist von Christus, Menschengeist beeinflusst. Da redet ein Mensch und Christus kommt. Es ist etwas wirklich geworden, was nicht im menschlich Machbaren liegt. Gott offenbart sich, und Menschen werden bewegt. Da entsteht Gemeinschaft, da entsteht Bruderschaft. Unter dem Wirken entsteht Koinonia.

Neuaufbrüche haben einen besonderen Esprit, weil Liebe und Hingabe noch völlig unverbraucht sind. Da ist vieles selbstverständlich, was im Laufe der Jahre unter den Lasten mürbe wird. Diese jungfräuliche Gemeinschaft ist eine Perle, in der diese ganze ursprüngliche Gottesliebe eine Eigendynamik entwickelt. In jungen Aufbrüchen spürt man noch das Feuer, das durch die Gottesbegegnung entzündet wird. Da sieht man wie unmittelbar die Reaktionen auf das Offenbaren Gottes sind. Diesen Begegnungen liegt ein Zauber inne, der brennt und kaum zu löschen ist.

Wo die Gnade auf ein Herz fällt, wird Christus im Menschen lebendig. Es ist ein Ereignis, das zur Tat wird. Christus-Begegnung ist immer die Konfrontation mit dem Wort, das ein schaffendes Wort ist. Es liegt in der Materie des Wortes, dass es immer Tat ist. Göttliches ist nie Theorie, ist nie ein Ideal, dem man nachstrebt, sondern ein Ereignis, bei dem Gott im Menschen Ergebnisse produziert. Dieses Ist, ist die Bilanz, von dem, ich bin Gott. Christliche Gemeinde ist die Wirkung von empfangener Gnade, ist Beschlagnahmung durch den Geist, ist fließender Segen. Was Gemeinschaft ist und ausmacht, ist das, was von Gott selbst kommt und Hände und Füße bewegt.

„Wer als Fordernder in eine Gemeinschaft tritt, zerstört sie“, heißt es in der Regel von Taize. Er fordert für sich und gibt nicht das, was der Geist gibt.

2. Wo sitzt der Butzen?

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, … und ein jeder sehe nicht auf das Seine,

Das von Gott gut gemachte und das was er tatsächlich erreicht hat, steht in ständiger Gefahr, ins Gegenteil gekehrt zu werden. Ganz nach den spöttischen Vorwürfen: Es menschelt halt überall. Die von Gott geschaffenen Tatsachen, sind angefochten. Im Miteinander von Menschen ist ruckzuck Sand im Getriebe. Der größte Feind der Gemeinde Jesu sind wir selbst. Wenn die Ergebnisse im gemeinschaftlichen Leben nicht mehr stimmen, liegt der Butzen nicht bei Gott. Wo die Einheit schwindet, sind die Ich´s größer geworden. Wo kein christusgemäßes Leben rauskommt, ist es auch nicht drin. Unsere Ergebnisse, das was wir sind, verraten unseren Standort. Wenn von dem geistgewirkten Miteinander nichts zu sehen ist, muss er ausgeflogen sein. Es kann nur das herauskommen, was drin ist. Die Krisen einer christlichen Gemeinschaft sind kein menschliches, sondern ein geistliches Problem. Wo die Gaben Gottes verblassen, wo sie nicht das Miteinander fördern, ist die Ursprungsmotivation verschwunden. Da stellt sich die Frage: treibt der Geist, oder das eigene? Wo sich diese Werte verschieben, fehlen die gottgewirkten Ergebnisse.

Die Kirche sucht immer wieder nach ihrem überzeugenden Profil für die Fragen der Gesellschaft. So lud die Synode ihre geistlichen Gemeinschaften zu einem Statement auf den Ulmer Münsterplatz ein. Von den Blumenmönchen kam die Anregung: Besinne dich auf die Kernkompetenz von Christus. Unverwechselbar und einzigartig zu allen anderen Religionen, ist im Christentum die Vergebung. Wo wir den ausgelaugten Menschen diese Botschaft in allen Verlautbarungen und Predigten weitergeben, geben wir ihnen das Wertvollste mit. „Du kannst in allen Katastrophen wieder frisch und unbelastet anfangen.“ Das sind handfeste Ergebnisse für alle Krisen.

