Geführte ticken anders

was hindert uns, vor Dank zu sprudeln und lobend unsere Tage zu gestalten?

„Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.“
Ps. 79, 13

Hier begegnet uns ein „Gottlober“ in einer Dauerschleife.
Wer zu Gott gehört, ist kein Stiller im Lande, da ist mächtig etwas in Bewegung gekommen. Wer unter seiner Fürsorge steht, genießt ordentliche Privilegien. Wo er die Führung seines Volkes übernommen hat, stehen wir unter einem Herrscher, der nicht ausbeutet und erniedrigt, sondern aufbaut und fördert. Die Schafe seiner Weide kennt er einzeln und versorgt sie mit bestem Grund. Wer zu seiner Mannschaft gehört hat ausgesorgt. Da ist nicht nur alles da, sondern vom Besten. Da ist für unser Menschsein an alles gedacht. Da gehört uns, was ihm gehört. Da sind wir nicht ausgeliefert, weder uns selbst, noch irgendwelchen Umständen oder Menschen. Wir sind die Erben, von Erlösung und Fülle.
Wir sind abgelastet, von der Qual, ums Überleben kämpfen zu müssen.

Wo er herrscht und führt, verwandelt sich Krampf zu Dank.
In diesem Stand und dieser Freiheit wird Lob geboren. Lob und Dank ist nichts zwanghaft Gemachtes, sondern das Bedürfnis von erfahrener Fürsorge und Heil. Es ist Echo, des geerbten Christus, der in uns eingegangen ist.

Wenn Lob und Dankbarkeit in uns verstummen, und sie nicht der Dauerbrenner unserer Tage sind, unter welcher Führung stehen wir dann?

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Geiz verkrampft

Herzen lassen sich nicht mit Gewalt erobern.

„Auch wir wollen dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott.“
Josua 24, 18

Diakonissen hatten in früheren Jahren das Leitwort: „Mein Lohn ist, dass ich darf.“ Ich darf mich hingeben, ich darf mich verschenken. Eigentlich der Inbegriff, von dem, was echte Liebe ist. Liebe als Lebenszweck und größte Erfüllung.

Heute ist der Begriff „dienen“ schwer strapaziert. Da wird das Sein, vielmehr durch das was ich bekomme oder was ich habe definiert. Haben wird als reich und geben als arm betrachtet.

Wer Gott erkennt, braucht nicht mehr geizen. Er erlebt einen Schöpfer, der in keinem Bereich zimperlich ist. Gott ist der größte Diener, den es in dieser Welt gibt. Er dient dem Menschen, mit allem, was er zu Leben braucht. Er ist in seiner Wesensart Verschwendung und Hingabe und fühlt sich in dieser Rolle pudelwohl. Für ihn gibt es keinen Grund, irgendetwas zurückzuhalten. Er gefällt sich als Beglücker der Menschen und geht darin voll auf. Im Dienen öffnet er die Herzen von Menschen. Dienen ist sein Führungsstil und die Art über andere Macht auszuüben. Jesus hat dieses Prinzip fortgesetzt, in dem er nicht nur fromme Reden geschwungen hat, sondern seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Die Ämter in der Kirche sind keine Privilegien über anderen zu herrschen, sondern der Gemeinde zu dienen, ihr wohl zu tun und aufzubauen.

Ich will dem Herrn dienen, ist das tiefe Verlangen, mit dem von Gott empfangenen Reichtum, positiven Einfluss auf die Menschen zu nehmen. Dienen ist das Gegenstück von Gewalt, mit der wir Herzen für Gott erobern. Geiz ist nicht geil, weil es zu macht, festhält und an sich selber verkrampft. Dienen ist ein Aufbrechen, ein Verschenken ein gar nicht anders Können, als hingeben, weil wir mehr als alles empfangen haben. Durch unser Dienen erfahren die Menschen, wie reich unser Gott ist.Du bist deine Wahrnehmung.

Wenn wir so fürstlich bedient wurden, warum sollen wir dann noch zuhalten und geizen?