Sobald wir etwas machen wollen, oder meinen Machen zu müssen, schrumpfen wir einzig auf unsere Möglichkeiten herunter. Christliche Gemeinde entsteht nicht durch Macher, sondern durch welche, die mit sich machen lassen. Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, müssen wir uns fragen, ob wir nicht selbst dem Handeln Gottes im Wege stehen.

Ist dann unser Unglück, unser mangelndes Miteinander nicht das Ergebnis davon, dass wir unsere eigene Suppe kochen?

3. Was fördert das Vorankommen?

2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe auch auf das, was dem andern dient. 

In der Teambesprechung kommt nach der Analyse, was ist gut, was schlecht, die Handlungsvereinbarung. Es nützt nichts, die Missstände herauszuarbeiten, zu definieren und zu beklagen. Im Jammern liegt keine Zielstrebigkeit. Für fehlende Ergebnisse, müssen Ziele, muss ein konkret anderes Verhalten vereinbart werden.

Für uns im Blumenhaus heißt das, wenn so viel Veränderung, durch die veränderte Einstellungen eines einzigen Mitarbeiters möglich sind, was ist dann alles möglich, wenn zwölf weitere Mitarbeiter sich bis zum Jahresende zwei Ziele setzen. Das kann vielen Problemen das Fürchten lehren.

Paulus sagt: Damit unser Miteinander nicht auseinandertriftet, seid eines Sinnes. Das ist jedoch nicht das erörtern eines gemeinsamen Leitbildes. Eines Sinnes ist einzig, das wie Christus gesinnt sein. Ohne die Christus-Gesinnung kommen die einzelnen früher oder später hintereinander. Darin liegt der Schlüssel von lebendiger Gemeinschaft. Das ist die Lernaufgabe der Glaubenden, sich immer wieder neu der prägenden Kraft des Wortes auszusetzen. Wo es im Miteinander klirrt, zeigt das Barometer meinen Lernbedarf an. Die Spannungen im Miteinander verbinden wir nur in einer Christus-Gesinnung, die durch das Wort Macht über uns gewinnt. Diese Gesinnung, geht von mir aus und kann nicht vom andern gefordert werden.

Das geschieht in Hochachtung vor dem schuldig Gewordenen. In der Wertschätzung des anderen, mit seinen Macken, operiert die Vergebungsbereitschaft das angekratzte Miteinander. Ich warte nicht, bis der andere sich ändert, sondern in diene ihm, was eine Christus-Handlung an ihm vollzieht. Einträchtig ist nicht dort, wo der andere meine Gesinnung annimmt, und vor mir zu Kreuze kriecht. Einträchtig sieht die volle Verantwortung bei sich selbst. Sie dient zur Förderung des anderen, und damit zur Förderung der Einheit.

Wo diese Gesinnung uns prägt, suchen wir nicht mehr Schuldige, sondern versöhnen uns mit den Gefallenen. Unterm Strich zählt, was unter allem Zerbruch wieder eins wird und der Herrlichkeit dient. Es ist nicht das Ziel, dass wir genervt auseinander laufen, sondern und zu dem entwickeln, was sich Gott mit uns gedacht hat.

Damit baut Gott seine Kirche, seine Koinonia – ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Die innere Freiheit ist unbesiegbar

Was für eine Macht steckt dahinter, wenn ein Volk von hohen Wellen bedroht und von ihm nachjagenden Kriegern verfolgt, trockenen Fußes durchs Meer geht und unbeschadet überlebt?

Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.“
Ps. 29, 11

Frieden in allen Stürmen ist Segen. Da fließt die Trotzdem-Macht. Ungeachtet aller Widrigkeiten ist den Glaubenden etwas Sieghaftes in die Wiege gelegt. Frieden zu haben, mitten in Terror, mitten in Bedrohung und Anfechtung, mitten in den Spannungen und Auseinandersetzungen mit Menschen, ist eine Zugabe, die nicht im Menschen liegt. Frieden auf Erden ruht in dem Wort, das Mensch geworden ist. Dieser Segen ist auf die Erde gelegt, für alle, die aus der Krippe leben. In Christus liegt eine höhere Macht, als sie die durcheinander bringenden Mächte aufbieten können. Dem Unfrieden der Welt ist das Wort gegenübergestellt. Damit ist das größte Chaos unter die Existenz von Christus gestellt. Jede tobende Welle ist dadurch nur noch ein wildes Zucken, das Menschen einschüchtern und demütigen will, doch gegen das Wort nicht ankommt. Das Wort ist wie das Drachenblut in der Nibelungensage, durch das Siegfried unverletzbar geworden ist. Durch Christus sind wir mit Frieden gesegnet. Da ist unser Glaube, da ist unsere Lebenseinstellung stärker als all die beherrschenden Themen unserer Tage. Wo der Herr mit Frieden segnet, kann ein Viktor Frankl im Konzentrationslager zu der Erkenntnis gelangen: „Man kann mir meine Familie wegnehmen und umbringen, man kann mich foltern und erniedrigen, doch es ist keinem Menschen die Macht gegeben, mir meine innere Freiheit zu rauben. Ich habe unter den schlimmsten Umständen immer noch die Freiheit meine Einstellung zu den Dingen selbst zu wählen.“

Wer mit Frieden gesegnet ist, ist nicht mehr Opfer der Umstände. Wir geben oft Menschen, der vielen Arbeit, dem wenigen Geld die Schuld, dass wir verdammt sind, ein armseliges Leben zu führen. Wir geben den hohen Wellen und unseren Verfolgern die Macht, uns unter Druck zu setzen. Dabei haben wir alles in der Hand, um aufrecht durchs Meer zu gehen. Das Klagen über die extremen Bedingungen, unter denen wir uns durchboxen müssen, sind nur Ausreden der Opfer. Wir nehmen unser Freiheit nicht wahr, die wir in jeder Situation haben. Wir haben viel mehr Macht uns gegen die Umstände zu stellen. Wer mit Frieden gesegnet ist, ist nicht mehr Opfer, sondern siegt über die Umstände. Er ist selbst in höchster Bedrängnis ein freier und aktiver Gestalter. Er trotzt den Umständen, durch das Wort, das in ihm stark ist. Mit Frieden Gesegnete, suchen keine Ausreden, weshalb ihnen das Leben die Sprache verschlagen hat, sondern handeln trotz Schlägen. Vieles im Leben ist hart, aber gerade da zeigt sich, dass Glaubende Gesegnete sind, die aus anderen Kräften leben.

Wenn uns so viel Frieden gegeben ist, wo bleibt dann die Freiheit, diesen Segen auszuschöpfen?

Gott segne dich,
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Siegesgesang der Erlösten

Wenn die Zweifel weg sind, steht der Himmel offen.

Herr, du dämpfest der Tyrannen Siegesgesang.“
Jes. 25, 5

Wo Tyrannen singen, hat das Böse gesiegt. Die aufgeklärte Gesellschaft tut sich heute schwer vom Bösen, oder gar vom Teufel zu reden. Das passt nicht in unser heutiges Denken, wo Krisen nur Chancen für eine gute Entwicklung sind. Dabei spricht die Bibel ständig vom Kampf zwischen Gut und Böse. Wo der Herr Tyrannen dämpft, geht es hart zu Sache. Beim Siegesgesang geht es um Sieg oder Niederlage. Menschen können zerstörenden Mächten unterliegen. Da ist dauernd eine Kraft, die die Gaben Gottes madig macht. Alles was sehr gut ist, soll infrage gestellt werden. Das Böse ist der Stachel gegen Gott. Die Menschen haben sich selbst ein Ei gelegt, als sie dem Teufel eine schwarze Fratze und Hörner aufgesetzt haben. Damit wurde das Böse zur lächerlichen Witzfigur, dessen eigentliche Tragik damit überspielt wird. Das Böse ist das Nein-Sagen zu Gott. Es ist der Versuch, Gott auszuklammern. Der Mensch versucht es selber zu machen. Der Tyrann sitzt in Adam, der mit der Versuchung ringt: Sollte Gott gesagt haben. Das Böse kommt nicht von außen, sondern ist die zweifelnde und nagende Pille in mir. Es ist der Versuch nicht glauben zu müssen, die Beziehung zu Gott auszuklammern und selbst den Siegeszug über das eigene Leben zu führen. Mit dieser inneren Auseinandersetzung beginnt das Schlachtfeld in der Welt. Selbst Jesus wurde an diesen Punkt geführt, wo er Gott hätte den Rücken kehren können und die Weltherrschaft übernehmen. Alles beginnt mit dem Versuch es besser als Gott zu machen. Versuchung ist die Emanzipation des Menschen gegen Gott. „Heute gehört uns Deutschland, morgen die ganze Welt.“ Dieser Versuch war als Siegesgesang der Tyrannen gedacht, der jedoch nur Blut und Elend über die Menschen brachte. Auf solchen Grabsteinen von jungen Soldaten steht dann heute noch: Gestorben ohne gelebt zu haben. Diese Macht der inneren Auflehnung ist unser Schicksal. Dieses Böse hat die Vergänglichkeit in die Welt gebracht. Das ist unser Sterben, dass wir leben ohne gelebt zu haben.