Besserwisser-Gen ist verhängnisvoll

wer sich den Lebensnerv abschneidet, wird unter Atemnot leiden.

„Ihr sollt den Herrn, euren Gott nicht versuchen.“
5. Mose 6, 16

Gebote dienen dem organisch, guten Miteinander. Ordnungen zu übertreten, kann lebensgefährlich sein. Eine überfahrene rote Ampel, kann nicht nur Punkte geben, sondern massiv unsere und der Anderen Sicherheit gefärden.

Genauso gibt es im Miteinander mit Gott gute Ordnungen. Eine der größten menschlichen Probleme ist, Gott zu hinterfragen. Sehr früh wurde uns beigebracht, nichts einfach so stehen zu lassen, sondern alles mit einem kritischen, prüfenden Auge zu betrachten. Im Paradies war das der Anfang von Ende. Diese Anfrage an Gott, hat den Tod in die Welt gebracht. In uns steckt ein „Besserwisser-Gen,“ das uns zum Verhängnis werden kann. Wo Gott hinterfragt wird, schwindet der Glaube. Menschen fangen an, sich zum Maßstab zu machen und zu entscheiden, was gut und böse ist. Wo das hinführt, sehen wir im Extrem, an diktatorischen Regierungen.

Dieser Gefahr müssen wir uns stellen, und jeden Tag neu den Schalter umlegen, dass wir zuerst uns hinterfragen, bevor wir Gott hinterfragen. Werden wir wieder Kinder, die einfach der Mutter vertrauen, dass sie das Beste für sie will. Die Liebe fragt nicht, sie vertraut. Seien wir uns bewusst, dass wir bei allem Anti gegen Gott, ihm den Zugang zu uns versperren. Seine Ordnungen dienen dazu, unsere Blockaden gegen ihn abzutragen, dass sein Heil, freie Bahn zu uns hat.

Können wir es uns überhaupt erlauben, den, der uns am Leben halten will, mit unserem Besserwissen-wollen, lieblos in die Ecke zu stellen? Wollen wir nicht aus dem Gott versuchen, wieder ein herzhaftes Gott suchen machen?

Gehe Wege, wo keine sind

haben wir in uns noch Platz für Unrealistisches?

„Der Herr macht im Meer einen Weg und in starken Wassern Bahn.“
Jes . 43, 16

Wo der Herr Wege macht, darf unsere Logik pausieren. Da geht es für unsere Verhältnisse, nicht mit rechten Dingen zu. Wir können schon auch einmal kühne Wege durch das Meer und Wasser machen, wie die Unterwasserverbindung nach England, doch Gott legt noch einen drauf. Wo er Wege macht, sind sie für die einen die Rettung, für die anderen der Untergang. Sein Volk konnte auf solchem Wege sicher fliehen und die verfolgenden Ägypter, erlebten Wasser wieder als Wasser und nicht als Piste. Wenn der Herr macht, schafft er Realitäten, die nichts mehr mit unseren Naturgesetzen zu tun haben. Da kommt kein Mathematiker, Statiker oder Physiker mehr mit. Gott kennt andere Gesetzmäßigkeiten. Er geht spielerisch mit den Dingen um, die sich als Monster vor uns auftürmen. Er denkt ohne menschliche Gesetze und Grenzen.

Wo der Herr macht, sind wir entlastet, brauchen wir nichts machen. Wo wir keine Wege sehen, ist noch lange nicht Sackgasse. Wege in unseren Unmöglichkeiten bahnen, sind seine Sache. Das können wir glauben. Der Glaube ist der Zugang zur Grenzüberschreitung. Dass diese für uns undenkbare Realität Wirklichkeit wird, dafür brauchen wir nichts tun, sondern nur vertrauen, dass es der Macher macht. Der Glaube ist meine Freigabe, dass ich Gott an mir Gott sein lasse. Es geht nicht um meine Leistung, sondern dass Gott bahnbrechend in mir sein Ding machen kann.

Vor welchem Schrecken sollen wir da noch zusammenzucken? Wollen wir nicht viel lieber und selbstverständlicher an das Unmögliche glauben?