Diesen Siegesgesang dämpft der Herr. Johannes sagt: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Weil Christus zur Versuchung Nein gesagt hat und nicht zu Gott, dämpft er die Macht des Bösen. In seinem Nein, hat er angefangen über das Böse zu herrschen. Er hat den Siegesgesang über die Zweifel angestimmt. Damit ist der Mensch, dem Tyrannen in sich selbst nicht mehr unterlegen. Mit Christus kann der Glaubende in der Versuchung siegen. Wir sind nicht mehr dem Tyrannen, dem Zweifel, dem ständigen Fragen gegen Gott unterlegen. Wir sind nicht hoffnungslos dem Bösen ausgeliefert. Durch Christus siegt in mir das Leben und nicht das Sterben. In der Versuchung steigt dann der Siegesgesang der Erlösten auf.

Was will sonst den Siegesgesang der Tyrannen in uns dämpfen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Goldene Spuren legen

Wer die Gerechtigkeit kennt, handelt entschlossen und verantwortlich gegen alles Unrecht.

„Der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!“
Jes. 30, 18

Lebe wohl! Ein starker aufbauender Gruß. Wer diesen zugesprochen bekommt, soll von dem Guten begleitet sein. Lebe wohl in allem Unwohlsein. Das Wohlergehen setzt sich gegen allen niederschmetternden Druck durch. Im Wohl liegt das Glück, die ganze Glückseligkeit eines erfüllten Lebens. Im Wohl liegt der ganze Reichtum, aus dem das Leben schöpft und aufbauend handelt. Darin steckt die ganze Energie, aus der ein Mensch, diese Welt mitgestaltet, sie prägt, Verantwortung übernimmt und zum Wohl anderer aktiv ist. Dieses Lebe wohl liegt in Gott. Harren auf das Recht setzt dieses Wohl frei. Wer auf das Recht harrt, glaubt nicht dem Unrecht, von dem er umgeben ist. Im Harren liegt ein verbissener Widerstand, zu allem, was uns vor Augen steht, was uns ausbremsen und die Energie rauben will. Auf Gott harren heißt, sich von Gerechtigkeit bestimmen lassen. Harren ist, sich an der Gnade festbeißen. Damit manifestiert sich die Christuskraft in allem Unwohlsein. Hier ist der Wendepunkt des Glaubens, der sich nicht mehr vom Unrecht einschüchtern lässt. Wer auf Christus harrt, trotzt dem Unwohl. Im Harren liegt die ganze Widerstandskraft zum Bösen. Dieses Harren durchbricht mit ganzer Macht das Lähmende des Unrechts. Damit entsteht durch ein entschlossenes Handeln das Wohl im Chaos. Das ist das aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt.

Drin liegt der Grund, dass Christen Verantwortung übernehmen. Sie wissen um diese Gerechtigkeit, sie leben aus der Gnade und können dadurch der Ungnade die Stirn bieten. Sie fügen sich nicht dem Schicksal dieser Welt, dem sich niemand entziehen kann, sondern sie leben aus einer gewaltigen Perspektive, die die Macht hat, den Leben sofort eine neue Richtung zu geben. Die Glaubende sind Handlungsbevollmächtigte der Gerechtigkeit. Sie stehen auf gegen das Unrecht. Sie sind aktiv in ihrem Lebensumfeld. Sie sind Kämpfer für das Wohl, in Kirche, Gesellschaft und Politik. Glaubende haben die Macht, selbst in einem Trümmerfeld hoffnungsvoll voranzuschreiten. Sie bringen das Wohl in die verwundeten Seelen hinein. Sie legen goldene Spuren in katastrophale Verhältnisse, die keine Hoffnung zulassen. Diese Welt braucht die, die von Wohl getragen und der Gerechtigkeit erfasst sind. Lebe wohl ist ein starker Auftrag, den wir in alles Unwohlsein zu bringen haben.

Wie sollen die Unglücklichen sonst eine Hoffnung erfahren, wenn die Glaubenden nicht entschlossen auf die Gerechtigkeit harren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

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Aus dem Spieltrieb Gottes

Nichts was wir sind und uns gehört, gehört wirklich uns.

„Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen.“
Jes. 45,12

Was für eine kurze, knappe Aussage, die Großes beinhaltet. Gott klärt die Eigentumsverhältnisse auf der Erde. Er ist zu 100% Anteilseigner. Im Grundbuch eingetragen, gehören Erde und Mensch Gott. Von ihm angelegt und ins Leben gerufen. Erde und Mensch ist der Lebensraum in dem er zuhause ist. Er hat seine Freude an dem, was er sich mit ganzer Hingabe geschaffen hat. Wo wir unser Haus und Garten einrichten, investieren wir genauso unser ganzes Herzblut. Es soll alles sehr schön sein, und wir wollen uns darin wohlfühlen. Wieviel Phantasie investieren wir in unser Eigengenheim, in unsere Familie, in die Heimat die uns ausmacht. Wir sind Gottes Heimat. Alles was uns umgibt, entstand aus dem Spieltrieb Gottes. Er hatte Lust auf uns. Er will mit uns eine Familie gründen. Dahinter schlägt die Leidenschaft eines Familienvaters, der große Pläne schmiedet. Da pulsiert ein Herz, das seine Schaffenskraft zum Blühen bringen will. Ein Kunstwerk nach dem andern soll den Garten zieren. Die Bäume sollen vor Früchte und die Erde vor Segen strotzen. Dazwischen der lobende Mensch, der diese Gaben genießt und teilt. Weil Gott die Erde gemacht hat, sind wir die Nutznießer seiner Geschenke. Wir haben Anteil an Herrlichkeit. Wir sind die Ausgeburt von dem was Gott sehr gut gemacht hat. Wir sind der Reichtum der Erde. In uns fließt das Blut des Allmächtigen. Das hat Gott gemacht.

Was haben wir daraus gemacht? Wo fließt dieser Reichtum uns Segen? Für das was Gott gemacht hat, sind wir oft sehr armselige Gestalten. Da ist selbst bei den Glaubenden nicht viel da, von dem „von Gott geschaffen“. Selbst ist der Mann, heißt die Devise. Die Erde ist ein riesiger Heimwerkermarkt geworden, von „do it yourself-Kandidaten.“ Sie haben das Leben zwangsenteignet und machen sich selbst zu Macher. Do it yourself ist in Bezug auf die Schöpfung der garantierte Pfusch. Wo der Mensch sich nicht mehr als der von Gott Geschaffene sieht, wird das Leben zur Billiglösung. Da wird konstruiert und improvisiert, da entsteht erbärmlicher Abklatsch als wertvolle Originale. Die Loslösung vom Schöpfungsgedanken, nimmt der Erde den Segen und lässt sie verarmen. Wo wir uns gegen das Geschaffen sein wehren, verhindern wir die Entwicklung, die uns stattfinden könnte. Alles entscheidet sich darin, ob wir Selbermacher sind oder die von Gott Begabten und Bereicherten. Wir stehen in einem ständigen, lebensschaffenden Erneuerungsprozess, in den sich Gott mit seiner ganzen Heilskraft hineininvestiert. Es liegt einzig an uns, ob wir diese Gaben und Segen in der Abhängigkeit zu dem Lebendigen ausschöpfen, oder uns mit Selbstgemachtem zufrieden geben.

Liegt nicht der eigentliche Wahnsinn in dem, nicht diesem Schöpfer gehören wollen und sich gegen alle beschenkt werden zu wehren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
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Eine Glocke will wieder Danke sagen
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