Herumeiern schwächt

Wer sich verzettelt, schwächt sich.

„Du sollst keine andern Götter haben neben mir.“
2. Mose 20, 3

Das Andere wird zum Verhängnis. Der Fokus auf Zusätzliches, als auf das Fundament, auf dem wir stehen, kann uns das Genick brechen. Neben dem Glauben liegt die Gefahr. Menge und Vielfalt was Gott und das Heil betrifft, ist keine Bereicherung, sondern das Ende. Wir stehen immer in der Zerreißprobe, des sowohl als auch.

Gott will Eindeutigkeit. Leben aus ihm, gibt es ganz oder gar nicht. Erlösung gibt’s nicht nur ein bisschen, sondern total. Gott lässt sich nicht probieren, ihn erfährt der Ungeteilte. Wo Gott kommt, meint er uns ganz. Leben, das er gibt, ist umfassend. Wenn er dem Tod die Macht nimmt, dann zählt nur noch die Auferstehung. Wo er liebt, liebt er mit Haut und Haaren.  Was er schafft, hat Hand und Fuß. Gott ist klar, eindeutig und radikal, in dem was er ist, will und tut.

Auf diesen entschlossenen Kurs will er uns bringen. Keine halben Sachen, keine Zweideutigkeit, kein geeiere. Heute sucht man gerne den Mittelweg, den fairen Kompromiss, die Toleranz, die alles stehen lässt. Sicher braucht die pluralistische Gesellschaft, die Akzeptanz des Anderen, doch wer einen Weg geht,  kann sich nicht für zwei Richtungen entscheiden.

Für uns Glaubende gibt es nur eine Richtung, Jesus Christus. Dazu gibt es keine Alternative. Fülle Gottes erfährt der,  der sich uneingeschränkt zu ihm hält. Halbe Sachen, sind ganzer Blödsinn. Gott will nicht, dass wir uns mit weniger als allem zufrieden geben.

Achten wir auf das „Andere, “ das uns mehr  vorgaukelt, aber uns des eigentlichen Reichtums in Gott beraubt.

Ist es da nicht Zeit, uns wieder viel entschlossener und radikaler auf Gottes Seite zu schlagen, um nichts von seinem Segen zu schmälern?

Wer vergibt, lebt gesünder

Menschliches Unvermögen macht krank.

„Kein Mensch im Land wird noch klagen, er sei von Krankheit und Schwäche geplagt; denn die Schuld des Volkes ist vergeben.“
Jes. 33, 24

Eigentlich unvorstellbar, dass kein Mensch mehr klagen wird. Wo Menschen sind, gibt es immer etwas zu beklagen. Menschliche Schwachheiten, Unreife, Verbohrtheit und alle Begrenzungen sind der Sprengstoff in der Welt, der alle Beziehungen zerstört. Nicht die großen Meinungsverschiedenheit trennen die Menschen, sondern die kleinen Unzulänglichkeiten machen krank. Das, was Miteinander belastet, kommt aus dem belasteten Verhältnis zu Gott. Wo der Mensch sich aus den  ständig heilenden Kräften Gottes ausklinkt, geht etwas kaputt.

 

Gott durchbricht ununterbrochen diesen Teufelskreis. Mit Christus trägt er die Schuldenberge ab. Vergebung wird zum Schlüsselwort, für heil und gesund werden. Vergebung ist umgewandelter Zorn. Vergeben, nimmt jeder Tat die zerstörende Macht. Vergeben entmachtet, das Krankmachende aller Vorwürfe. Wo Gott vergibt, hat er wieder Freude am Menschen; er geht wieder offen und unbefangen auf uns zu. Er hat zunächst sich selbst befreit, uns noch böse zu sein, und befreit uns, dass wir uns schuldig fühlen müssen.

Vergebung hat immer zwei heilsame Seiten. Der sie gewährt, löst sich von seinem Groll, der sich als Geschwür festsetzen will,  und der sie empfängt, wird von Anklage und Vorwurf befreit. Vergebung ist das stärkste Selbstheilungsmittel und die beste Medizin, um belastetes Miteinander, gesund werden zu lassen. Das ist Gottes umwerfende Geschenk, für das Gesund werden, von verkrachten Beziehungen.

Wollen wir dieses wirkungsvolle Instrument, das uns in die Hände gelegt ist, nicht viel stärker für uns in Anspruch nehmen, und uns, und eine kranke Welt damit beschenken?

Führungsstärke im besten Licht

So werden wir zu überzeugenden Führungskräften.

„Wer gerecht herrscht unter den Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes, der ist wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgeht.“
2. Sam. 23. 3-4

Als Fotograf gibt es kein optimaleres Licht, als das Morgenlicht. Da kann man das Licht eines ganzen Tages vergessen, selbst der schönste Sonnenuntergang, kann da nicht mithalten. Sonnenaufgang in den Bergen oder auch am Meer bleibt unvergesslich und lädt unseren Accu, wie nichts anderes. Dieses milde, gleichmäßige, zarte Licht, zeigt alles, von seiner besten Seite.

Solch eine Faszination und Stärke geht von Führungskräften, die unter Gott stehen aus. Da herrschen Maßstäbe, da bestimmt eine Ethik, die am Herzen Gottes geboren sind. Jemand der Ehrfurcht vor Gott hat,  wird von einem Rechtsbewußtsein geprägt, das von dem Guten ausgeht. Wo Gott einen Menschen bestimmt, ist dies ein von Gott gerecht Gemachter. Da ist Böses vom Guten überwunden. In Christus hat er einen neuen Gerechtigkeitstatus geschaffen.

Einer, der von der eigenen Schuld befreit ist, kann mit dem Versagen anderer verantwortlich umgehen. Er wird vom Ritter Gnadenlos, zu jemand, der in Hoffnung aufbauen kann. Führungsstärke bekämpft konsequent das Böse und fördert Gutes. Solche Herrscher sind eine Wohltat für das Volk. Von ihnen geht Ruhe uns Sicherheit aus.

Wo Herrscher und Führungskräfte nicht unter Gott stehen, gehen die Lichter sogar ganz aus. Da haben Menschen keine Perspektive und flüchten aus ihrem Heimatland.

Wo wir unter Gott stehen, wenn wir anderen vorangehen, schaffen wir ein Klima, das aufbaut, Mut macht, den Menschen, den Accu füllt und sie aufatmen lässt. Da kommt im anderen seine beste Seite zum Tragen.

Müssen wir da nicht viel stärker unsere Führungsrolle in die Hand nehmen, dass diese guten Maßstäbe nachhaltig diese Welt bestimmen?

Wie Lust geboren wird

Leidenschaft erobert Herzen.

„Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.“
Ps. 37, 4

Sind wir heiß auf Gott? Wen oder was wünscht unser Herz?
Um in Gemütswallungen zu kommen, muss uns jemand anzünden. Wenn unser Herz Wünsche hat, muss es etwas entdeckt haben, das begehrenswert ist. Lust am Herrn, kommt durch seinen Überfall auf uns. Er ist auf Eroberungskurs. Er ist ständig unterwegs, Feuer anzuzünden. Sein Erbarmen liebkost unentwegt die Angekratzten. Seine Hände unterfangen die Fallenden. Seine Zuwendungen, suchen unser Echo. Gott will uns permanent angraben und unser Herz schwach werden lassen, will dass der Funke überspringt.

Daraus wird unsere Lust geboren. Nach solch einem Liebhaber sehnt sich das Herz. Hier schwärmen zwei leidenschaftliche Herzen aufeinander zu. Es wird zur Wiege des Vertrauens, zum Fundament von Glauben. „Weil du bei mir angekommen bist, lasse ich mich in dich hineinfallen und erwarte alles von dir. Ich brenne für dich und gehe in dir auf. Alles was ich mir wünsche bist du.“

Wo diese Leidenschaft in uns glüht, gehört uns alles, was Gott ausmacht. Er gibt uns alles, was in seiner Grenzenlosigkeit steht.
Unser Glaube ist unsere Lust und damit stehen uns alle Türen offen.

Wollen wir uns weiter in unserem Mangel und Unvollkommenheit durchquälen, oder uns fragen, wie es mit unserer Lust am Herr aussieht?

Von eiskalt zu heiß

eine Totaloperation programmiert uns um.

„Ich will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun.“
Hes. 11, 19+20

„Gott will“; das ist der Kampfgeist für das Leben. Ohne dass ihn jemand aufhalten kann, will er Menschen auf den Kopf stellen. Seine Leidenschaft steht für mehr, als eine Geschlechtsumwandlung. Herztransplantation von Stein auf Fleisch. Kaltes, Hartes, Unbewegliches, Totes, in dynamisch Atmendes, Lebendiges. D.h. vor dem Eingriff von Gott, ist der Kern des Lebens vermauert und unbrauchbar. Ohne Gott, sind die Funktionen des Lebens eingeschränkt bis völlig nutzlos.

Durch sein „ich will“ geschieht eine grundlegende Umprogrammierung unseres Betriebssystems. Totes, Zweckloses wegnehmen, Frisches, Lebendiges geben. Christus ist das eingepflanzte Organ. Damit ticken wir anders. Damit spielen sich in uns völlig neue Abläufe ab. Damit laufen wir auf Schöpferkurs. In uns pulsiert die Energie des lebendigen Gottes. Da stabilisiert sich unser Imunsystem. Seine Gebote und seine Ordnungen, werden zu unserem unveräußerlichen Lebensraum, in dem wir gedeihen.

Durch diese Umpflanzung, bekommen kalte Räume, wohltuend, familiäre Atmosphäre. Da bekommen Menschen Heimatgefühle, auch wenn um sie herum ein eisiger Wind weht.

Durch diese Verwandlung sind wir warmherzig, um einer versteinerten Welt, voller Trümmerhaufen ein wohliges Zuhause zu schenken. Durch diese OP wird erstarrtes Leben reanimiert.

Lohnt es sich nicht, diese OP zuzulassen, sich nach diesen Ordnungen zu sehnen, damit ein neues Herz in uns schlägt?

Ich wünsche euch einen gesegneten Sonntag.

Mit Charme zugedeckt

wir sind kein Frosch vor der Schlange mehr.

„Der Herr ist des Armen Schutz, ein Schutz in Zeiten der Not.“
Ps. 9, 10

Schutz brauchen Bedrohte, die Mächten ausgesetzt sind, gegen die sie nichts ausrichten können. Schutz ist die Mauer, die mich vom Übel trennt. Gott ist eine Barriere, ein Schutzschild gegen Steinewerfer. Er verteidigt mein hilfloses Ausgeliefert sein. Er steht gerade, für das, was stärker sein will als wir. Unsere Sicherheit liegt in seinen Händen.

Schutz des Armen ist seine Verantwortung, für die, die nichts zu bringen haben. Er kümmert sich, dass Leben gelingt. Das schließt materielle Grundversorgung ein, ist jedoch umfassend. Jesus preist diejenigen selig, die geistlich arm sind, die ihre Leere und Gottesbedürftigkeit erkennen. Da wo wir zerbrechlich sind und eine dünne Haut haben, wo wir uns mit Selbstzweifeln quälen und den Boden unter den Füßen verlieren, schießt er zu. Genau dort, wo wir nicht den starken Max heraushängen können, sondern die Felle davon schwimmen, schützt er vor dem Untergang. Wo wir aufgeben wollen, schützt er vor dem Verzweifeln.

Schutz ist Gottes umfassendes Heilswirken, bei dem er all unsere Defizite ausgleicht. Es ist sein ganzer Charme, mit dem er uns, unter seine Flügel nimmt. Da ist jeder falsche Zugriff abgewehrt.

Durch diese Tatsache können wir aufatmen. Wir dürfen schwach, arm, bedürftig sein; es hängt nichts von unserem Vermögen und unserer Verfassung ab. Wir brauchen keine Not beklagen.

Dort wo wir arm sind, sind wir reich gemacht, durch einen, der unser Vermögen übersteigt.

Welche Schlange soll uns da noch bedrohen?